Holländischer Smoushund

FCI-Standard Nº 308

Ursprung
Niederlande
Übersetzung
Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion
Sektion 1 Pinscher und Schnauzer
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Mittwoch 11 März 1981
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Mittwoch 02 Juni 2010
Letzten Aktualisierung
Freitag 16 März 2012
En français, cette race se dit
Smous des Pays-Bas
In English, this breed is said
Dutch Smoushond
En español, esta raza se dice
Perro Smous holandés
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Hollandse Smoushond

Verwendung

Begleithund.

Kurzer geschichtlicher abriss

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war es unter der oberen Mittelklasse sehr beliebt den Pferdekutschen zu folgen und Ratten in den Ställen zu fangen. Obwohl die Herkunft dieser Rasse nicht ganz geklärt ist, nimmt man allgemein an, dass der gelbe Schnauzer einer der Vorfahren dieser Rasse ist. Ein Amsterdamer Hundehändler verkaufte diese Hunde als „Herren Stall-Hunde“ an Besucher der Amsterdamer Waren Bőrse. Der Name wurde bald in „Smous“, Rauhhaar Bearded umgeändert, um ihn von den Brűsseler Griffons zu unterscheiden.
Der erste Standard wurde in 1905 von den Herren H.A. Earl of Bylandt, A. Woltman Elpers und L. Seegers geschrieben. Nach einer langen Zeit, während welcher die Beliebtheit und das őffentliche Interesse abnahm, wurde der letzte Wurf im Holländischen Stammbuch, dem Nederlands Honden Stamboek (N.H.S.B.), in 1949 registriert. In 1973 beműhte sich eine gewisse Frau H.M. Barkman van der Weel die Rasse wieder aufleben zu lassen. Sie begann mit Mischlingen, welche wie der Holländische Smoushund aussahen. Seit 1978 wird das Interesse des Holländischen Smoushundes vom Hollandse Smoushonden Club vertreten. Der Standard von 1905 wurde in 1980 űberarbeitet.

Allgemeines erscheinungsbild

Rauhhaarig, lebhaft, aktiv, kräftig und von quadratischem Körperbau. Die Hündinnen dürfen etwas länger sein als die Rüden.

Wichtige proportionen

Die Hőhe bis zum Widerrist ist genau gleich wie die wirkliche Länge des Kőrpers.
Das Verhältnis von Schädellänge vom Hinterhauptstachel bis zum Stop und Länge des Fangs vom Stop bis zur Nasenspitze ist 2:1.
Die Brusttiefe ist ungefähr die Hälfte der Hőhe bis zum Widerrist.

Verhalten / charakter (wesen)

Der Holländische Smoushund ist anhänglich, fröhlich, freundlich und natűrlich frei veranlagt, er ist lebhaft aber weder űbermässig nervős noch ängstlich.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Der Kopf ist breit und kurz mit einem auffälligen Stop. Die Behaarung ist sehr charakteristisch.
Schädel
Leicht gewölbt. Stirn leicht gerundet. 
Stop
Deutlich ausgeprägt.

Facial region

Nasenschwamm
Breit und schwarz.
Fang
Breit. Der Fang ist vorzugsweise halb so lang wie der Abstand vom Stop bis zum Hinterhauptstachel. Der Nasenrűcken ist gerade.
Lefzen
Straff mit schwarzen Rändern.
Kiefer / Zähne
Vorzugsweise Scherengebiss. Ein Zangengebiss oder ein nur leichter Vorbiss werden nicht als Fehler angesehen.
Augen
Die dunkelbraunen Augen sind sehr typisch für die Rasse. Der Ausdruck ist lebhaft und freundlich und sie sind gross und rund, weder vorstehend noch tiefliegend. Lidränder schwarz.
Ohren
Die Ohren sind ziemlich hoch angesetzt, relativ klein und hängend. Wenn die Aufmerksamkeit erregt wird, werden dieOhrspitzen ein wenig nach vorne gegen die Wangen gedrückt.

Hals

Eher kurz und gut bemuskelt.

Körper

Allgemeinheit
Muss den Eindruck von Robustheit widerspiegeln.
Obere Profillinie
Die Halslinie geht sanft in die obere Kőrperlinie űber.
Rücken
Gerade.
Lenden
Leicht gewölbt.
Kruppe
Gut bemuskelt.
Brust
Einen breiten Eindruck erweckend, nicht über mässig tief, mit gut gewölbten Rippen. Vorbrust nicht sehr auffallend.
Untere Profillinie und Bauch
Nur geringfügig aufgezogen.

Rute

Die Rute ist ziemlich kurz, vorzugsweise nicht weiter als bis zum Sprunggelenk reichend, frőhlich aber nicht űber den Rűcken gerollt getragen.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Mässig gewinkelt, kräftig und muskulős.
Schultern
Mässig schräg gestellt.
Oberarm
Von ungefähr gleicher Länge wie das Schulterblatt.
Ellenbogen
Eng angliegend.
Unterarm
Gerade mit kräftigen Knochen, gut unterstellt.
Vordermittelfuss
Ziemlich aufrecht.
Vorderpfoten
Rund, gut aufgeknőchelt und klein (Katzenpfoten). Vorzugsweise mit schwarzen Krallen.

Hinterhand

Allgemeines
Mässig gewinkelt, kräftig, muskulös.
Oberschenkel
Von gleicher Länge wie Unterschenkel.
Unterschenkel
Von gleicher Länge wie Oberschenkel.
Knie
Mässig gewinkelt.
Sprunggelenk
Mässig gewinkelt.
Hinterpfoten
Rund, gut aufgeknőchelt und klein (Katzenpfoten). Vorzugsweise mit schwarzen Krallen.

Gangwerk

Ein leichtes, harmonisches und regelmässiges Gangwerk.

Coat

Haar
Das Haar am Kőrper ist rauh, drahtig, hart, gerade und zerzaust aussehend, ungefähr 4-7 cm lang mit ausreichend Unterwolle. Lockiges oder wolliges Haar mit der Neigung zu verfilzen ist nicht erwűnscht. Das Haar am Kopf ist vorzugsweise von der gleichen drahtigen Struktur wie am Kőrper. Das Haar an den Wangen ist länger und bildet einen Backen- und Kinnbart und Augenbrauen. Die Augenbrauen dűrfen ein wenig űber die Augen fallen, wobei diese nicht bedeckt werden oder die Sicht beeinträchtigen. Die Beine sind mit Haaren von der gleichen Struktur wie am Kőrper bedeckt aber etwas kűrzer. Das Haar an den Beinen ist nach rűckwärts gerichtet, womit es eine leichte Befederung vortäscht; kein dichtes oder wolliges Haar darf die Läufe bedecken, welches die Umrisslinie verbergen kőnnte. Das Haar an der Rute ist űberall buschig.
Farbe
Einfarbig gelb in allen Schattierungen, vorzugsweise dunkles Strohgelb. Ohren, Backen-und Kinnbart sowie Augenbrauen dürfen dunkler sein als das Haar am übrigen Körper. Jede andere Farbe als Gelb in seinen verschiedenen Schattierungen ist unerwűnscht.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden ca. 37 - 42 cm, Hündinnen ca. 35 - 40 cm.
Gewicht
Das Gewicht schwankt zwischen 7-11 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde.
 Fehlender Rassetyp.
 Betrűgerische Veränderung des Hundes oder Beweis einer solchen Handlung durch die Benutzung von Mitteln oder Operationen.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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