Italienisches Windspiel

FCI-Standard Nº 200

Ursprung
Italien
Übersetzung
Frau Michèle Schneider, ergänzt und űberarbeitet, Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 10 Windhunde
Sektion
Sektion 3 Kurzhaarige Windhunde
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Montag 22 Oktober 1956
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Freitag 13 November 2015
Letzten Aktualisierung
Montag 24 Juni 2019
En français, cette race se dit
Petit lévrier italien
In English, this breed is said
Italian Sighthound
En español, esta raza se dice
Pequeño lebrel italiano
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Italiaans Windhondje
In seinem Herkunftsland heißt er

Piccolo Levriero Italiano

Verwendung

Rennhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Das kleine Italienische Windspiel stammt von den kleinwüchsigen Windhunden ab, die es bereits am Hofe der Pharaonen im alten Ägypten gab. Über Lakonien (Griechenland), wo es durch zahlreiche Abbildungen auf Vasen und Trinkschalen belegt ist, kam die Rasse ab dem fünften vorchristlichen Jahrhundert nach Italien. Seine grőβte Verbreitung fand es während der Renaissance an den Höfen des Adels. Nicht selten findet man das Italienische Windspiel auf den Gemälden der grőβten italienischen und ausländischen Meister abgebildet.

Allgemeines erscheinungsbild

Von schlanker Erscheinung, Rumpf von quadratischem Format. Obwohl von eher kleiner Grőβe, charakterisiert es komplett einen Miniatur Windhund; das Modell von Distinktion und Eleganz. Man kann es als Modell von Grazie und Vornehmheit bezeichnen.

Wichtige proportionen

Seine Länge entspricht der Widerristhöhe oder bleibt geringfügig darunter.
Die Länge des Oberkopfes entspricht der halben Kopflänge.
Die Kopflänge kann 40% der Widerristhöhe erreichen.

Verhalten / charakter (wesen)

Lebhaft, zärtlich, fügsam.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Von länglicher und schmaler Form.
Schädel
Flach mit parallelen Begrenzungslinien von Schädel und Nasenrücken. Die Schädellänge entspricht der halben Kopflänge, welcher etwas gerundete Seiten hat. Der Bereich unterhalb der Augen ist gut gemeiβelt. Die Kopfmuskulatur darf nicht zu kräftig sein. Auffällige Augenbrauenknochen. Nicht zu ausgeprägter Hinterhauptstachel. Nur wenig ausgeprägte Mittelfurche.  
Stop
Einbuchtung zwischen Stirn und Nase sehr wenig ausgeprägt.

Facial region

Nasenschwamm
Von dunkler Farbe, vorzugsweise schwarz, mit gut geöffneten Nasenlöchern.
Fang
Schmal zulaufend.
Lefzen
Dünn, gut am Kiefer anliegend, mit sehr dunkel pigmentierten Lefzenrändern.
Kiefer / Zähne
Kiefer länglich, mit kronenförmig ausgerichteten Schneidezähnen, kräftig im Verhältnis zur Grőβe des Hundes. Zähne gesund und vollzählig, senkrecht im Kiefer stehend; Scherengebiβ.
Wangen
Trocken.
Augen
Groβ, rundlich und ausdrucksvoll, nach vorne gerichtet plaziert, Augapfel weder tiefgebettet noch hervortretend. Iris von dunkler Farbe. Lidränder pigmentiert.
Ohren
Recht hoch angesetzt, klein, mit dünnen Knorpel, in sich selbst gefaltet und nach rückwärts auf Nacken oder oberer Halspartie getragen. Beim aufmerksamen Hund richtet sich das Ohr am Ansatz auf, und der Ohrlappen steht dachartig horizontal zur Seite, eine Position, die man gemeinhin als « Schmetterlingsohren » oder « Propellerohren » bezeichnet.

Hals

Der Nacken ist leicht gewőlbt und wird an der Basis zum Widerrist unterbrochen. Die Kehllinie ist etwas convex. Der Hals ist genauso lang wie der Kopf. Geformt wie ein Kegelstumpf, gut bemuskelt. Trockene Haut und ohne Wamme.

Körper

Allgemeinheit
Seine Länge entspricht der Widerristhöhe oder bleibt geringfügig darunter.
Obere Profillinie
Profil geradlinig mit leicht gewölbter Lendenregion. Die Wölbung der Lende setzt sich harmonisch in der Kruppe fort.
Widerrist
Ziemlich betont mit eng stehender oberer Schulter.
Rücken
Gerade, gut bemuskelt.
Kruppe
Stark abfallend, breit und muskulös.
Brust
Schmal, fest aber elegant modelliert mit leichter Rippenwőlbung. Tief, bis zu den Ellenbogen reichend.
Untere Profillinie und Bauch
Die ziemlich kurze Brustbeinwőlbung ist betont und steigt ohne Unterbrechung zum Bauch auf.

Rute

Tief angesetzt; sie ist selbst an der Wurzel dünn und verjüngt sich fortlaufend zur Rutenspitze hin. Sie wird tief und in der ersten Hälfte gerade getragen, dann krümmt sie sich. Ausgestreckt soll sie die Spitze der Hacken erreichen. Ihre Behaarung ist kurz.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Vorderläufe insgesamt gerade und senkrecht gestellt, trocken bemuskelt.
Schultern
Wenig geneigt, mit gut entwickelter, langer, schmaler und hervorstehender Bemuskelung.
Oberarm
Parallel zur Medianebene des Körpers und mit sehr offenem Winkel zwischen Schulterblatt und Oberarmbein. Der Oberarm ist etwas länger als das Schulterblatt.
Ellenbogen
Weder ein- noch ausgedreht.
Unterarm
Gerade. Feingliedriger Knochenbau, flach und schmal; vőllig senkrecht, sowohl von der Seite als auch von vorne gesehen. Gut auffällige Furche vom Vorderfuβgelenk bis zum Ellenbogen. Die Länge der Gliedmaβen zwischen Boden und Ellenbogen ist nur wenig mehr als die Länge zwischen Ellenbogen und Widerrist.
Vordermittelfuss
Trocken. Von der Seite betrachtet etwas geneigt.
Vorderpfoten
Fast ovalförmig, klein, mit gewölbten und gut aneinander liegenden Zehen. Nicht voluminőse Ballen, pigmentiert. Krallen schwarz oder dunkel, je nach Farbe des Haarkleides oder der Pfote, an der Weiβzulässig ist.

Hinterhand

Allgemeines
Gut gewinkelt. Insgesamt und von hinten betrachtet völlig senkrecht und parallel gestellt.
Oberschenkel
Lang, trocken, nicht massig, mit deutlicher Bemus- kelung.
Unterschenkel
Stark geneigt, mit feiner Muskulatur und deutlich sichtbarer Auskehlung. Sie sind ein wenig länger als die Oberschenkel.
Hintermittelfuss
Von hinten gesehen műssen sie parallel stehen.
Hinterpfoten
Weniger oval als die Vorderpfoten, mit gewölbten und gut aneinanderliegenden Zehen; nicht voluminőse Ballen und Krallen genau wie Vorderpfoten pigmentiert.

Gangwerk

Elastisch, harmonisch, etwas angehobener raumgreifender Trott, das heiβt, dass die Vorderbeine sich mit etwas hochgehobenen und gebogenen Vordermittelfűssen ausgreifend nach vorne bewegen műssen. Schneller Galopp mit losschnellendem Abstoβ.

Haut

Dünn und in allen Körperregionen gut anliegend, mit Ausnahme der Ellenbogen, wo sie etwas weniger straff ist.

Coat

Haar
Am ganzen Körper kurz, seidig und fein, keinerlei Spuren von Fransen.
Farbe
Einfarbig schwarz, grau, schiefergrau, und isabella (hell gelb/beige) in allen möglichen Nuancen. Weiβwird nur an Brust und Pfoten toleriert.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden und Hündinnen von 32 bis 38 cm.
Gewicht
Rüden und Hündinnen höchstens 5 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Beständig im Passgang.
 Kurzer steppender Gang.
 Gangwerk zu nahe am Boden mit kurzen Schritten.

Disqualifizierende fehler

 Aggressiv oder ängstlich.
 Stark divergierende oder konvergierende Begrenzungslinien von Schädel und Fang.
 Nasenschwamm ganz oder zu Hälfte depigmentiert.
 Nasenrücken konvex oder konkav gewölbt.
 Vor- oder Rückbiβ.
 Glasauge; vollständiger Pigmentmangel an den Lidrändern.
 Über dem Rücken getragene Rute; Schwanzlosigkeit oder Stummelschwänzigkeit, gleich ob angeboren oder erworben.
 Afterkrallen.
 Mehrfarbiges Haarkleid; Weiβan Stellen, die im Standard nicht ausdrücklich erwähnt sind.
 Grőβe unter 32 cm oder über 38 cm, sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen.
 Vorbiβ.
 Kryptorchidie; Einhoder.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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