Spanischer Wasserhund

FCI-Standard Nº 336

Ursprung
Spanien
Übersetzung
Frau Michèle Schneider / Offizielle Originalsprache (ES)
Gruppe
Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
Sektion
Sektion 3 Wasserhunde
Arbeitsprüfung
Arbeitsprüfung fakultativ
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Sonntag 30 Mai 1999
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 01 Oktober 2019
Letzten Aktualisierung
Freitag 11 Oktober 2019
En français, cette race se dit
Chien d'eau espagnol
In English, this breed is said
Spanish Water dog
En español, esta raza se dice
Perro de Agua Español
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Spaanse Water Hond

Verwendung

Hütehund, Jagdhund, Fischerhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Das Vorkommen dieses Hundes auf der Iberischen Halbinsel geht bis in früheste Zeiten zurück. Er hat die gleiche Abstammung wie der alte "Barbet". Die dichteste Population findet sich in Andalusien, wo er als Hütehund Verwendung findet und wo er seit Jahrhunderten unter dem Namen « Türkenhund » bekannt ist. Seine Eigenschaften, insbesondere seine Fellqualität, sind an den Wechsel von Nässe und Trockenheit der Sumpfregionen angepasst, was ihn als Hütehund und als Gehilfe der Jäger auf Wasserwild und der Fischer in solchen Gebieten besonders geeignet macht.

Allgemeines erscheinungsbild

Rustikaler, gut proportionierter Hund (von mittlerem Gewicht), langköpfig, von eher gestrecktem Körperbau, harmonischer Gestalt und anziehendem Aussehen, von athletischer Natur mit gut entwickelter Muskulatur, die er regelmässiger Arbeit verdankt. Sein Profil passt in ein Rechteck; Sehvermögen, Gehör und Geruchsinn sind gut entwickelt.

Wichtige proportionen

- Körperlänge / Grösse (Widerristhöhe) = 9/8.
- Tiefe der Brust / Grösse (Widerristhöhe) = 4/8.
- Fanglänge / Schädellänge = 2/3.

Verhalten / charakter (wesen)

Treu, gehorsam, freudig, arbeitswillig, wachsam und sehr ausgeglichen. Lernfähigkeit dank einer aussergewöhnlich guten Auffassungsgabe stark ausgeprägt; unter allen Bedingungen passt er sich jeder Situation an.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Stark, elegant getragen.
Schädel
Flach, Hinterhaupthöcker wenig ausgeprägt. Obere Begrenzungslinien von Schädel und Fang parallel. 
Stop
Sanft, wenig betont.

Facial region

Vorgesicht
Im Profil geradlinig.
Nasenschwamm
Nasenöffnungen gut ausgebildet. Nasenschwamm von gleicher Farbe oder ein wenig dunkler als der dunkelste Ton des Haarkleides.
Lefzen
Guter Lefzenschluss; deutlicher Lippenwinkel.
Kiefer / Zähne
Gut ausgebildet, weiss, mit gut entwickelten Fangzähnen.
Augen
Leicht schräg liegend, sehr ausdruckstark; die Farbe der Iris - haselnussbraun bis kastanienbraun - soll mit der Fellfarbe übereinstimmen. Die Bindehaut ist nicht sichtbar.
Ohren
Mittelhoch angesetzt; sie sind dreieckig und herabhängend.

Hals

Kurz, gut bemuskelt und ohne Wamme, mit den Schultern perfekt verbunden.

Körper

Allgemeinheit
Stämmig.
Obere Profillinie
Gerade.
Widerrist
Wenig betont.
Rücken
Gerade und kräftig.
Kruppe
Leicht geneigt.
Brust
Breit und tief; Rippen gut gewölbt; der grosse Durchmesser des Brustraumes weist auf ein beachtliches Atemvolumen hin.
Untere Profillinie und Bauch
Bauch leicht aufgezogen.

Rute

Mittelhoch angesetzt. Das Kupieren wird in Höhe des zweiten bis vierten Schwanzwirbels durchgeführt. Einige Exemplare zeigen einen angeborenen Stummelschwanz.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Stark und senkrecht.
Schultern
Gut bemuskelt, schräg liegend.
Oberarm
Kräftig.
Ellenbogen
Gut am Brustkasten anliegend und parallel.
Unterarm
Kräftig, gerade.
Vorderfusswurzelgelenk
Gerade, eher kurz.

Hinterhand

Allgemeines
Völlig senkrecht mit nicht zu ausgeprägten Winkelungen und mit Muskeln, die in der Lage sind, dem Körper beim Laufen einen sehr energischen Schub und den für leichte und elegante Sprünge notwendigen Schwung zu geben.
Oberschenkel
Lang und gut bemuskelt.
Unterschenkel
Gut entwickelt.
Hintermittelfuss
Kurz, trocken und senkrecht zum Boden stehend.
Sprunggelenk
Tief gestellt.

Pfoten

Rund mit eng aneinanderliegenden Zehen, Krallenfarbe variiert, widerstandsfähige Ballen.

Gangwerk

Die bevorzugte Gangart ist der Trab.

Haut

Die Haut ist geschmeidig, dünn und am Körper gut anliegend. Sie kann braun oder schwarz pigmentiert oder auch ohne Pigment sein - je nach Fellfarbe. Dasselbe gilt für die Schleimhäute.

Coat

Haar
Es ist immer gelockt und wollig in der Textur. Gelockt, wenn es kurz ist; wenn es lang ist, kann es Zotten bilden.
Geschorene Tiere sind zugelassen; die stets gleichmässige und vollständige Schur darf jedoch nie zu einer « ästhetischen » Aufmachung werden.
Die für Ausstellungen empfohlene maximale Haarlänge ist 12 cm (15 cm bei gestrecktem Haar) und die minimale Länge ist 3 cm, um die Qualität der Locken beurteilen zu können.
Die Welpen kommen immer mit gelocktem Haar zur Welt.
Farbe
• Einfarbig : weiss, schwarz und braun in den unterschiedlichen Nuancen.
• Zweifarbig : Weiss und schwarz oder weiss und braun in den unterschiedlichen Nuancen.
Dreifarbige, sowie schwarz-lohfarbene und haselnusslohfarbene Hunde sind nicht zulässig.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden von 44 bis 50 cm. Hündinnen von 40 bis 46 cm. Bei beiden Geschlechten ist eine maximale Abweichung von 2 cm zulässig, sofern die Gesamtproportionen des Hundes mit seiner Widerristhöhe harmonisieren.
Gewicht
Rüden von 18 bis 22 kg. Hündinnen von 14 bis 18 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Schwere fehler

 Rücken stark eingefallen.
 Nicht korrekt gestellte Läufe.
 Hängender oder übertrieben aufgezogener Bauch.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde.
 Rückbiss und Vorbiss.
 Vorhandensein von Afterkrallen.
 Glattes oder gewelltes Haar.
 Albinismus.
 Gesprenkeltes oder geflecktes Fell; schwarz-lohfarbene sowie haselnuss-lohfarbene Hunde.
 Unausgeglichenes Wesen.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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