Montenegrischer Gebirgslaufhund

FCI-Standard Nº 279

Ursprung
Republik Montenegro
Übersetzung
Frau Michèle Schneider
Gruppe
Gruppe 6 Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
Sektion
Sektion 1.2 Mittelgrosse Laufhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Dienstag 24 Juni 1969
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Freitag 19 Dezember 2014
Letzten Aktualisierung
Mittwoch 28 Januar 2015
En français, cette race se dit
Chien courant de montagne du Monténégro
In English, this breed is said
Montenegrin Mountain Hound
En español, esta raza se dice
Sabueso de montaña del Montenegro
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Montenegro berg Hound
In seinem Herkunftsland heißt er

Crnogorski Planinski Gonic

Verwendung

Laufhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Mit Sicherheit kann gesagt werden, dass diese Rasse denselben Ursprung wie die übrigen Laufhunde des Balkans hat. In der Vergangenheit wurde dieser Hund manchmal « Schwarzer Laufhund » genannt. Der erste Standard stammt von 1924. Von der FCI wurde diese Rasse am 8. Mai 1969 während der Versammlung in Warschau offiziell anerkannt (Standard Nr. 279).

Allgemeines erscheinungsbild

Mittelgrosser Hund, kräftig, flink.

Wichtige proportionen

Körperlänge (von der Schulterspitze bis zum Sitzbeinhöcker gemessen) und Brustumfang übertreffen die Widerristhöhe um etwa 10 %. Die Kopflänge entspricht 45 % der Widerristhöhe.

Verhalten / charakter (wesen)

Sehr ausgeglichen, führig, seinem Herrn gegenüber sehr anhänglich, zuverlässig.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Langköpfig; die oberen Linien von Schädel und Nasenrücken sind divergent.
Schädel
Länger als der Fang; im hinteren, oberen Bereich ist seine Breite geringer als die Entfernung zwischen Stop und Hinterhaupthöcker. In der Seitenansicht und von vorn gesehen ist er flach oder leicht gewölbt. Seine Breite nimmt vom höchsten Punkt des Schädels zum Stop hin ab. Die Stirnfurche ist ausgeprägt, der Hinter- haupthöcker ist dagegen weniger stark ausgebildet; die Augenbrauen- bogen sind gut entwickelt. 
Stop
Schwach betont.

Facial region

Nasenschwamm
Immer schwarz, gut entwickelt.
Fang
Er ist am Ansatz dick und breit und kürzer als der Schädel. Das gewünschte Verhältnis beträgt 7,5 : 10. Die Seitenlinien des Fangs sind konvergent.
Lefzen
Mittelstark entwickelt, anliegend; die Oberlefze reicht leicht über die untere; der Lefzenwinkel ist geschlossen; der Lefzenrand ist schwarz pigmentiert.
Nasenrücken
Der Nasenrücken ist gerade.
Kiefer / Zähne
Die Kiefer sind kräftig und zeigen ein gleichmässiges und vollständiges Scherengebiss. Zangengebiss erlaubt. Die Zähne sind gut entwickelt und regelmässig implantiert.
Wangen
Flach.
Augen
Oval, leicht schräggestellt, hell- bis dunkelbraun; der Lidrand ist schwarz pigmentiert.
Ohren
Hoch angesetzt, mittellang, dünn bis mitteldick, ohne Falten herabfallend und am Kopf anliegend; sein Ende ist von mehr oder weniger ausgeprägter ovaler Form.

Hals

Kräftig, schräg, zur Horizontalen bildet er einen Winkel von 45 bis 50°. Seine Länge entspricht etwa der des Kopfes. Er ist schlank, muskulös und ohne Wamme.

Körper

Allgemeinheit
Rechteckig; seine Länge übertrifft die Widerristhöhe um etwa 10 %.
Widerrist
Sehr ausgeprägt.
Rücken
Muskulös, breit, mässig lang.
Lenden
Muskulös, fest, mässig lang, gut in die Kruppe gefügt.
Kruppe
Leicht schräg (20 - 25° zur Horizontalen), kräftig, muskulös, breit.
Brust
Kräftig, tief, die Brusttiefe entspricht ungefähr 45 bis 50 % der Widerristhöhe und ihr Umfang übertrifft die Widerristhöhe um etwa 10 %.
Untere Profillinie und Bauch
Der Brustbeinfortsatz tritt hervor; der Bauch ist nur leicht aufgezogen.

Rute

Sie verlängert die Linienführung der Kruppe und verjüngt sich vom Ansatz bis zur Spitze hin allmählich; sie reicht bis zum Sprunggelenk; sie wird als Säbelrute unter der Rückenlinie getragen und ist reich behaart.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Kräftig, fest, muskulös, parallel.
Schultern
Schulterblatt muskulös, gut an den Brustkorb gefügt; seine Länge entspricht in etwa der des Kopfes; zur Horizontalen bildet es einen Winkel von 40 bis 45°.
Ellenbogen
Kräftig, gut am Körper anliegend; der Abstand Ellbogen - Boden entspricht 50 % der Widerristhöhe.
Unterarm
Gerade, kräftig, muskulös.
Vorderfusswurzelgelenk
Kräftig.
Vordermittelfuss
Kräftig, schlank, leicht schräg (bis zu 15° zur Vertikalen).

Hinterhand

Allgemeines
Kräftig, muskulös, parallel, starker Knochenbau.
Oberschenkel
Kräftig, bemuskelt, nicht hervortretend.
Unterschenkel
Seine Länge entspricht in etwa der des Oberschenkels; muskulös.
Knie
Kräftig, parallel zur Medianebene des Körpers; der Knie- gelenkswinkel liegt bei 120°.
Hintermittelfuss
Kräftig, nahezu senkrecht.
Sprunggelenk
Kräftig, ausgeprägt; sein Winkel liegt bei 135 - 140°.

Pfoten

Katzenpfote; kräftige, eng aneinander liegende und gut gewölbte Zehen; die Ballen sind widerstandsfähig, elastisch und von schwarzer Farbe; die Krallen sind immer schwarz.

Gangwerk

Gleichmässiger und elastischer Gang mit gutem Schub der hinteren Gliedmassen; die bevorzugte Gangart ist ein lebhafter, gleichförmiger Trab.

Haut

Elastisch, gut am Körper anliegend; sie ist dunkel pigmentiert.

Coat

Haar
Kurz dicht, rauh, von geringer Dicke, glänzend, gut anliegend, glatt. Die Unterwolle ist recht gut ausgeprägt.
Farbe
Die Grundfarbe ist schwarz mit roten Abzeichen über den Augen, am Fang und an den Unterseiten der Gliedmassen. Die roten Abzeichen über den Augen haben Haselnussgrösse, während sie sich an den Fangseiten höchstens bis zum Lippenwinkel erstrecken. Die Farbe der Abzeichen reicht von einem hellen Rot über Braunrot bis zu einem lebhaften Rot. Ein weisser Brustfleck wird toleriert, ist aber nicht erwünscht; sein Durchmesser darf 3 cm nicht überschreiten.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Sie reicht von 44 - 54 cm; die Idealgrösse für Rüden liegt zwischen 49 und 50 cm, für Hündinnen zwischen 48 und 49 cm.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Disqualifizierende fehler

 Furchtsamer oder aggressiver Hund.
 Rück- oder Vorbiss; Kreuzbiss.
 Fehlen eines Zahnes; das Fehlen von zwei ersten Prämolaren (PM1) wird toleriert.
 Augen von sehr heller Farbe, Birkauge, Augen unterschiedlicher Farbe; Entropium, Ektropium.
 Eingerollte, über dem Rücken oder seitwärts getragene Rute.
 Unerlaubte Farben.
 Jedes weisse Abzeichen mit Ausnahme des erlaubten.
 Grösse ober- oder unterhalb der im Standard beschriebenen.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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