Pudelpointer

FCI-Standard Nº 216

Ursprung
Deutschland
Gruppe
Gruppe 7 Vorstehhunde
Sektion
Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Freitag 13 November 1959
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 09 November 2004
Letzten Aktualisierung
Montag 06 Dezember 2004
En français, cette race se dit
Pudelpointer
In English, this breed is said
Pudelpointer
En español, esta raza se dice
Pudelpointer
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Pudelpointer

Verwendung

Vielseitig einsetzbarer Jagdgebrauchshund mit allen für die Rasse geforderten Anlagen, für alle Arbeiten in Feld, Wald und Wasser brauchbar.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Pudelpointer ist eine rauhhaarige Vorstehhunderasse, die genetisch auf die beiden Ursprungsrassen Pudel und Pointer zurückgeht und völlig isoliert von anderen Vorstehhunderassen entstanden ist. Obwohl der Pudel nur zur Gründung der Urstämme verwendet wurde, sind dessen jagdlichen Eigenschaften bis heute erhalten geblieben. In Verbindung mit den überragenden Eigenschaften des Pointers im Feld, der feinen und weit reagierenden Nase, der schnellen, raumgreifenden Suche und dem festen Vorstehen ist ein den jagdlichen Erfordernissen entsprechender vielseitiger, genetisch gesunder Jagdgebrauchshund entstanden. Im Ursprungsland wird auf den Gesundheitszustand des Pudelpointers großer Wert gelegt, wobei ein besonderes Augenmerk der Verhinderung der Hüftgelenkdysplasie (HD) sowie der Epilepsie gilt.

Allgemeines erscheinungsbild

Idealerweise zeigt das Gebäude den Typ eines Pointers schweren Schlages mit nicht zu langem braunem, dürrlaubfarbenem oder schwarzem Rauhhaar, das den ganzen Körper schützt.

Wichtige proportionen

• Die Rumpflänge verhält sich zur Schulterhöhe wie 10 zu 9.
• Die Länge des Schädels vom Hinterhauptstachel bis zum Stop entspricht der des Fanges vom Stop bis zum Nasenschwamm.

Verhalten / charakter (wesen)

Weder scheu noch aggressiv. Ruhiges, beherrschtes, ausgeglichenes Wesen mit ausgeprägtem Jagdtrieb ohne Wildscheue, nicht schussempfindlich.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Harmonisch lang und breit, der Größe und dem Geschlecht entsprechend.
Schädel
Flach, nur an den Seiten leicht gerundet, mässig breit, deutlich ausgebildete Augenbrauenbögen. 
Stop
Ausgeprägt.

Facial region

Nasenschwamm
Der Haarfarbe entsprechend kräftig pigmentiert. Gut geöffnete Nasenlöcher.
Fang
In harmonischem Verhältnis von Länge und Breite, weder schmal noch spitz zulaufend, gerader Nasenrücken.
Lefzen
Anliegend, nicht überhängend; keinesfalls Speichellefzen.
Kiefer / Zähne
Große Zähne; kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigem und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht mit Kiefer stehen. Mit 42 Zähnen gemäß der Zahnformel.
Augen
Seitlich stehend, groß, dunkelbernsteinfarben, mit lebhaftem Ausdruck. Am Augapfel fest anliegende, gut behaarte Augenlieder.
Ohren
Mittelgroß, hoch angesetzt, flach anliegend, nicht fleischig; gut behaart, die Spitze abgerundet.

Hals

Mittellang, kräftig bemuskelt, leicht gewölbte Nackenlinie, ohne Kehlwamme.

Körper

Obere Profil
Gerade.
Widerrist
Ausgeprägt.
Rücken
Kurz und gerade, stramm, kräftig bemuskelt.
Lenden
Kräftig bemuskelt.
Kruppe
Mittellang, leicht schräg abfallend; kräftig bemuskelt.
Brust
Breit, tief; Rippen gut gewölbt, aber nicht tonnenförmig.
Untere Profillinie und Bauch
In elegantem Bogen leicht nach hinten aufgezogen; schlank.

Rute

Der Übergang von der Kruppe verläuft gleichmässig in ungebrochener Linie. Rute gerade; sie sollte nicht steil aufrecht getragen werden. Rau behaart, ohne Fahne. Die Rute wird für den Jagdgebrauch zweckmäßig tierschutzkonform so kupiert, dass bei der Hündin bis zum unteren Rand der Schnalle reicht und beim Rüden die Hoden bedeckt. In Ländern, in denen der Gesetzgeber ein Rutenkupierverbot erlassen hat, kann die Rute naturbelassen bleiben. Sie sollte bis zum Sprunggelenk reichen und gerade oder leicht säbelförmig und leicht oberhalb der Rückenlinie getragen werden.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Von vorn betrachtet gerade und parallel; von der Seite betrachtet gerade, gut unter dem Körper stehende Läufe. Kräftige Knochen und Gelenke.
Schultern
Fest anliegende, gut bemuskelte Schulterblätter, Schulter und Oberarm bilden einen guten Winkel.
Oberarm
Lang, gut und trocken bemuskelt.
Ellenbogen
Gut unter dem Körper platziert, fest anliegend, weder einwärts noch auswärts gedreht.
Unterarm
Lang, gut bemuskelt, trocken und senkrecht stehend. Oberarm und Unterarm bilden einen guten Winkel.
Vorderfusswurzelgelenk
Kräftig.
Vordermittelfuss
Gering nach vorn gerichtet.
Vorderpfoten
Rund bis oval, geschlossen; Ballen derb und widerstandsfähig; Behaarung der Pfoten und Zehen nicht zu lang.

Hinterhand

Allgemeines
Hinterläufe von hinten betrachtet gerade und parallel, gut bemuskelt; kräftige Knochen.
Oberschenkel
Lang, breit gut bemuskelt.
Unterschenkel
Kräftig, sehnig, muskulös.
Knie
Kräftig. Ober- und Unterschenkel bilden einen guten Winkel.
Hintermittelfuss
Kurz, senkrecht stehend.
Sprunggelenk
Kräftig, sehr gut gewinkelt.
Hinterpfoten
Rund bis oval, geschlossen; Ballen derb und widerstandsfähig; Behaarung der Pfoten und Zehen nicht zu lang.

Gangwerk

Harmonisch; federnd, mit gutem Vortritt und Schub; raumgreifende Schritte, in Vorder- und Hinterhand gerade und parallel; dabei gut aufgerichtete Haltung.

Haut

Straff, anliegend; ohne Faltenbildung.

Coat

Haar
Geschlossenes, anliegendes; hartes, mittellanges Rauhhaar mit dichter Unterwolle. Länge des Deckhaares auf dem Widerrist 4 – 6 cm. Kopf mit Bart und hobelspanartiger Stirnlocke. Die Bauchbehaarung ist geschlossen und dicht. Die Behaarung soll durch ihre Härte und Dichte möglichst guten Schutz gegen Witterungseinflüsse und Verletzungen bieten.
Farbe
Einfarbig. Braun. Dürrlaubfarben. Schwarz. Kleine weiße Abzeichen sind zulässig.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Bei Rüden 60 bis 68 cm. Bei Hündinnen 55 bis 63 cm.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Senk- oder Karpfenrücken.
 Nach außen oder innen gedrehte Ellbogen.
 O-beinig, kuhhessig oder enghessig im Stand und/oder in der Bewegung.
 Steifer oder trippelnder Gang.
 Zu langes, zu dünnes Haar; fehlende Unterwolle.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder übermässig ängstliche Hunde.
 Wildscheue, Nervosität, Aggressivität; Angstbeißer.
 Jegliche Wesenschwäche; insbesondere fehlende Schussfestigkeit.
 Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss; Fangzahnengstand.
 Fehlende zähne außer P1.
 Entropium oder Ektropium jeglichen Grades.
 Wimpernlose obere Augenlider sowie unbehaarte Augenlider.
 Kurzhaarigkeit.
 Fehlender Bart.
 Jede andere Farbe oder andersfarbige Abzeichen als im Standard genannt.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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