Auvergne Vorstehund

FCI-Standard Nº 180

   
Ursprung
  Frankreich
Übersetzung
  Michele Chauliac
Gruppe
  Gruppe 7 Vorstehhunde
Sektion
  Sektion 1.1 Kontinentale Vorstehhunde, Typ « Braque »
Arbeitsprüfung
  Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
  Donnerstag 30 Juni 1955
Publikation des gültigen offiziellen Standards
  Mittwoch 24 März 2004
Letzten Aktualisierung
  Mittwoch 12 Mai 2004
En français, cette race se dit
Braque d'Auvergne
In English, this breed is said
Auvergne pointer
En español, esta raza se dice
Braco de Auvernia
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Auvergne Pointing Dog

Verwendung

Vorstehhund.
 

Kurzer geschichtlicher abriss

Sehr alte Rasse, in der Region Cantal seit mehr als zwei Jahrhunderte vertreten. Er stammt vom Ursprung aller Braquen, mit der Kooperation des Chevaliers de Malte, er ist das Ergebnis einer Selektion. Für Jäger kreiert, intensive Identität, die durch sein Haarkleid erhalten ist.

Allgemeines erscheinungsbild

Geradlinig, normal gebaut. Robust, kräftig gebaut, ohne plump zu sein, der charakteristische Braquetyp ist sehr ausgeprägt, durch seine harmonischen Proportionen wirkt er elegant, leicht, noch deutlicher durch sein Haarkleid. Er kann den ganzen Tag auf hartem Gelände durchhalten, sein Körperbau ermöglicht ihn in schneller Aktion, gepaart mit Leichtigkeit zu arbeiten.

Wichtige proportionen

• Die Körperlänge (von der Schulterspitze bis zum Sitzbein) ist ungefähr gleich wie die Widerristhöhe. Brusthöhe = Schulterhöhe x ½.
• Fanlänge etwas weniger oder gleich als die Schädellänge.

Verhalten / charakter (wesen)

Sanft, sehr schmusig, intelligent und fügsam. Seine Erziehung besteht darauf seine natürlichen Qualitäten zu entwickeln. Sein Geruchssinn ist sehr ausgeprägt. Für das Familienleben geeignet.

Kopf

Oberkopf

Schädel
  Leicht nach vorn divergierend (charakteristischer Braquetyp). Der Kopf ist lang im Verhältnis zur Größe, etwas leichter bei den Hündinnen. Von oben gesehen ähnelt er einem Oval. Hinterhauptstachel leicht betont. Die Breite auf Höhe des Jochbogen ist gleich die der Schädellänge. Augenbrauenwulst Gut betont. 
Stop
  Mittelmäßig betont.

Facial region

Nasenschwamm
  Immer schwarz, ziemlich kräftig, glänzend, gut geöffnete Nasenlöcher. Sein oberes Profil ist in der Verlängerung des Nasenrücken.
Fang
  Länge annähernd der Schädellänge. Gerade.
Lefzen
  Ziemlich kräftig. Die obere Lefze bedeckt die unter Lefze. Lefzenwinkel deutlich ohne viele Falten. Von vorne gesehen bilden die Lefzen am Ende des Fangs ein Viereck.
Kiefer / Zähne
  Kräftig, von gleicher Länge; Kräftige Zähne. Scherengebiss.
Augen
  Eher groß, oval, von dunkler Nussfarbe, gut in der Augenhöhle eingebettet, ergibt einen ausdrucksvollen Blick, ehrlich und sanft. Gut pigmentierte Augenlider, ohne sichtbare Nickhaut.
Ohren
  Ehr nach hinten angesetzt. In Ruhestellung ist der Ohransatz unter der Höhe einer Geraden zwischen dem oberen Profil des Nasenschwamm zum Auge. Bei Aufmerksamkeit ist der Ohransatz leicht erhöht bis auf diese Linie. Leicht gedreht nach innen, aber nie eingerollt oder flach, weich und von seidiger Struktur. Am Ende ist es mittelmäßig abgerundet. Nach vorne gezogen sollte es den Nasenschwammansatz erreichen ohne die Nasenschwammspitze au überragen.

Hals

Eher lang, gut in den Schultern eingefügt, leicht gebogen. Leichte Wamme. Der Hals ist fast gleich lang wie er Kopf.

Körper

Allgemeinheit
  hanches sans heurt.
Obere Profillinie
  Gut stramm, gerade.
Widerrist
  Betont.
Rücken
  Schmal, flach und kurz. Gräte nicht sichtbar.
Lenden
  Gut angesetzt, breit (mehr bei den Hündinnen), leicht gebogen.
Kruppe
  Schräg (35° zur oberen Linie), Hüftspitze sichtbar.
Brust
  Tief und herabreichend zum Ellenbogen. Im Querschnitt von ovaler Form, gleichmäßig, ohne Abbruch im hinteren Teil.
Untere Profillinie und Bauch
  Sanft erhöht zum Bauch, nicht windhundartig. Flanken breit, leichte Vertiefung, zu den Hüften ohne Abbruch.

Rute

Hoch angesetzt. Sie muß horizontal getragen werden. Konisch aber nicht zu dünn. Geschnitten hat sie eine Länge von 15 bis 20 cm. Nicht geschnitten darf sie die Fußwurzel nicht überragen.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
  In der Achse vom Körper. Im Lot.
Schultern
  Kräftig, gut bemuskelt, in der Aktion locker. Schräg, 45° zur Horizontalen.
Ellenbogen
  Gut in der Achse vom Körper.
Unterarm
  Kräftig und lang, muskulös und gerade.
Vorderfusswurzelgelenk
  Kräftig, nicht knotig.
Vordermittelfuss
  Kurz; vom Profil gesehen leicht schräg.

Hinterhand

Allgemeines
  In der Achse vom Körper. Gut gewinkelt, in der Bewegung parallel.
Oberschenkel
  Gut bemuskelt.
Hintermittelfuss
  Kurz und nie dünn.
Sprunggelenk
  Trocken und gut gezeichnet.

Pfoten

Ein bisschen länger als die so genannte "Katzenpfote", und ein bisschen kürzer als die so genannte "Hasenpfote". Nicht nach innen oder außen gedreht. Die Nägel sind kräftig und kurz; die Ballen sind hart und widerstandsfähig; die Zähen sind eng.

Gangwerk

Mittelmäßig raumgreifend, mit regelmäßigen Rhythmus welches seine notorische Ausdauer ergibt. Sein gewöhnliches Gangwerk bei der Jagd ist ein mittlerer Galopp, gleichmäßig und leicht schaukelnd.

Haut

Ziemlich fein, eher lose ohne Übertreibung.

Coat

Haar
  Kurz, nicht zu fein, nie hart, glänzend.
Farbe
  Schwarz mit weißer Scheckung mit unterschiedlicher Ausdehnung. Das Besondere dieser Scheckung lässt zwei Typen erkennen. Getüpfelt, oder gräulich; dieser Unterschied dient der Teilung von Hunden gleicher Qualität.
Der Kopf soll Schwarz sein, es wird eine weiße Blesse bevorzugt die sich am Kopf verlängert. Das Weiß dieser Blesse kann an den Seiten des Fangs ausufern. Ein weißes und getüpfeltes Ohr, oder eine Seite des Kopfes weiß und getüpfelt, können nicht als Fehler angesehen werden.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
  Widerristhöhe (Für Hündinnen und für Rüden wird + 2 cm und – 1 cm geduldet):
Rüden 57 – 63 cm (Ideale Größe : 60 cm).
Hündinnen 53 – 59 cm (Ideale Größe : 56 cm).

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.
 

Allgemeine Fehler

 Schädellinie und Fang parallel.
 Kopf zu beladen unter den Augen.
 Sichtbare Nickhaut.

Schwere fehler

 Schädel und Fanglinie konvergent (nach vorne).
 Fang nach innen oder außen gebogen.
 Zu hoch angesetzte Ohren, zu kurz, flach, korkenzieher-ähnlich.
 Hänge- oder flatternde Lefzen, zu kurz, Fang sich nach vorn verjüngend.
 Bauchregion zu eng.

Disqualifizierende fehler

 Aggressiv oder ängstlich.
 Mangel an Braquetyp.
 Vor- oder Rückbiss mit einem Spalt von mehr als 1 cm.
 Fehlen von PM1 ist geduldet.
 Ausschließend ist das Fehlen von zwei anderen Premolaren (PM2 – PM3) oder von allen anderen Zähnen, eingeschlossen PM4.
 Entropium oder Ektropium oder Spuren von Korrekturen.
 Afterkrallen oder Entfernungsspuren.
 Völlig schwarz oder weiß.
 Fehlen von Tüpfelung.
 Rötliche Abzeichen , oder Schattierung "verbranntes Brot" (Falb).
 Nasenschwamm mit überwiegender depigmentierter Farbe.
 Depigmentierte Lider.
 Gelbe Augen (sogenannte Greifvogelaugen).
 Andersfarbige Augen.
 Ausserhalb des Standard (erlaubte Toleranz : + 2 cm und – 1 cm).

Wichtige

Dieser geänderte Standard wird ab September 2004 in Kraft treten.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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