Beagle

FCI-Standard Nº 161

Ursprung
Grossbritannien
Übersetzung
Jochen H.Eberhardt, ergänzt und überarbeitet Christina Bailey / Offizielle originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion
Sektion 1.3 Kleine Laufhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Dienstag 26 April 1955
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Mittwoch 13 Oktober 2010
Letzten Aktualisierung
Mittwoch 09 März 2011
En français, cette race se dit
Beagle
In English, this breed is said
Beagle
En español, esta raza se dice
Beagle
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Beagle

Verwendung

Laufhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Man geht davon aus, dass der Beagle aus dem grösseren Fuchshound für die Jagd zu Fuss, vorzugsweise nach Hasen, herausgezüchtet wurde. Er wird noch immer im Rudel benutzt, sehr häufig organisiert von Vereinigungen, einschliesslich Akademien und Schulen. Ein geschäftiger, eifriger kleiner Hund, voller Begeisterung und Energie, immer bereit für jede Aktivität, bei der er dabei sein kann. Bei dieser Rasse hinterlässt alles den Eindruck von Athletentum und es gibt keinen besseren Anblick als ein Beagle Rudel in voller Verfolgung, ihre Köpfe nach unten auf der Fährte, ihre Ruten steif nach oben angeordnet, während sie sich auf die Jagd konzentrieren. Während der Herrschaft von König Henry VIII. und Königin Elizabeth I. gab es Rauhaar Beagles, einige waren klein genug, so dass man sie in der Jackentasche eines Jagdjacketts tragen konnte. Die Grösse hat über die Jahre zugenommen aber manchmal werden noch kleinere Versionen dieser Rasse geboren, man nennt sie‚ "Pocket Beagles".

Allgemeines erscheinungsbild

Ein robuster, kompakter Hund, vermittelt den Eindruck von Qualität ohne grob zu wirken.

Wichtige proportionen

Der Abstand zwischen Hinterhauptbein und Nasenschwamm sollte möglichst genau durch den Stop halbiert werden. Die Höhe bis zum Ellenbogen ist die Hälfte der Höhe bis zum Widerrist.

Verhalten / charakter (wesen)

Ein fröhlicher Hund, dessen wesentliche Bestimmung es ist zu jagen, vornehmlich Hasen, indem er der Fährte folgt, unerschrocken, äusserst lebhaft, mit Zähigkeit und Zielstrebigkeit. Aufgeweckt, intelligent und von ausgeglichenem Wesen. Liebenswürdig und aufgeweckt, ohne Anzeichen von Angriffslust oder Ängstlichkeit.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Von mässiger Länge, kraftvoll ohne grob zu sein, feiner bei der Hündin, ohne Runzeln oder Falten.
Schädel
Leicht gewölbt, mässig breit, mit sich leicht abzeichnendem Hinterhauptbein. 
Stop
Deutlich ausgeprägt, der die Distanz zwischen Hinterhauptbein und Nasenschwamm möglichst genau halbiert.

Facial region

Nasenschwamm
Breit, vorzugsweise schwarz, jedoch ist bei helleren Hunden eine abgeschwächte Pigmentierung statthaft; gut geöffnete Nasenlöcher.
Fang
Nicht spitz.
Lefzen
Angemessene Belefzung.
Kiefer / Zähne
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Augen
Dunkelbraun oder haselnussbraun, ziemlich gross, weder tiefliegend noch hervortretend, ziemlich weit voneinander eingesetzt mit sanftem, gewinnendem Ausdruck.
Ohren
Lang, unten abgerundet. Wenn nach vorne gezogen, fast bis zum Nasenspiegel reichend. Tief angesetzt, dünn, mit der Vorderkante anmutig an der Backe anliegend getragen.

Hals

Ausreichend lang, um dem Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Leicht gebogen, mit etwas Kehlhaut.

Körper

Allgemeinheit
Kurz in der Lende aber gut ausgeglichen.
Obere Profillinie
Gerade und waagrecht.
Lenden
Lenden kräftig und biegsam.
Brust
Brustkorb bis unter den Ellenbogen reichend.
Rippen
Rippen gut gewölbt und gut zurückreichend.
Untere Profillinie und Bauch
Nicht übermässig aufgezogen.

Rute

Stark, von mittlerer Länge. Hoch angesetzt, fröhlich getragen, aber nicht über den Rücken gerollt oder vom Ansatz nach vorne geneigt. Gut behaart, besonders an der Unterseite.

Gliedmassen

Vorderhand

Schultern
Schulterblatt gut zurückliegend, nicht überladen.
Ellenbogen
Fest, weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm
Vorderläufe gerade und senkrecht gut unter den Hund gestellt. Gute Substanz mit runden Knochen. Die Läufe werden zu den Pfoten hin nicht schmäler.
Vordermittelfuss
Kurz.
Vorderpfoten
Fest, Zehen eng aneinanderliegend; gut aufgeknöchelt mit kräftigen Ballen. Keine Hasenpfoten. Nägel kurz.

Hinterhand

Oberschenkel
Muskulös.
Knie
Gut gewinkelt.
Sprunggelenk
Fest, tief angesetzt, zueinander parallel.
Hinterpfoten
Fest, Zehen eng aneinanderliegend; gut aufgeknöchelt mit kräftigen Ballen. Keine Hasenpfoten. Nägel kurz.

Gangwerk

Rücken gerade, kräftig ohne Anzeichen von Rollen. Frei, ausgreifend, weiter Vortritt. Gerade, ohne die Läufe hoch anzuheben; deutlicher Schub aus der Hinterhand. Hinterhandbewegung sollte nicht eng sein, Vorhandbewegung nicht paddelnd oder kreuzend.

Coat

Haar
Kurz, dicht und wetterbeständig.
Farbe
Dreifarbig (schwarz, braun und weiss); (blau, weiss und braun); dachsfarbig gefleckt (Badger-pied); hasenfarbig gefleckt (Hare-pied); zitronengelb gefleckt (Lemon-pied); zitronengelb (lemon) und weiss; rot (red) und weiss; braun und weiss; schwarz und weiss; ganz weiss. Mit Ausnahme von ganz weiss können alle oben genannten Farben auch‚ Mottles’ (getüpfelt) sein. Keine anderen Farben sind zulässig. Die Rutenspitze ist weiss.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Wünschenswerte mindeste Widerristhöhe : 33 cm. Wünschenswerte höchste Widerristhöhe : 40 cm.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive und übermässig ängstliche Hunde.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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