Bretonischer Spaniel

FCI-Standard Nº 95

Ursprung
Frankreich
Übersetzung
Dr. J.-M. Paschoud und Frau R. Binder. Überarbeitet durch Frau Chauliac
Gruppe
Gruppe 7 Vorstehhunde
Sektion
Sektion 1.2 Kontinentale Vorstehhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Freitag 19 November 1954
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 25 März 2003
Letzten Aktualisierung
Mittwoch 18 Juni 2003
En français, cette race se dit
Epagneul breton
In English, this breed is said
Brittany Spaniel
En español, esta raza se dice
Spaniel bretón
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Bretonse spaniël

Verwendung

Vorstehhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Epagneul Breton stammt aus Frankreich, genauer aus dem Zentrum der Bretagne und ist heutzutage zahlenmässig die am häufigsten vorkommende Vorstehhundrasse Frankreichs. Wahrscheinlich ist dieser Hund einer der ältesten Vertreter der Vorstehhunde vom Typ „Spaniel“. Er wurde seit Beginn des 20. Jahrhunderts durch Zuchtauslese und verschiedene Kreuzungen veredelt. Ein erster Standardentwurf der Rasse wurde im Jahre 1907 in Nantes erstellt und am 7. Juni 1908 in Loudéac (früher Departement Côtes du Nord, heute Côtes d’Armor) anlässlich der ersten Generalversammlung des Klubs vorgestellt und genehmigt. Das war der erste Standard des „Klubs für den Epagneul breton mit natürlicher, kurzer Rute“.

Allgemeines erscheinungsbild

Er ist der kleinste Vorstehhund überhaupt. Der Epagneul Breton gehört in seinem Typus zu den kontinentalen Vorstehhunden mit kurzer Rute oder ohne Rute. Er ist harmonisch gebaut und sein Knochengerüst ist kräftig, ohne grob zu sein. Gesamthaft gesehen ist er kompakt, stämmig und kräftig, jedoch ohne Schwere und recht elegant. Sein Ausdruck ist lebhaft und aufgeweckt. Er zeigt den Typ eines kleinen quadratisch gebauten Hundes voller Energie, der seine kurzen Massverhältnisse im Verlaufe seiner Entwicklung beibehalten hat, so wie die Reformatoren der Rasse es gewünscht und festgehalten haben.

Wichtige proportionen

• Der Schädel ist im Verhältnis von 2:3 länger als der Fang.
• Der Kopf passt gesamthaft harmonisch zum Körper.
• Die Brusttiefe beträgt etwas weniger als die Hälfte der Widerristhöhe.
• Die vom Buggelenk zum Hüfthöcker gemessene Körperlänge entspricht der Widerristhöhe (der Hund lässt sich in ein Quadrat stellen).

Verhalten / charakter (wesen)

Dank seines ausgeglichenen Wesens und mit seinem umgänglichen Benehmen pass er sich allen Lebensbedingungen an. Sein Ausdruck ist aufmerksam und aufgeweckt. Als polyvalenter Vorstehhund ist er für jedes Wild und in allen Bodenverhältnissen verwendbar. Er ist von Jugend auf ein passionierter Jäger, der sich leicht abrichten lässt. Sein Geruchsinn ist hervorragend. Auf der Feldsuche arbeitet er beharrlich, aktiv und selbständig in einem grossen Aktionsradius, beim Vorstehen ist er voller Ausdauer und beim Zurückbringen der Beute sehr zuverlässig.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Gut gemeisselt. Die Haut ist straff anliegend.
Schädel
Von vorn und im Profil gesehen ist der Schädel leicht gerundet. Von oben gesehen sind die seitlichen Umrisslinien, des Schädels ganz leicht gewölbt. Die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang sind parallel. In Höhe der Jochbogen gemessen ist die Breite des Schädels geringer als seine Länge. Die nicht vorstehenden Augenbrauenbogen sind sanft gewölbt. Die mediane Stirnfurche und die Scheitelbeinleiste sind wenig, der Hinterhaupthöcker und die Jochbogen mittelmässig ausgeprägt. 
Stop
In sanfter Neigung.

Facial region

Nasenschwamm
Breit, feucht, mit gut geöffneten, weiten Nasenlöchern. Die Farbe soll zu der Farbe des Haarkleides passen, genau wie die Farbe der Augenränder und der Körperöffnungen.
Fang
Nasenrücken gerade. Die Seitenflächen des Fangs sind beinahe parallel.
Lefzen
Ohne Schlaffheit, nicht sehr voll, ziemlich dünn und straff anliegend. Die Oberlefze bedeckt ganz leicht die untere und führt in Form einer leicht gebogenen Linie zum wenig sichtbaren, gut gefügten Mundwinkel. Gesamthaft ohne Depigmentierung.
Kiefer / Zähne
Scherengebiss. Zähne vollzählig, gesund und fest verankert.
Wangen
Wenig vorstehend, mit fest anliegender Haut.
Augen
Leicht schräg eingesetzt. Ausdruck aufgeweckt, sanft und freimütig. Von leicht ovaler Form, nicht vorstehend, mit dünnen, gut anliegenden und vollständig pigmentierten Augenlidern. Die Farbe der Iris passt harmonisch zur Farbe des Haarkleides, vorzugsweise dunkel. Der Ausdruck der Augen zusammen mit der leicht angehobenen Basis des Behangs tragen zur Bildung des sogenannten klassischen „Breton Ausdruck“ bei.
Ohren
Hoch angesetzt, dreieckig, ziemlich breit, eher kurz (nach vorne gelegt reicht das Ohr bis zum Stop). Teilweise, besonders in seinem oberen Bereich, von gewelltem Haar bedeckt; der untere Teil des Ohrlappens ist kurz behaart. Immer sehr beweglich, wenn der Hund aufmerksam oder an der Arbeit ist.

Hals

Von mittlerer Länge und gut bemuskelt, in Form eines Kegelstumpfs, leicht gewölbt, aber nie vom Ansatz bis zum Nacken gebogen, gut von den Schultern abgesetzt, ohne Wamme.

Körper

Obere Profillinie
Bis zu den Lenden und zum Ansatz der Kruppe hin gerade.
Widerrist
Genügend beweglich, wenig vorstehend ohne fleischig verschwommen zu sein.
Rücken
Gerade, kurz und fest, straff mit der Lendengegend verbunden.
Lenden
Kurz, breit und bemuskelt.
Kruppe
Sehr leicht geneigt, breit und bemuskelt.
Brust
Bis zum Ellenbogen herabreichend, breit, mit ziemlich gewölbten Rippen ohne zylindrisch zu sein. Das Brustbein ist breit und gegen hinten wenig ansteigend. Die letzten Rippen sind lang und biegsam.
Untere Profillinie und Bauch
Abdomen leicht aufgezogen; Flanken wenig aufgezogen und gering entwickelt.

Rute

Hoch angesetzt, horizontal oder in leicht abfallender Linie getragen, oft heftig wedelnd, wenn der Hund aufmerksam oder an der Arbeit ist. Der Epagneul breton wird/kann mit einer Stummelrute oder rutenlos geboren.
Wenn die Rute kupiert ist, beträgt die ideale Länge 3 – 6 cm. Die Länge von 10 cm darf nicht überschritten werden.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Die Läufe stehen senkrecht. Die Gelenke sind biegsam und kräftig.
Schultern
Beweglich, lang (etwa 30 % der Widerristhöhe), mit dicker Muskulatur gut an der Thoraxwand anliegend. Ihre Neigung ist die eines Rennpferdes und beträgt zwischen 55 und 60° zur Horizontalen. Die beiden Schulterblattspitzen sind mit 5 cm Abstand nahe beieinander.
Oberarm
Breit, dick, mit vorstehenden Muskeln. Seine Länge übertrifft ganz leicht die des Schulterblattes. Der Schulterblatt / Oberarm-Winkel bewegt sich zwischen 115 und 120°.
Unterarm
Muskulös und nervig. Er ist etwas länger als der Oberarm. Er soll beinahe senkrecht stehen.
Vordermittelfuss
Kräftig und biegsam, leicht schräg. (der Winkel zur Vertikalen beträgt 10 bis 15°).
Vorderpfoten
Ziemlich rund, Zehen eng aneinanderliegend, Ballen fest, Krallen kurz.

Hinterhand

Allgemeines
Von hinten gesehen Hinterläufe senkrecht und parallel.
Oberschenkel
Breit mit dicken, sich plastisch, abzeichnenden Muskeln. Er steht schräg in einem Winkel von 70 bis 75° zur Horizontalen.
Unterschenkel
Sehr wenig länger als der Oberschenkel mit trocknen, vorstehenden Muskeln. In seinem oberen Bereich breit, sich gegen das Sprunggelenk hin allmählich verjüngend. Der Winkel zwischen Oberschenkel und Unterschenkel ist ungefähr 130°.
Hintermittelfuss
Kräftig; von der Seite gesehen fast senkrecht.
Sprunggelenk
Trocken, mit sichtbaren Sehnen.
Hinterpfoten
Länger, sonst gleich wie die Vorderpfoten.

Gangwerk

Die verschiedenen Gangarten sind fliessend, kraftvoll, regelmässig und lebhaft. Die Gliedmassen bewegen sich in einer Linie ohne übertriebene seitliche Schwingungen des Körpers und ohne rollende Bewegung, bei straff bleibender Rückenlinie. Im Gelände ist der Galopp die bevorzugte Gangart mit raschen, mässig raumgreifenden Trittfolgen. Die Hinterläufe werden nicht nach hinten geworfen (versammelter Galopp).

Haut

Dünn, anliegend und gut pigmentiert.

Coat

Haar
Auf dem Körper soll das Haar fein, nicht seidig, schlicht oder ganz leicht gewellt sein. Nie gekräuselt. Kurz am Kopf und auf den Vorderseiten der Gliedmassen. Die Hinterseiten der Gliedmassen sind reich befedert mit Fransen, die in Richtung des Vorder-und Hinterfusswurzelgelenkes progressiv kürzer werden und sogar weiter hinunter reichen.
Farbe
Weiss und Orange, Weiss und Schwarz, Weiss und Braun, mit mittelmässig überhandnehmender Scheckung in Form von unregelmässigen Platten. Auf dem Nasenrücken, den Lippen und den Gliedmassen Haarkleid gescheckt oder geschimmelt, manchmal getüpfelt. Bei dreifarbigen Hunden kommen lohfarbene Abzeichen (orange bis dunkel-falbfarben) dazu, welche auf dem Nasenrücken, an den Lippen oberhalb der Augen, an den Gliedmassen, auf der Vorbrust und oberhalb des Rutenansatzes lokalisiert sind.
Eine schmale, Blässe ist bei allen Haarkleidfarben erwünscht. Einfarbiges Haarkleid ist nicht zulässig.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden : Minimalgrösse : 48 cm, Toleranz - 1cm, Maximalgrösse : 51 cm, Toleranz +1cm.
Hündinnen : Minimalgrösse : 47 cm, Toleranz - 1cm, Maximalgrösse : 50 cm, Toleranz +1cm.
Idealgrösse : für Rüden : 49 – 50 cm, für Hündinnen : 48 – 49 cm.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Verhalten / Charakter: Ausweichender Blick, Scheuheit.
 Kopf: Obere Begrenzungslinien von Schädel und Fang sehr leicht divergent.
 Nasenschwamm: Sehr leicht fleckig depigmentiert.
 Schleim-haut der Nasenflügel innen depigmentiert.
 Fang: Zu wenig breit oder spitz zulaufend.
 Lefzen: Dick, zu stark oder zu wenig herabhängend.
 Übertrieben schlaff.
 Zähne: Zangengebiss.
 Schlecht eingesetzte Zähne.
 Augen: Vorstehend, mandelförmig oder rund.
 Behang: Zu tief angesetzt, schmal am Ansatz.
 Hals: Zu kurz, fleischig; leichte Wamme.
 Oberlinie: eingefallen oder gewölbt.
 Lenden: Lang, schmal, schwach.
 Kruppe: Zu schmal, stark abfallend.
 Bauch: Umfangreich, oder windhundartig aufgezogen.
 Flanken: Zu stark eingesunken, oft mit einer schwachen Lende kombiniert, zu wenig breit.
 Gliedmassen: Ungenügender Knochenbau.
 Ellenbogen nicht anliegend.
 Stellung zeheneng oder zehenweit.
 Pfoten: Gespreizt, zu lang, zu rund.
 Haar: Am ganzen Körper kurz.

Schwere fehler

 Verhalten / Charakter: Träges Temperament.
 Schädel: Zu stark vorstehende Jochbogen und Augenbrauenbogen.
 Stop: Stark ausgeprägt.
 Augen: Zu hell.
 Boshafter Blick (Raubvogelauge).
 Hals: Übertrieben lang.
 Ausgeprägte Wamme.
 Gangwerk: Bewegung gehemmt.

Disqualifizierende fehler

 Verhalten / Charakter: Jeder Charakterfehler wie bissige, gegen Artgenossen und Menschen, aggressive oder ängstliche Hunde.
 Mangel an Typ: Ungenügend ausgeprägte Rassenmerkmale, sodass der Hund in seiner Gesamterscheinung dem Rassetyp nicht mehr entspricht.
 Kopf: Eindeutige Konvergenz der oberen Begrenzungslinien.
 Augen: Sehr hell, verschiedenfarbig.
 Schielen.
 Entropium und Ektropium.
 Kiefer / Zähne: Vor- oder Rückbiss.
 Den PM1 (Prämolaren 1) und den M3 (Molaren 3) ist keine Bedeutung beizumessen.
 Das Fehlen von 2 PM2 (Prämolaren 2) oder von einem PM2 und einem PM3 kann geduldet werden.
 Das Fehlen von zwei benachbarten Zähnen (PM2 und PM3), sowie das Fehlen irgend eines anderen Zahnes sind ausschliessende Fehler.
 Afterkrallen: Sogar, wenn sie kaum entwickelt sind.
 Fehlerhafte Scheckung: Weisser Fleck am Behang; Augen umgeben von Weiss.
 Pigmentierung: Nasenschwamm und Augenlider ausgeprägt depigmentiert.
 Grösse: Ausserhalb der vom Standard festgesetzten Grenzwerte.
 Schwere morphologische Abweichung.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

 

Detaillierter Verlauf

Während die meisten in Frankreich geborenen Häftlinge stark unter der Konkurrenz ausländischer Rassen leiden, insbesondere der Briten, ist der Bretonische Spaniel eine Ausnahme. Der beliebteste Jagdhund in Frankreich, der Breton Spaniel ist auch eine unserer nationalen Rassen, die am besten exportiert wurde. Sein Erfolg war auch für einige empört. "Die Franzosen, die diese Rasse schaffen konnten, konnten ihre alten Rassen nicht aufrechterhalten. Es ist absurd! Wir lesen in der Feder eines Spezialisten. Tatsächlich haben viele französische Scharfschützenhunde überlebt, einige sogar geblüht, aber es ist wahr, dass unter ihnen die Dominanz des Bretonischen Spaniels unverschämt bleibt.

Ursprünglich gab es jedoch nichts, was diesen Hund von den zahlreichen und obskuren "Country" Spaniels unterscheiden würde, deren Naturforscher Buffon am Ende des 18. Jahrhunderts auf die bescheidene Größe hinwies. Im Herzen der Bretagne bildeten die Vorfahren des Bretonischen Spaniels eine ziemlich vielfältige Population, die an die der Spaniels von Großbritannien erinnert. Im Finistère zum Beispiel gab es einen kleinen Hund, mit einem dicken Mantel und einem runden Schädel, die "Choupille", die durch ihre Art zu jagen, das Spiel zu "stopfen", ihre "Schwärmerei" wie ihre kleine Größe, war nicht ohne den Cocker zu evozieren. In den Côtes du Nord war der Typ größer, aber kompakt, ähnlich wie der Springer, was ihn nicht daran hinderte, gute Vorkehrungen zum Anhalten zu treffen.

Es ist in "Pays Gallo" (Bretagne nicht "Breton", ungefähr Ille-et-Vilaine), dass die Epagneuls die Morphologie hatten, die derjenigen des französischen Spaniels am nächsten kam, während sie leichter war.

Die Qualitäten, die schließlich den Bretonischen Spaniel fördern würden, sind in erster Linie mit der natürlichen Umgebung verbunden, in der sich dieser Hund entwickelt hat. Seit undenklichen Zeiten die Bretagne, von der einige Gebiete besonders wild waren; War es nicht eine der letzten Zufluchtsstätten des Wolfes in Frankreich? ; wurde durch seinen Reichtum und seine Vielfältigkeit gekennzeichnet. In diesem Land des dichten Hains, der sich mit dem Unterholz und dem riesigen unbebauten Brachland, dem Unterschlupf vieler Wildarten und auch der Wahl der Waldschnepfe, die bei den Jägern so beliebt sind, abwechseln, ist es nicht verwunderlich, dass die vielen Fähigkeiten von der lokale Spaniel blühte.

Die Bretagne wurde natürlich ein beliebtes Jagdrevier, nicht nur für die Franzosen, sondern auch für einige Briten, die mit ihren Hunden dorthin kamen und sie sogar an Bord der Farmen ließen, je nach den seit 1901 geltenden Beschränkungen durch die Quarantäne . Es besteht kein Zweifel, dass die Anwesenheit dieser Springer, Spaniels oder Setter zu Kreuzungen mit einheimischen Hunden führte. Aber diese unfreiwilligen Allianzen sind nicht zu bereuen, weil einer von ihnen eine neue Rasse hervorbrachte, den Breton Spaniel.

Der Graf von Kermadec, einer der großen Spezialisten der Rasse, erzählt uns das Ereignis: "Zufälligerweise trug der Zufall dazu bei, die Verwirklichung der unternommenen Arbeit zu beschleunigen: Es gab ein zufälliges Bündnis mit der Garde der Viscount von Pontavice eines Breton Spaniel und eines englischen Setter eines verdrängten Modells; Wir behielten eine Familie mit kurzen Schwänzen, verstärktem Rahmen und Größe und schließlich voller Qualitäten. Diese Gruppe von Hunden hat durch ihren homogenen Typ eine Sensation hervorgerufen. Kurz darauf war ihr Erfolg bei den Prozessen der Beginn einer Popularität, die seither nie mehr bestritten wurde. Diese Linie, so wird angenommen, ist die Grundlage des heutigen Bretonen Spaniel, aber es ist wahrscheinlich, dass andere Züchter diese Art der Kreuzung wiederholten, deren Ergebnisse so vielversprechend schienen. Der Bretonische Spaniel, offiziell um 1900 anerkannt, erscheint zu einer Zeit, als auf dem Gebiet der Haustiere der Begriff der Rasse relativ neu ist und manchmal noch den der regionalen Vielfalt umfasst. Der Wunsch, lokale Ressourcen zu schätzen, hilft den einflussreichsten Persönlichkeiten unserer Provinzen, den Namen eines Hundetyps nach seinem Terroir immer noch oft missbräuchlich oder restriktiv zu wählen.

Im Falle des Bretonischen Spaniels ist diese Entscheidung jedoch völlig gerechtfertigt, denn dieser Hund stammt aus einem Land mit starken Traditionen, gut verwurzelten Partikularismen. Seine allgemeine Anpassung sowie sein Temperament umfassen viele typische Merkmale Breton; klein in der Größe, aber hart zur Aufgabe, ist es kompakt und ratcheted, ohne einen schweren Rahmen zu haben. Bekannt für diese Qualitäten, verdankt der Breton Spaniel sein Glück seiner Originalität. Dieser Hund ist größer als ein Cocker, also vielseitiger und vor allem hat er den Vorteil gegenüber größeren Spaniels das Spiel zu stoppen. Indem er sich trotz der britischen Blutversorgung von anderen Rassen im Ärmelkanal unterscheidet, kann er sich erfolgreich der Konkurrenz stellen.

Der erste bretonische Spaniel; ein dreifarbiges Thema; wurde 1896 in Paris von MM ausgestellt. Combourg und Pontavice. Im Jahre 1904 stellte Herr Patin ein weißes und braunes Exemplar vor, und im folgenden Jahr stellte Herr Trentel seinen Hund Mirza aus. Im Jahr 1907 machte die von Dr. Gastel und M. du Pontavice in Paris vorgestellte Partie einen sehr großen Eindruck.

Der Erfolg des Rennens führte zur Umgruppierung seiner Anhänger, die sich 1907 in Loudéac unter der Präsidentschaft eines Anwalts formierten. Me Enaud, der "Club des Bretagne Spaniel mit einem kurzen Schwanz", war in der Tat der Eines der auffälligsten Merkmale der ersten Exemplare. Im selben Jahr wurde ein erster Standard von Breton Spaniel in Guingamp unter der Schirmherrschaft von Dr. Grand-Chavin geschrieben und von Dr. Megnin zu Me Enaud vorgestellt. Am 31. Mai wurde die neue Rasse von der Central Canine Society anerkannt. Ein Trikolore namens Boy, geboren am 1. Februar 1901 und im Besitz von M. du Pontavice, war der erste bretonische Spaniel, der im LOF aufgenommen wurde.

Der Breed Club wurde 1908 offiziell dem SCC angegliedert. Die sehr neue "Formel" des Bretonischen Spaniels wurde jedoch Gegenstand langer Versuche und Fehler, was zu vielen Anpassungen des Rassestandards führte. . So wurde 1923 auf Initiative des neuen Präsidenten, Mr. Lessard, der Begriff der natürlich kurzschwänzigen Rasse in dem Maße aufgegeben, als diese Besonderheit weit davon entfernt war, eine allgemeine Regel zu sein. Außerdem besitzen wenige Rassen es von Geburt an; es kommt am häufigsten vor, ob Bobtail, Schipperke oder Spaniel, ein Eingriff, der an sehr jungen Welpen durchgeführt wurde, um Anore (kein Schwanz) oder Brachyoures (kurzer Schwanz) zu machen.

Die Kontroversen über die Größe des Hundes wussten, sie, mehrere Episoden: 1912 versuchten die Partisanen von sehr geringer Größe (von 40 bis 45 cm) ihren Standpunkt zu behaupten, aber die Anhänger des Typs "Spaniel der Farne" "(Partisanen von einer Widerristhöhe zwischen 45 und 50 cm) trugen es; in den Jahren 1937 - 1938 spiegelte sich die Kontroverse wider und die Unter- und Obergrenze der Größe wurde definitiv auf 48 und 50 cm für die Männchen und 47 und 49 cm für die Weibchen festgelegt.

Die Eigenschaften des Kopfes weckten eine andere Debatte: Einige Amateure wollten, dass sie rund war mit kurzen Ohren und Fasen, während andere meinten, dass ihre Proportionen näher an denen des französischen Spaniels sein sollten. Schließlich wurde 1938 unter dem Einfluß von M. de Kermadec eine Zwischenlösung eingeführt: "Der Schädel sollte von mittlerer Länge sein, abgerundet, die Seitenwände markiert und abgerundet, der Anschlag mit Depression ziemlich empfindlich, obwohl abfallend weich. Das Ohr ist hoch, eher kurz und leicht gerundet."

Wir können also sagen, dass der Bretonische Spaniel in gewisser Weise eine "junge Rasse" ist, deren Entwicklung erst gegen Ende der 1930er Jahre wirksam wurde, eine Zeit, die überdies den Beginn von eine nationale Übertragung der Rasse. Schon 1923 stellt Paul Mégnin fest, dass der Bretonische Spaniel "sich in allen Regionen Frankreichs perfekt akklimatisiert und auf allen von Hecken durchschnittenen Flächen große Dienste leisten kann, wo das Wild selten ist und der Jäger ein Tier haben muss die Kantone sehr schnell schlagen ". Das Interesse für das Rennen spiegelt sich in einem sehr deutlichen Anstieg der Mitgliederzahl des Clubs wider, von fünfzig auf zweihundertfünfzig im Laufe der dreißiger Jahre. Ab 1930 trägt ein Teil des Pariser Clubs unter der Leitung von Mottet dazu bei, den Bretagne Spaniel im gesamten Hexagon bekannt zu machen.

Nach dem zweiten Weltkrieg wird die Fortsetzung des unwiderstehlichen Aufstiegs des bretonischen Spaniels in unserem Land durch die Zahl der Geburten bestätigt, die zum Beispiel auf 854 im Jahre 1935 geschätzt wurden, erreichte 1663 im Jahr 1949. Im Jahr 1956, ein letztes Der Standard des Rennens wird überarbeitet, da wir von nun an die weißen und schwarzen Kleider zulassen. Im selben Jahr wurde Gaston Pouchain zum Präsidenten des Clubs gewählt (er wurde später Präsident der Central Canine Society).

Der Bretonische Spaniel hat auch unsere Grenzen schnell überschritten. Seine Ankunft in Amerika in den dreißiger Jahren ist J. Pugibet zu verdanken, einem französischen Einwohner von Veracruz (Mexiko), der die Einfuhr mehrerer Exemplare zur Jagd in Yucatan übernahm. Ein anderer unserer Hobby-Landsleute in Mexiko, Louis Thébaud, wohnhaft in New Jersey, nahm Kontakt mit einem Französisch Kanadier, E. Chevrier, der in Winnipeg, Manitoba, mit der Absicht auf, die Rasse in Nordamerika zu pflanzen. Norden. Chevrier war in der Tat darauf spezialisiert, europäische Jagdhunde zu importieren, und er half dabei, das kleine Breton amerikanischen Jägern vorzustellen.

Im Jahr 1936 gründeten die ersten amerikanischen Fans des Bretagne Spaniel, die sie "Brittany" nannten, den Britanny Club of North America. Ein weiterer Club, der American Brittany Club, übernahm 1942 die Leitung und unterstrich damit den Erfolg von Breton Spaniel auf der anderen Seite des Atlantiks, wie uns Stanley Dangerfield in der International Encyclopedia of Dogs sagte: "Es ist geworden einer der beliebtesten amerikanischen Hunde. Die Amerikaner schätzen diesen Hund wegen seiner vielen Eigenschaften besonders. Es bringt ein "mehr" auf den Spaniels, die, ohne anzuhalten, notwendigerweise in einem begrenzten Radius innerhalb der Reichweite des Gewehrs arbeiten müssen. Darüber hinaus hindert es seine bescheidene Größe nicht daran, eine große Quest zu haben, die mit einer guten Geschwindigkeit ausgeführt wird, die nicht schlechter ist als die eines Setter oder eines Pointers.

In den Vereinigten Staaten beliebt, wurde der Brittany Spaniel auch in ganz Europa exportiert: in Belgien, der Schweiz, den Niederlanden, Italien, wie in Deutschland, Dänemark, Norwegen und Jugoslawien Begegnung auf Jagdgründen. Das Glück dieser jungen Rasse hat nicht aufgehört zu wachsen, auch unter den Engländern, die, nachdem sie es lange ignoriert haben, es endlich erhalten haben. Als Ergebnis ist dieser Hund mit mehreren Qualitäten und sehr vielseitigen Fähigkeiten die größte Errungenschaft unserer nationalen Hunde.

Der Breton Spaniel ist der sportlichste und schnellste der französischen Stopphunde, aber auch der kleinste Stopp, obwohl dieser Unterschied minimal ist. Mit seinen 15 Kilo ist er seinen Konkurrenten in den Feldversuchen, die meist etwas über 20 Kilo wiegen, nicht lächerlich. Konkurrenzthemen sind offensichtlich nur ein Bruchteil der Jagdhundepopulation, aber sie zeigen dennoch eine unvermeidliche Entwicklung: Jedes Kilogramm, jeder Zentimeter muss seinen Grund haben und die großen Vorlagen sind weg. Obwohl man sich in eine andere Kategorie entwickelt, kann man den Breton mit dem Springer vergleichen, der, von kaum größerem Umfang, derzeit einer der berühmtesten Jagdhunde ist.

Der Bretonische Spaniel fiel nicht in die Falle der Spezialisierung. Es ist ideal für einen Jäger, der nicht unbedingt die Mittel hat, ein ideales Thema für jede Phase der Jagd und jeder Art von Territorium zu haben. Die meisten professionellen Trainer halten es für den besten Hund, sich an die verschiedenen Gebiete in Frankreich anzupassen. Dieser König der Waldhahnjagd zögert nicht, sich zu schleichen, dank seiner geringen Größe, unter der dicksten Deckung auf der Suche nach der "Mordorée". Daher sein Ruf, ein perfekter Hund für die Hecke und den Wald zu sein, was einen Ausbilder aus Nordfrankreich nicht daran hindert, beim Bretonischen Spaniel zu schwören, die riesigen, feuchten Felder seiner Region zu durchqueren: Dieser Hund kompensiert seine geringsten physischen Mittel durch seine Intelligenz und seine Energie, gemäß einem Naturgesetz, das auf kleine Schablonen angewendet wird. Und in den Garrigues des Südens zeigt es eine gleiche Effizienz, denn sein Geruchssinn bleibt trotz der Hitze ausgezeichnet.

Wie alle Spaniels ist er im Wasser wohl und macht einen ehrenwerten Sumpfhund: Ein Teichschwanz wird ihn nicht abstoßen. Er wird jedoch im Nachteil sein, wenn er viel schwimmen muss. In Bezug auf den Bericht betont G. Pouchain, dass es "ein geborener Retriever ist, der in der Lage ist, alle Teile in jedem Terrain zu suchen und zurückzubringen". Trotz seiner geringen Größe kann es tatsächlich einen großen Kapuziner bringen. Es ist vergleichbar mit diesen kleinen Autos, die unter der Haube einen "Turbo" haben, mit prestigeträchtigen und starken Sportwagen sowohl im Wettbewerb als auch auf der Straße konkurrieren. Der "Turbo" des Bretonischen Spaniels ist sein Herz für das Buch, seinen Willen, seine Dynamik.

Der Breton Spaniel ist leicht zu trainieren. Einige haben ihm vorgeworfen, stur oder Cabochard zu sein, und es ist wahr, dass die Rasse sehr weit verbreitet und begehrt ist, findet man natürlich sehr ungleiche Themen; es ist das Lösegeld seiner Popularität. In diesem Zusammenhang werden wir darauf achten, einen Welpen mit seinen "Papieren" zu erwerben, in diesem Fall eine Geburtsurkunde, die seine Registrierung (vorläufig bis Bestätigung) dem Buch der französischen Herkunft bescheinigt. Während wir auf ein Jäger-Thema warten, werden wir auf die Erwähnung von "Trialern" und anderen Belohnungen oder Titeln von Arbeit achten, die in seiner Genealogie verzeichnet sind.

Das Missverständnis des Fahrers kann auch diese manchmal gegen den Breton-Spaniel formulierte Kritik erklären, wie ein berühmter Trainer sagte: "Es gibt keine Cabochards-Hunde, sondern nur missverstandene. In der Tat, dieser Hund, der weniger ist als die anderen, muss oft ähnliche Ergebnisse haben; von wo manchmal diese Persönlichkeit ein wenig freiwillig oder dieser Impuls, nervös mit der Blume der Haut.

Der Breton Spaniel ist ein bisschen, in der Gruppe der Stopp-Hunde, was war, unter den Radsport-Champions, ein Robic oder ein Hinault (zwei reine Bretonen!): Nicht die beeindruckendsten Athleten, aber "Gewinner" "Sie wissen, wie man mit den Zähnen knirscht, ihre Intelligenz ebenso wie ihre Beine nutzt, Taktikexperten. Die Taktik der Jagd hat der Bretonische Spaniel im Blut. Er zeigt einen bemerkenswerten Eigeninitiativgeist und versteht es, die Tricks des cleversten Spiels zu durchkreuzen. Das heißt, ein "gut geborenes" Subjekt hat kein Problem mit der Dressur. Man wird davon absehen, ihn zu ermuntern, sich auf die Haare zu stopfen, denn dann wäre er versucht, seinen Vorfahren die Becher nachzuahmen, die früher oft den Hasen laut führten.

Der Breton ist schnell, ein bisschen weniger als ein Setter, trotz seiner leicht ruckartigen Geschwindigkeit. Trotzdem gilt er als der schnellste französische Hund (der in diesem Bereich immer noch große Fortschritte gemacht hat, wie man an der Konkurrenz sehen kann: Französisch ist nicht mehr gleichbedeutend mit Eleganz). In den Meisterschaften treut er die ersten Plätze. Nur der deutsche Pointer und, in geringerem Maße, der Korthals Griffon können ihn hoch halten (denken Sie daran, dass kontinentale Rassen getrennt mit britischen Rassen konkurrieren).

Der Breton Spaniel verdankt seine Beliebtheit auch seinen Hundekündern. Es gab eine Zeit, als die überwiegende Mehrheit der Hunde aus der Jagd ausgewählt wurde, weil "echte" Hunde sehr seltene Luxustiere waren. So wurde der Bretonische Spaniel, wie der Cocker oder der Foxterrier, oft in einen Stadtbegleiter verwandelt. "0 arme Spaniels, gewöhnt an Buße in La Sevigne, traurig auf dem Pariser Bürgersteig, wo das Horn deiner Sohlen trocknet und spaltet, so Freund der Sümpfe und dunklen Gräben, die die kleine Eiche wachsen lassen. Mit ihrem unverwechselbaren Stil beklagte sich Colette bereits über die unglücklichen Jagdhunde, deren einzige tägliche Übung es manchmal ist, um einen Block herumzugehen.

Der kleine Breton ist der beste Begleiter des Stadtjägers: nicht sperrig, kostet wenig Futter und sein Kleid erfordert nur mäßige Pflege. Er ist ein geselliger Hund, kleiner Beller, ein großer Freund von Kindern, mit denen er sehr geduldig und darüber hinaus gehorsam ist. Natürlich ist es nicht ausschließlich für Jäger reserviert. Aber seine Liebe zur Natur und zur Natur, seine Vitalität werden ihn dazu bringen, sich bevorzugt von Meistern zu entscheiden, die Spaziergänge auf dem Land und in den Wäldern lieben und sich einen sportlichen, soliden und nicht snobistischen Begleiter wünschen.

Eine sehr legitime Sache ist die Nostalgie, die einen Traum davon macht, solch einen Hund zu erwerben, die Erinnerung an einen Onkel-Jäger, der seine Heldentaten erzählt, oder an das von Cousins-Farmern, deren Hund Sie mit einer überschwänglichen Zuneigung willkommen heißt. Aber wenn der bretonische Spaniel den Charme dieser einfachen und unvergesslichen Momente wiederherstellen kann, ist er dennoch ein großer Star: die erste Jagdrasse in Frankreich, die auch die fruchtbarsten ist, und c ist immer noch die beliebteste französische Rasse der Welt. Im Bereich des Wettbewerbs steht er, wenn nicht an erster Stelle, immer an der Spitze. Bei "Canine Olympics" wäre das ohne Zweifel unsere beste Medaillenchance.

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