Bullmastiff

FCI-Standard Nº 157

Ursprung
Grossbritannien
Übersetzung
Frau Diana Hermann (Club für Molosser e.V.), ergänzt und überarbeitet Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer Molossoide- Schweizer Sennenhunde
Sektion
Section 2 Type Molossoïdes
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Samstag 23 April 1955
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Donnerstag 10 August 2023
Letzten Aktualisierung
Montag 11 September 2023
En français, cette race se dit
Bullmastiff
In English, this breed is said
Bullmastiff
En español, esta raza se dice
Bullmastiff
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Bullmastiff

Verwendung

Wachhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Bullmastiff hat sich aus dem Old English Mastiff und der Bulldogge entwickelt. Zu alten Zeiten wurde er hauptsächlich als Wachhund benutzt, um den Wildhütern beim vertreiben von Wilddieben zu helfen. Der Bullmastiff ist intelligent und aufmerksam; er ist körperlich und geistig absolut zuverlässig und kann Situationen sehr schnell beurteilen. Sein Mut, seine Courage und Verteidigung von Eindringlingen ist legendär.

Allgemeines erscheinungsbild

Kraftvoll, symmetrisch, zeigt grosse Stärke ohne dabei schwerfällig zu sein. Er ist solide und aktiv.

Verhalten / charakter (wesen)

Kraftvoll, ausdauernd, aktiv und verlässlich. Sehr lebhaft, wachsam und treu.

Kopf

Oberkopf

Schädel
Der Schädel ist von allen Seiten betrachtet gross und quadratisch; zeigt leichte Stirnfalten, sofern sein Interesse geweckt wird. Diese Falten sind in Ruhestellung jedoch nicht sichtbar. Breit und tief. 
Stop
Betonter Stop.

Facial region

Nasenschwamm
Gut geöffnete Nasenlöcher. Die Nase ist breit mit weit ausgebreiteten Nasenlöchern; flach, im Profil nicht zugespitzt oder aufgerichtet.
Fang
Der Fang ist kurz; die Distanz von Nasenspitze bis Stop beträgt ungefähr ein Drittel der Gesamtlänge von Nasenspitze bis Hinterhauptstachel. Der Fang ist unter den Augen breit und behält in etwa die gleiche Breite bis zur Nase bei. Er ist stumpf und quadratisch geschnitten, bildet mit der oberen Fanglinie einen rechten Winkel und ist im richtigen Verhältnis zum Schädel.
Lefzen
Die Lefzen sind nicht hängend, sie dürfen niemals tiefer als bis zur Unterkante des Unterkiefers reichen.
Kiefer / Zähne
Der Unterkiefer ist bis zum Ende breit. Regelmässige Zähne (Zangengebiss von Kante zu Kante) erwünscht, geringer Vorbiss gestattet, jedoch soll dieser nicht bevorzugt werden. Die Fangzähne sind gross und weit auseinanderstehend, die übrigen Zähne sind kräftig, gleichmässig und gut im Kiefer gebettet.
Wangen
Gut ausgefüllte Backen.
Augen
Dunkel oder haselnussbraun, sie sind mittelgross, soweit von einander eingesetzt wie der Fang breit ist, dazwischen die Mittelfurche. Helle oder gelbe Augen höchst unerwünscht.
Ohren
V-förmig, nach vorne gefaltet, weit und hoch, in einer Höhe mit dem Hinterhauptbein angesetzt und geben damit dem Schädel ein quadratisches Aussehen; dies ist von grösster Bedeutung. Sie sind klein und ihre Farbe ist dunkler als die des Haarkleides am Körper. Die Ohrspitzen befinden sich mit den Augen in einer Höhe, sofern die Aufmerksamkeit eines Bullmastiff erregt wird. Rosenohren sind höchst unerwünscht.

Hals

Gut gebogen, mässig lang, sehr muskulös und im Umfang fast dem Kopfumfang gleich.

Körper

Rücken
Der Rücken ist kurz und gerade, dies bewirkt eine gedrungene Gestalt. Der Rücken darf jedoch nie so kurz sein, dass er die Beweglichkeit des Bullmastiffs beeinträchtigt. Karpfen- oder Senkrücken höchst unerwünscht.
Lenden
Lendenpartie breit und muskulös, mit entsprechender Flankentiefe.
Brust
Die Brust ist breit und tief, sie reicht tief zwischen den Vorderläufen hinab, mit tiefreichendem Brustbein.

Rute

Hoch angesetzt, Rutenansatz kräftig, sich zur Spitze hin verjüngend reicht sie bis zu den Sprunggelenken. Sie wird gerade oder gebogen getragen, aber niemals senkrecht nach oben, wie bei einem Laufhund. Pumpenschwengelrute höchst unerwünscht.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Die Vorderläufe stehen weit auseinander und sind gerade.
Schultern
Schultern muskulös, schräg und kraftvoll, jedoch nicht überladen.
Unterarm
Die Vorderläufe sind kräftig und gerade, mit guter Knochenstärke.
Vordermittelfuss
Vordermittelfuss gerade und stark.

Hinterhand

Allgemeines
Hinterläufe stark und muskulös.
Unterschenkel
Unterschenkel gut entwickelt. Sie zeugen von Kraft und Beweglichkeit, ohne schwerfällig zu sein.
Sprunggelenk
Die Sprunggelenke sind mässig gewinkelt. Kuhhessigkeit ist höchst unerwünscht.

Pfoten

Gut aufgeknöchelt, wie Katzenpfoten, mit gerundeten Zehen. Harte Ballen. Dunkle Nägel erwünscht. Gespreizte Pfoten höchst unerwünscht.

Gangwerk

Die Bewegung weist auf Kraft und Zweckmässigkeit hin. Bei geradeaus gerichteter Bewegung sollen weder die Vorder- noch die Hinterläufe kreuzen oder „stricken“; der rechte Vorderlauf und der linke Hinterlauf sollen gleichzeitig gehoben und gesenkt werden. Ein fester Rücken, der durch den kraftvollen Schub der Hinterläufe nicht nachteilig beeinflusst wird, gewährleistet einen ausgeglichenen und harmonischen Bewegungsablauf.

Coat

Haar
Kurz und hart, wetterbeständig und liegt glatt am Körper an. Langes, seidiges oder wolliges Haarkleid ist höchst unerwünscht.
Farbe
Jegliche Schattierung von gestromt, rehbraun oder rot. Die Farbe muss makellos und klar sein. Ein kleines weisses Abzeichen an der Brust ist erlaubt. Andere weisse Abzeichen sind unerwünscht. Ein schwarzer Fang, der zu den Augen hin heller wird, ist unentbehrlich, dunkle Augenumrandungen unterstreichen den Ausdruck.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden 64 bis 69 cm, Hündinnen 61 bis 66 cm.
Gewicht
Rüden 50 bis 59 kg, Hündinnen 41 bis 50 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Aggressive oder übermässig ängstliche Hunde.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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