Dobermann

FCI-Standard Nº 143

Ursprung
Deutschland
Gruppe
Gruppe 2 : Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion
Sektion 1 : Pinscher und Schnauzer
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Samstag 01 Januar 1955
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Freitag 13 November 2015
Letzten Aktualisierung
Donnerstag 17 Dezember 2015
En français, cette race se dit
Dobermann
In English, this breed is said
Dobermann
En español, esta raza se dice
Dobermann
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Dobermann

Verwendung

Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Die Dobermannrasse führt als einzige deutsche Rasse den Namen ihres ersten bekannten Züchters Friedrich Louis Dobermann (2.1.1834 - 9.6.1894).
Nach der Überlieferung war er Steuereintreiber, Abdeckereiverwalter und nebenbei städtischer Hundefänger, mit dem gesetzlichen Recht alle freiumherlaufenden Hunde einzufangen. Zur Zucht paarte er aus diesem Reservoir besonders scharfe Hunde. Die bedeutendste Rolle bei der Bildung der Dobermannrasse spielten sicherlich die sogenannten „Fleischerhunde“ die unter den damaligen Verhältnissen schon als eine relativ durchgezüchtete „Rasse“ angesehen werden konnten. Diese Hunde waren eine Art Vorläufer der heutigen Rottweiler vermischt mit einer Art Schäferhund, der in Thüringen in schwarz mit rostroten Abzeichen vorhanden war. Mit der hier aufgezählten Mischung von Hunden hat Dobermann in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts gezüchtet. Er erhielt dadurch „seine Rasse“, d.h. Gebrauchshunde, die nicht allein wachsam sondern auch „mannfeste Hof- und Haushunde“ waren. Sie wurden viel als Hüte- und Polizeihunde eingesetzt. Die zahlreiche Verwendung im Polizeidienst führte damals zu dem Beinamen „Gendarmenhunde“. Bei der Jagd wurden sie überwiegend zur Bekämpfung des Raubwildes benutzt.
Unter den hier geschilderten Voraussetzungen war es fast zwangsläufig, dass der Dobermann schon zu Beginn dieses Jahrhunderts als Polizeihund offiziell anerkannt wurde. Die Dobermannzucht erstrebt einen mittelgroßen, kräftigen und muskulös gebauten Hund, der trotz aller Substanz in der Linienführung des Körpers Eleganz und Adel erkennen lässt.
Er soll sich als Begleit-, Schutz- und Gebrauchshund sowie als Familienhund in besonderem Masse eignen.

Allgemeines erscheinungsbild

Der Dobermann ist mittelgroß, kräftig und muskulös gebaut. Durch die elegante Linienführung seines Körpers, die stolze Haltung, das temperamentvolle Wesen und den Ausdruck von Entschlossenheit, entspricht er dem Idealbild eines Hundes.

Wichtige proportionen

Das Gebäude des Dobermanns erscheint fast quadratisch, dies gilt besonders für die Rüden. Die Rumpflänge (Brustbein bis Sitzbeinhöcker) soll die Widerristhöhe bei Rüden um nicht mehr als 5% und bei den Hündinnen um nicht mehr als 10% überschreiten.

Verhalten / charakter (wesen)

Die Grundstimmung des Dobermanns ist freundlich friedlich, in der Familie sehr anhänglich und kinderliebend. Gefordert werden ein mittleres Temperament und eine mittlere Schärfe. Weiterhin wird eine mittlere Reizschwelle gefordert. Bei einer guten Führigkeit und Arbeitsfreude des Dobermanns ist auf Leistungsfähigkeit, Mut und Härte zu achten. Bei angepasster Aufmerksamkeit gegenüber der Umwelt ist auf Selbstsicherheit und Unerschrockenheit besonders Wert zu legen.

Kopf

Oberkopf

Schädel
Kräftig, zum Gebäude passend. Von oben gesehen entspricht der Kopf einem stumpfen Keil. Die Querlinie des Scheitels soll von vorne gesehen annähernd waagrecht verlaufen, also nicht zu den Ohren abfallen.
Die fast gerade in Fortsetzung zum Nasenrücken verlaufende Scheitelbeinlinie fällt zum Nacken in leichter Rundung ab. Die Augenbrauenbögen sind gut entwickelt, ohne hervorzutreten. Die Stirnfurche ist noch sichtbar. Das Hinterhauptbein soll nicht auffällig sein.
Von vorn und oben betrachtet dürfen die Seitenflächen des Kopfes nicht ausladend (backig) wirken. Die seitliche leichte Wölbung des Oberkiefers und der Jochbeine müssen in Harmonie zur Gesamtlänge des Kopfes stehen. Die Muskeln des Kopfes sind kräftig entwickelt . 
Stop
Der Stirnabsatz ist gering, aber deutlich erkennbar ausgebildet.

Facial region

Nasenschwamm
Nasenkuppe gut ausgebildet, mehr breit als rund und mit großen Öffnungen, ohne insgesamt hervorzutreten. Bei schwarzen Hunden ist sie schwarz, bei braunen entsprechend mit einer helleren Tönung angepasst.
Fang
Der Fang muss im richtigen Verhältnis zum Oberkopf stehen und kräftig entwickelt sein. Der Fang ist tief, die Mundspalte soll weit bis zu den Molaren reichen. Eine gute Fangbreite muß auch im Bereich der oberen und unteren Schneidezähne vorhanden sein.
Lefzen
Sie sollen fest und glatt an den Kiefern liegen und einen straffen Verschluss der Mundspalte gewährleisten. Dunkle Pigmentierung, bei braun etwas hellere Tönung.
Kiefer / Zähne
Kräftiger, breiter Ober- und Unterkiefer. Scherengebiss, 42 Zähne entsprechend dem Zahnschema, normale Größe.
Augen
Sie sind mittelgroß, oval und von dunkler Farbe. Bei braunen Hunden ist eine etwas hellere Tönung erlaubt. Gut anliegende Augenlider. Lidrand behaart.
Ohren
Das hoch angesetzte Ohr wird aufrecht getragen und ist auf eine im Verhältnis zum Kopf passende Länge geschnitten. Soweit in einem Land Kupierverbot besteht, wird gleichrangig das unkupierte Ohr anerkannt. (Gewünscht mittelgroß und mit dem vorderen Rand glatt an den Wangen anliegend).

Hals

Im Verhältnis zum Körper und Kopf von guter Länge. Er ist trocken und muskulös. Die Linienführung ist aufsteigend und gefällig gebogen. Seine Haltung ist aufrecht und zeigt viel Adel.

Körper

Widerrist
Er soll besonders bei den Rüden in Höhe und Länge hervortreten und dadurch der Rückenlinie den von der Kruppe her ansteigenden Verlauf bestimmen.
Rücken
Kurz und fest, von guter Breite und gut bemuskelt.
Lenden
Von guter Breite und gut bemuskelt. Die Hündin kann in der Lendenpartie etwas länger sein, da sie für das Gesäuge Platz benötigt.
Kruppe
Sie soll vom Kreuzbein in Richtung Rutenansatz gering, also kaum wahrnehmbar abfallen; wirkt somit gut abgerundet, ist weder gerade noch auffällig abfallend. Gute Breite mit starker Muskulatur.
Brust
Die Brustlänge und –tiefe muß im richtigen Verhältnis zur Rumpflänge stehen, dabei soll die Tiefe mit leicht gewölbten Rippen annähernd die Hälfte der Widerristhöhe erreichen. Die Brust ist von guter Breite und nach vorn besonders ausgeprägt (Vorbrust).
Untere Profillinie und Bauch
Vom Ende des Brustbeins zum Becken ist die Bauchdecke deutlich aufgezogen.

Rute

Sie ist hoch angesetzt und kurz kupiert, wobei zwei Rutenwinkel sichtbar erhalten bleiben. In Ländern, in denen der Gesetzgeber ein Rutenkupierverbot erlassen hat, kann die Rute naturbelassen bleiben.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Die Vorderläufe stehen von allen Seiten gesehen fast gerade, d.h. senkrecht zum Boden und sind kräftig ausgebildet.
Schultern
Das Schulterblatt liegt fest dem Brustkorb an, ist beiderseits der Schulterblattgräte gut bemuskelt und überragt oben die Dornfortsätze der Brustwinkel. Möglichst schräg und gut zurückgelagert, beträgt der Winkel zur Waagerechten ca. 50°.
Oberarm
Gute Länge mit guter Bemuskelung, Winkel zum Schulterblatt etwa 105° - 110°.
Ellenbogen
Gut anliegend, nicht ausdrehend.
Unterarm
Kräftig und gerade, gute Bemuskelung. Länge in Harmonie zum Gesamtkörper.
Vorderfusswurzelgelenk
Kräftig.
Vordermittelfuss
Knochen kräftig, von vorn gesehen gerade, von der Seite nur angedeutete Schrägstellung (höchstens 10°).
Vorderpfoten
Die Pfoten sind kurz und geschlossen. Die Zehen sind nach oben gewölbt (Katzenpfoten); Nägel kurz, schwarz.

Hinterhand

Allgemeines
Von hinten betrachtet wirkt der Dobermann auf Grund seiner ausgeprägten Beckenmuskulatur in Hüfte und Kruppe breit und abgerundet. Die vom Becken zum Ober- und Unterschenkel verlaufenden Muskeln ergeben eine gute Breitenentwicklung auch im Oberschenkelbereich, in der Kniegegend und am Unterschenkel. Die kräftigen Hinterläufe sind gerade und stehen parallel.
Oberschenkel
Gute Länge und Breite mit starker Bemuskelung. Gute Winkelung am Hüftgelenk. Winkelung zur Horizontalen etwa 80° - 85°.
Unterschenkel
Mittellang, in Harmonie zur Gesamtlänge der Hinterhand.
Knie
Das Kniegelenk ist kräftig und wird vom Ober- und Unterschenkel sowie der Kniescheibe gebildet. Der Kniewinkel beträgt etwa 130°.
Hintermittelfuss
Er ist kurz und steht senkrecht zum Boden.
Sprunggelenk
Mittelkräftig, parallel. Die Unterschenkelknochen verbinden sich im Sprunggelenk mit dem Mittelfußknochen (Winkel ca.140°).
Hinterpfoten
Wie die Vorderpfoten sind auch die Zehen der hinteren Gliedmassen kurz, gewölbt und geschlossen. Nägel kurz, Schwarz.

Gangwerk

Das Gangwerk ist sowohl für die Leistungsfähigkeit, als auch für das Exterieur von besonderer Bedeutung. Der Gang ist elastisch, elegant, wendig, frei und raumgreifend.
Die Vorderläufe schwingen möglichst weit vor. Die Hinterhand gibt weitausgreifend und federnd die erforderliche Schubkraft.
Der Vorderlauf der einen und der Hinterlauf der anderen Seite werden zugleich nach vorne geführt. Gute Festigkeit des Rückens, der Bänder und Gelenke.

Haut

Die Haut liegt überall straff an und ist gut pigmentiert

Coat

Haar
Das Haar ist kurz, hart und dicht. Es liegt fest und glatt an und ist gleichmässig über die ganze Oberfläche verteilt. Unterwolle ist nicht statthaft.
Farbe
Die Farbe ist schwarz oder braun mit rostrotem, scharf abgegrenztem und sauberem Brand. Der Brand befindet sich am Fang, als Fleck auf den Backen und oberhalb der Augenbrauenbögen, an der Kehle, zwei Flecken auf der Brust, an den Mittelfüssen und Pfoten, an den Innenseiten der Hinterschenkel, am After und Sitzbeinhöcker.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden : 68 – 72 cm. Hündinnen : 63 – 68 cm. Jeweils Mittelgrösse erwünscht.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Allgemeines Erscheinungsbild: Mangelndes Geschlechts- gepräge; Wenig Substanz, zu leicht, zu schwer, hochgestellt, schwache Knochen.
 Kopf: Zu Kräftig; zu schmal, zu kurz, zu lang, zu viel/zu wenig Stop, Ramsnase, stark abfallende Scheitelbeinlinie, schwach ausgebildeter Unterkiefer, rundes oder Schlitzauge, helles Auge, zu starke Backen, nicht anliegende Lefzen, offenes- zu tief liegendes Auge, zu hoch oder zu tief angesetzte Ohren; offene Maulwinkel.
 Hals: Etwas kurz, zu kurz, übermässig entwickelte Kehlhaut, Wamme, Hirschhals, zu lang (unharmonisch).
 Körper: Rücken nicht fest, abfallende Kruppe, Senkrücken, Karpfenrücken, zu wenig oder zuviel Rippenwölbung, nicht genügend Brusttiefe bzw -breite, Rücken insgesamt zu lang, fehlende Vorbrust, zu hoch oder zu tief angesetzte Rute, Bauchlinie zu wenig / zu stark aufgezogen.
 Gliedmassen: Zu wenig oder zuviel Winkelung der Vorder- bzw Hinterhand, Ellenbogen lose, vom Standard abweichende Lage und Länge der Knochen und Gelenke, zehenenger und zehenweiter Stand, kuhhessiger/fassbeiniger und enghessiger Stand der Hinterhand, offene oder weiche Pfoten, verkümmerte Zehen, helle Nägel.
 Haarkleid: Zu heller, nicht scharf abgegrenzter, unsauberer (rußiger) Brand, zu dunkle Maske, grosse schwarze Flecken an den Läufen, kaum sichtbare oder auch zu grosse Brustflecken; Langes, weiches, glanzloses und welliges Haar sowie haararme und kahle Stellen; Größere Haarwinkel besonders am Körper, sichtbare Unterwolle.
 Wesen: Mangelnde Selbstsicherheit, zu hohes Temperament, zu hohe Schärfe, zu niedrige oder zu hohe Reizschwelle.
 Grösse: Abweichende Grössen vom Standardmass bis 2 cm sind durch Herabsetzung im Formwert zu ahnden.
 Gangwerk: Wackeliger, trippelnder, unfreier Gang und Passgang.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder übermässig ängstliche Hunde.
 Wesen : Ängstliche, nervöse und aggresive Hunde.
 Allgemeines: Ausgesprochene Umkehrung des Geschlechtsgepräges.
 Auge: Gelbes Auge (Greifvogelauge) Verschiedenfarbige Augen.
 Gebiss: Vorbiss, Zangengebiss, Rückbiss und Zahnunterzahl nach dem Zahnschema.
 Haarkleid: Weisse Flecken, ausgesprochen lang und wellhaarige Hunde, ausgesprochen dünne Behaarung und grössere Kahlstellen.
 Grösse: Hunde die mehr als 2 cm von dem Standardmass nach unten oder oben abweichen.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

 

Detaillierter Verlauf

Der Dobermann ist eine Rasse, die ein Jahrhundert des Bestehens hat: die ersten Exemplare erschienen um 1885; etwa zehn Jahre vor denen von zwei anderen berühmten Rassen, dem Deutschen Schäferhund und dem Boxer. Es gibt auch einen wichtigen Unterschied zwischen ihnen: Der Deutsche Schäferhund und der Boxer können sich tatsächlich rühmen, das moderne Ergebnis eines angestammten Typs zu sein, lupoide Schäferhunde in einem Fall, Kampfhunde in der während der Dobermann einen wirklich neuen Typ darstellt (man würde es schwer finden, in Schriften oder alten Gemälden einen ähnlichen Hund zu finden).

Schon der Name der Rasse spiegelt ihre Originalität in der Hundewelt wider, denn sie trägt den Namen ihres Schöpfers, eines gewissen Friedrich Ludwig Dobermann (1834 - 1894). Dieser Mann wird oft als Pfandhalter oder Gerichtsvollzieher der Stadt Apolda in Thüringen dargestellt. Tatsächlich hatte dieser kommunale Angestellte mehrere Funktionen: Er kontrollierte Schlachthöfe, kümmerte sich um Putzarbeiten, nahm streunende Hunde auf und sammelte Geldstrafen, Miete und verschiedene Lizenzgebühren. Kurz gesagt, der Bürgermeister von Apolda beschuldigte ihn mit allen möglichen undankbaren Aufgaben und schwierigen Schritten.

Aufgrund seiner Rolle war es wahrscheinlich, dass der Charakter nicht viele Freunde in den spät zahlenden Bürgern fand oder eine Geldstrafe zu zahlen hatte. Außerdem, wenn er zu Pferd in dieser hügeligen und bewaldeten Ecke Thüringens ritt und manchmal große Geldsummen trug, hatte er vielleicht Angst, etwas Unheiliges zu tun. Es ist daher natürlich, dass er daran dachte, Hunde mit einem Temperament mitzubringen, die ihm im Falle von Schwierigkeiten helfen können. Solche Hunde muss er unter denen bemerkt haben, die er ins Pfund fahren musste oder die er auf den Farmen reiben musste, als er ohne Annehmlichkeit gegrüßt wurde. Die Auswahl war rudimentär, sicherlich, aber effektiv. Und da er durch seine Funktionen Zugang zu den Schlachthöfen hatte, entstand das Problem der Nahrung, um eine große Packung schwerer Hunde zu halten, nicht.

Wir wissen nicht genau, mit welchen Hunden er die Rasse geschaffen hat, die seinen Namen trägt, denn er hat keine Aufzeichnungen über seine Auswahl hinterlassen. Anfangs plante er wahrscheinlich nicht, genau eine Rasse zu "machen", und er begnügte sich damit, Hunde zu vereinen, deren Charakter dem entsprach, wonach er suchte. Aber der Ruf, den seine Hunde schnell in der Region erlangten, entschied sich anders, denn viele waren Hundefreunde, die an dem Typ interessiert waren, den er sehr empirisch erworben hatte.

Angesichts des Mangels an Dokumenten zu Friedrich Ludwig Dobermanns Experimenten sind Spezialisten darauf angewiesen, zu spekulieren, um zu versuchen, ihre Reise zu rekonstruieren, indem sie die Rassenwurzeln des Hundes finden, den wir heute kennen.

So dachten die französischen Kynologen angesichts ihres charakteristischen schwarzen und feuerroten Kleides an unseren nationalen Beauceron. Man könnte einwenden, dass die morphologischen Typen der beiden Rassen ziemlich weit voneinander entfernt sind; aber haben die französischen Züchter der zwanziger Jahre kein "dobermannisiertes" Low-Red gewählt, das heißt, raffiniert und kurzhaarig, fast schlaff? Und um die Anwesenheit des französischen Hundes in Thüringen zu erklären, wurde vermutet, dass die napoleonischen Armeen bei ihren Feldzügen Exemplare zurückgelassen haben könnten.

Es muss zugegeben werden, dass diese Hypothese, wenn sie einen bestimmten Herzmuskelgeist erfüllt, vor allem als eine Manifestation der Germanophobie einer gewissen Zeit erscheint, die zum Beispiel dazu führte, dass trotz der Beweise eine deutsche Abstammung dem Deutschen Schäferhund abgesprochen wurde "Elsässer". Fügen wir hinzu, dass Frankreich nicht die Exklusivität von alten und soliden Mastiffs mit Schwarz- und Feuerkleidung hatte. Auf der anderen Seite waren sie auch weit verbreitet und z. B. Rottweiler oder Hovawart geboren. Sie sind auch die Vorfahren der ersten deutschen Schäferhunde. Es ist vernünftig zu folgern, dass sie teilweise für die charakteristische Farbe und Größe des Dobermanns verantwortlich sind.

Aber der Dobermann erinnert an einen anderen Hundetyp: den Pinscher. In der Mitte des 19. Jahrhunderts war dieser Hund einer der am weitesten verbreiteten Hunde: Während das Pferd noch allgegenwärtig war, als ein Reittier oder für die Beförderung, war die Anwesenheit eines Nagetierzerstörers in Alle Ställe und Farmen Der Pinscher, der Name kommt aus dem Englischen, um zu kneifen, festzuziehen, zu kneifen, kann als die deutsche Version von französischen Hunderassen und Terriern (nicht Bassets) angesehen werden, die das Englische besaßen. sehr alt, sein morphologischer Typ könnte mit dem des Neolithischen Canis palustris verglichen werden, das dank der Archäologie gut bekannt ist, könnte es einen kurzen oder gekritzelten Haar-, Wald-, schwarzen oder grauenwolf haben. das heißt, der Schnauzer, hat schnell einen großen Erfolg gehabt. Der Pinscher mit kurzen Haaren, es hat sich fast nicht durch den Dobermann verewigt. Tatsächlich ist letzterer, der ursprünglich hatte deutlich der Name Pinscher wurde vor dem mittleren Pinscher geprägt. Es ist daher legitim, den Dobermann als eine Art Riesenpinscher zu betrachten, er besaß die Qualitäten der Kampfeslust und der Lebendigkeit; und bis zur Art zu beißen; Deutsch ratier, mit dem Vorteil einer größeren Größe, so dass er ein Wachhund und Verteidigung werden. Die Idee, einen riesigen Terrier zu kreieren, lag in der Luft der Zeit: Sie führte in Großbritannien zur Entwicklung der Airedale, während die Münchner die ersten Riesenschnauzer erschufen.

Die ältesten Dokumente, die die ersten Dobermanns zeigen, bestätigen die Abstammung des Pinschers, FL Dobermann hat in diesem Hundetyp wahrscheinlich den Mut und das Beizmittel erkannt, das er suchte. Dies ist auch die Meinung der deutschen Zeitschrift Unsere Hunde (zitiert von J. Mézières und A. Whilhelm, Autoren von Nachschlagewerken über Rasse), die in ihrer Dezemberausgabe 1898 folgendes schrieb : "Um 1870 besaß Dietsch, der Besitzer von Sandgruben in Apolda, eine blau-graue Hündin, eine Art Pinscher, die er von einem schwarzen Metzgerhund erlegte. Dieser Hengst besaß bereits die charakteristischen Feuerflecken und kam aus einer Kreuzung zwischen einem Schäferhund und einem Metzgerhund. Die leider zu früh verstorbene Dobermann-Putzmaschine kreuzte die Nachkommen dieser beiden Hunde, die mit deutschen Pinschern gute Wachhunde geworden waren. Hier ist der Ursprung des heutigen Dobermanns. Da festgestellt wird, dass dieser Mann diese Hunde zuerst ausgewählt hat, haben wir keine Einwände dagegen, dass sie seinen Namen fortführen. "

Diese Pinscher Abstammung wird anerkannt, aber ein halbes Dutzend anderer Rassen werden für den Dienst zitiert; oder dienen; zur Entwicklung dieser eminent tonischen Mischung, die den Namen Doberman trägt. Also, um einen Dobermann mit herabhängenden Ohren zu sehen (ihr natürlicher Port, wenn sie nicht geschnitten werden), können wir den Beitrag von Braques Germanen, sogar Braques Weimar, vermuten, die Rolle dieser Hunde ist zwar wahr, nicht nur um zu suchen, zu stoppen, das Spiel zurückzubringen, sondern auch die Zerstörung von schädlichen Tieren und die Wache des Spiels. Aber da der Dobermann oft für diesen beißenden Charakter verantwortlich gemacht wird, müssen wir uns fragen, wer am meisten zum anderen gebracht hat.

Um die Eleganz der Dobermann-Linien zu erklären, haben einige an den Greyhound gedacht. Insbesondere erwähnen wir oft die Verwendung von Greyhound-Läusen, mit einem schwarzen Fell und einem sehr aggressiven Temperament. Die Deutsche Dogge kehrt auch regelmäßig als wahrscheinlicher Aszendent zurück, wegen ihrer Größe und der blauen Farbe, die sie übertragen hätte. Eine solche Abstammung ist zulässig, wenn man bedenkt, daß dieser Hund Ende des neunzehnten Jahrhunderts weniger gigantisch war als heute, da das Männchen zwischen 75 und 80 Zentimetern betrug. Schließlich, in den Adern des Dobermanns, wäre Terrier Black and Tan (Schwarz und Feuer) Blut veredelt worden, was die Morphologie verfeinert und mehr anhaltende Feuer gegeben hätte.

In der Tat wäre die Zukunft des Rennens anders verlaufen, wenn Herr Dobermann keine Freunde und Nachfolger gehabt hätte, um seine Arbeit fortzusetzen. Vor allem das Eingreifen von Otto Goller war ausschlaggebend für den Wechsel vom primitiven, kompakten, sehr mittelgroßen Dobermann Dobermann (50 bis 60 cm) und dem eher kurzen und dicken Kopf zum heutigen Spitzensportler bestreitet einen der schönsten Eckzähne.

Ein weiterer Gründervater, Goswin Tischler, bewachte das Schicksal des Dobermanns, indem er nach einer Straße in Apolda einen berühmten Zwinger namens "von Grönland" gründete. Zu den ersten von FL Dobermann zugelassenen Themen; Lux, Landgraf, Rambo, Schnupp (dieser mit der Nummer 1 im Zuchtbuch der Rasse); Tischlers Themen kamen hinzu: Seine Hunde Bosco und Caesi beispielsweise produzierten den ersten Champion der Rasse, Prinz Matzi von Groenland, geboren am 15. August 1895.

Otto Goller, der die Aufschrift "von Thüringen" trug, erhielt seine Untertanen ab 1901. Unter den von ihm produzierten Hengsten, die als Patriarchen der Rasse gelten, ist Hellegraf von Thüringen, geb. 12. Juni 1904. Zuvor hatte er von Tischler ein Thema erworben, das in seinen Händen einen bemerkenswerten Rennfahrer, Graf Belling, enthüllte. Im Jahr 1910, mit der Geburt von zwei anderen großen Rennfahrern, beenden Bodo und Bob von Egenfeld, deren Köpfe bereits fast die Schnitzerei und Eleganz der aktuellen Hunde hatten, die Periode der Ausarbeitung des Rennens. Zweifellos wurden nach diesem Datum verschiedene Infusionen anderer Rassen ausprobiert, mit mehr oder weniger Glück, wie zum Beispiel der Manchester Terrier, der Finesse und nachhaltigere Farben bringen konnte. und regelmäßig, aber auch eine Vorlage zu leicht.

Was den englischen Greyhound anbelangt, scheint er höhere Größen, aber auch einen flachen Brustkorb und einen zu langen Körper gegeben zu haben. Diese Übergänge hatten so unerwünschte Eigenschaften hervorgebracht, die die Bauern in der Zwischenkriegszeit zu beseitigen suchten. Mit der Wahl zwischen zwei Optionen: um die ursprünglichen Qualitäten der Rasse zu bewahren, bereits legendär, Hartnäckigkeit und Mut oder entwickeln sich zu einer flexibleren Art von Charakter, mit einer feineren Morphologie. Dies ist im Wesentlichen die erste Lösung, die angenommen wurde.

Der Dobermann eroberte schnell viele Amateure, Deutsche und Europäer. Dieses Phänomen, das selten betont wird, zeigt, was die potentiellen Qualitäten der Rasse in ihren Anfängen waren. Der erste Club wurde 1899 von Otto Goller in Apolda gegründet. Schnell wurden ein Dutzend weiterer Vereine, vor allem in Süddeutschland, gegründet, die sich 1912 als Teil eines großen Vereins zusammenschlossen Deutschland. Aufgrund seiner verführerischen Kraft wurde der Dobermann sehr früh in Ausstellungen präsentiert. In Köln gab es 1910 einen Rekord von 105 Verpflichtungen.

Außerhalb Deutschlands hatten die Schweizer die schnellsten Reflexe: Bereits 1902, als sie in Arau einen Club gründeten, zeigten sie, wie sehr sie diesen Hund mit einer sauberen, pflegeleichten Silhouette mochten. Die Holländer folgten 1909, und sie waren die ersten, die ihre Anpassung an das tropische Klima bemerkten, als sie es in ihre fernen Kolonien brachten, besonders auf den Philippinen. Zur gleichen Zeit entdeckten die Elsässer diese wiederum und ein erster lokaler Verein wurde 1913 gegründet. Ein nationaler Klub, der im Prinzip das ganze Hexagon abdecken sollte, wurde 1920 in Straßburg gegründet, aber es war notwendig, bis fast zu warten 60er Jahren, dass sich der Dobermann in den meisten französischen Regionen ausbreitete.

Die Amerikaner erlebten auf ihre Kosten die Qualitäten dieses Kriegshundes, den die deutsche Armee während des ersten Weltkrieges benutzte; Sie reagierten sehr pragmatisch und zögerten nach dem Krieg nicht, gute Züchter zu gewinnen, um sich ein Rennen zu akklimatisieren, das sich bewährt hatte. So wurde 1922 ein amerikanischer Club geboren. Österreich und Italien haben auch den Dobermann übernommen, und dann haben Länder mit heißen Klimazonen wie Uruguay und Brasilien sie schnell zu ihrem Lieblingswächter gemacht. Am Ende war es einmal Großbritannien, das den Wagen benutzte. Ohne Zweifel, wegen der obligatorischen Quarantäne von sechs Monaten in diesem Land und vor allem wegen des Verbots, die Ohren zu beschneiden (was die Silhouette des Hundes erheblich verändert), hat die Rasse dort bis 1947 nicht wirklich Fuß gefasst Also, schnell geschätzt - in den meisten Fällen; Sobald es entdeckt wurde, wurde der Dobermann einer der effektivsten Wachhunde, also der am meisten verbreitete in der Welt.

Als Dobermann konzipiert, war der Dobermann im Wesentlichen auf das erste Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts beschränkt, in dieser Funktion, ob es nun um Einzelpersonen oder die Verwaltung ging. Weil es das "Muss" in Bezug auf Mut, Hartnäckigkeit, Geschwindigkeit des Eingreifens darstellte, neigten seine Benutzer, ihre Qualitäten zu erhöhen, hinzuzufügen, und machten es einen Ruf als ein unbequem Hund, sehr schwer, schwer zu kontrollieren. In den zwanziger Jahren drückte ein renommierter Schweizer Züchter, Gottfried Liechti, diese Mentalität sehr gut aus: "Sie waren sicherlich robust und hatten vor nichts Angst; nicht einmal der Teufel selbst; und es hat viel Mut gekostet, einen zu besitzen. "

Gleiches gilt für den Begründer der Rasse, Philipp Grünig, der über den 1897 geborenen Alarich von Thüringen berichtet: "Er war bekannt für seine unglaubliche Intelligenz und war dennoch gefürchtet. Die Intelligenz, kombiniert mit einer gewissen Rauheit, charakterisiert diese Hunde natürlich, aber es ist nicht unbedingt notwendig, ihre Kühnheit als absolut und ihre Intelligenz als unglaublich zu bezeichnen, als ob sie sich selbst erschrecken wollten beschreibt ein Tier fast teuflisch (die Farbe des Kleides hilft). Es ist auch notwendig, diese etwas übertriebenen Bemerkungen in ihren Zusammenhang zu stellen: Die Konkurrenz war damals groß zwischen germanischen Rassen, die ungefähr zur gleichen Zeit für ähnliche Jobs ausgewählt wurden, aber von "Familien" radikal verschiedene Eckzähne; Deutscher Schäferhund, Boxer, Rottweiler, Dobermann suchten den Titel bester Wachhund.

Heute entspricht dieses Bild nur teilweise der Realität: Wenn der Dobermann, Hund der Runde und Intervention im "Zivil", auch ein ausgezeichnetes Arbeitstier bleibt, geeignet für die Wettkämpfe von Hunden der Verteidigung, von Solche Nutzhunde sind nur ein kleiner Teil der Bevölkerung von Dobermanns, die wegen ihres größten Glücks und der Freude ihres Meisters die meiste Zeit bequem in einem Sessel oder Kissen verbringen, Mit dem Auto gefahren werden, wer die Luft im Garten nimmt, wer die letzten Schultern trägt, um geradeaus zu gehen.

Natürlich darf nicht abgeleitet werden, dass der Dobermann für alle Lehrer und Situationen geeignet ist. Dieser Hund, der nicht übermäßig nervös ist, ist nie gemein; oder einfach aggressiv; ohne Grund. Es ist ein ausgewogenes Tier, aber von Charakter. Der Meister eines Dobermanns ist, kann und darf nicht derselbe wie der eines Pudels sein. Um seinen vielen Qualitäten voll gerecht zu werden, verlangt dieser Hund als Gegenleistung, dass sein Herr etwas hat. Es ist daher ratsam für jemanden, der mit der Rasse nicht vertraut ist oder der noch keinen männlichen Hund behandelt hat, ein Weibchen zu wählen, wenn er in der "Dobermannia" starten möchte. Im Temperament geschmeidiger, demonstrativer in ihrer Zuneigung und süßer, besitzt sie dennoch Wachsamkeit, die der des Mannes entspricht. Auf der anderen Seite, für diejenigen, die eine feste Hand haben (aber nicht brutal) und das "Gefühl" mit den Hunden, in Ermangelung einer großen Erfahrung in der Dressur, kann der ganze Charakter eines männlichen Dobermann nur Quelle sein von Freuden und Stolz. Eine Bedingung jedoch: Zu dieser behandschuhten Samtfestigkeit muss der Meister eines Dobermanns Ruhe und Geduld hinzufügen. Lasst uns also diesen Hund nicht unverblümt an die Vellitarier, die Debütigen, an diejenigen richten, die sich weigern, Autorität zu zeigen.

Ein guter Lehrer muss daher gut über die tiefe Natur des Dobermanns informiert sein. Vor allem ist es ein dominierender Hund; wenn der Neophyt diese Eigenschaft bei seinem drei Monate alten Welpen nicht entdeckt, wird sie auf ihn springen, wenn der Welpe ein plumpes acht Monate altes Kind wird. Tatsächlich versucht der Hund einfach, Rudelführer zu werden, um zu sehen, ob "es funktioniert". Und manchmal, tatsächlich, erreicht er sein Ziel: es wird genug gewesen sein, um ihn zu schelten, seine Zähne zu zeigen, seinen Willen durchzusetzen. Diese Einschüchterungsmanöver sollten sich jedoch nicht einschüchtern lassen. Der Meister muss sich so verhalten, mit einem fairen aber festen Griff.

Diese Mischung aus Gerechtigkeit und Autorität ist umso notwendiger, weil Stolz und Unabhängigkeit zwei weitere grundlegende Bestandteile von Dobermans Verhalten sind. Während er sehr an seinen Meistern hängt, ist es ein Hund, der oft dazu neigt, seinen Kopf zu machen, da sich der erzieherische Druck des Meisters als unzureichend erweist. Es ist daher notwendig, ein strenges Lernen in der Leine, dann ohne Leine und schließlich für den Rückruf zu üben. Viele Dobermann-Besitzer gehen ihren Hunden mehr als sie wegnehmen.

Was den Stolz des Dobermanns betrifft, der eines seiner faszinierendsten Merkmale ist, drückt es sich durch die Ästhetik aus: seine majestätische Kopfbedeckung, seine selbstbewusste Gangart sind nicht nur offensichtlich und spiegeln perfekt seine Art des Charakters, für die am wenigsten reserviert; in der Tat, nicht diejenigen, die dazu neigen, Fremde zu feiern, dieser Hund ist unempfindlich gegen die Zeichen der Herzlichkeit; möglicherweise ein wenig gezwungene Gäste.

Es versteht sich, dass diese entfernte Haltung die Anwesenheit des Meisters voraussetzt. Wenn nicht, wird der Hund viel aktiver sein; hartnäckig, sogar heftig; in der Überwachung des Hauses oder des Autos. Sein Instinkt für den Schutz des Territoriums ist angeboren und hyperentwickelt, seine Wachsamkeit wird nie in Frage gestellt. In diesem Bereich ist kein spezielles Training erforderlich: Der Hund reagiert spontan. Es dehnt natürlich seinen Schutz auf alle aus, die im Familiengebiet leben, besonders auf Kinder, die lernen müssen, diesen Partner zu respektieren. Mit anderen Hunden sucht der Dobermann nicht unbedingt einen Kampf, aber er darf nicht dominieren. Auch Vorsicht erfordert die Vermeidung von Konfrontationsmöglichkeiten.

Der Dobermann, geboren und ausgewählt ausschließlich für den Schutz von Eigentum und Menschen, ist ein sehr aufmerksames Tier, ausgestattet mit einem großen Gedächtnis, anpassungsfähig, alles schnell verstehend, spürend, sogar erratend, was sein Meister ihm nicht sagt. Er verfügt daher über hervorragende Trainingsfähigkeiten, obwohl seine Psychologie sich signifikant von der der Schäferhunde unterscheidet, die am häufigsten als Referenz für Trainer verwendet werden; er hierarchisiert sich viel weniger leicht als ein Hirte, er behält immer einen dominierenden Hintergrund, ebenso wie eine gewisse Tendenz zur Unabhängigkeit, die in Schach gehalten werden muss. Um seine Energie effektiv zu kanalisieren, muss das Training seine Empfänglichkeit bewahren, seinen Heimatstolz berücksichtigen und ihn besonders motivieren. Denn der Doberrnann ist ein Enthusiast, der nur aus Liebe zu seinem Meister gut arbeitet. Seine Anhaftung an diesen einen ist sehr tief, fast exklusiv; daher manchmal eine gewisse Tendenz zur Eifersucht; und geht immer mit extremem Misstrauen gegenüber Fremden.

Anders als der Ruf, der ihm oft entgegengebracht wird, ist der Dobermann kein schwieriger Hund, sondern ein anspruchsvoller Hund, den man ernst nehmen muss. Es kann daher bedauert werden, dass er nicht häufiger in den Arbeitswettbewerben präsentiert wird (die Ausbilder, die versuchen, ihn zur Arbeit zu bringen, sind in der Tat wenige). In seinem Heimatland, aber auch in den USA und vielen anderen Ländern ist Dobermanns Lieblingssport der "Schutzhund". Die Deutschen, die ihre Abwehrhunde exportiert haben, haben es gleichzeitig fast überall auf der Welt geschafft, ihr Arbeitsprogramm durchzusetzen. Dies besteht aus Prüfungen des Gehorsams, der Entspannung, des Beißens und der Verteidigung des Meisters; Es setzt weniger auf sportliche Leistung oder die Finesse der Dressur als auf eine perfekte Leistung.

Tracking ist auch ein Wettbewerb, bei dem der Dobermann illustriert werden kann; mehrere Fächer haben in den letzten Jahren die höchsten Niveaus erreicht. Er findet die Möglichkeit, seinen Sinn für Initiative zu zeigen und bestenfalls seine natürliche Leidenschaft und sein Gespür zu nutzen; Training in dieser Disziplin (zugänglich für den Neophyten) hat ein großes psychologisches Interesse, weil es die Unterordnung mit dem Meister verstärkt. Es ist wahrscheinlich im Ring, dass der Dobermann am wenigsten bequem ist. Seine athletischen Fähigkeiten sind offensichtlich nicht in Frage, aber sein Biss ist nicht an die Anforderungen dieser Disziplin angepasst: Der Hund muss in der Tat einen festen Halt, Boden Mund, für fünfzehn Sekunden, während der Dobermann neigt, ihn, bei aufeinanderfolgenden Schüssen mit den Frontzähnen zu beißen.

Arbeitswettbewerbe sind natürlich nur eine kleine Anzahl von Hunden, die meisten Dobermanns haben keine solche Möglichkeit zur Freilassung. Aber ihr Gleichgewicht erfordert gebieterisch intensive körperliche Aktivitäten; Sie müssen daher lange Spaziergänge und häufige (aber kurze) Übungen angeboten werden. Es wäre das gleiche. ehrlich gesagt, solche Hunde zu Hause, in einem Zwinger zu lassen oder Lagerhalter zu machen. Weil der Dobermann menschliche Kontakte braucht: wenn möglich, vielfältig und früh, sind diese Kontakte wichtig, um den jungen Hund zu "zivilisieren" und seine Wachsamkeit nicht zu verringern. Auf der anderen Seite, wenn er zu Einzelhaft verurteilt wird, kann es schwierig werden, das Tier zu kontrollieren.

In puncto Gesundheit ist der Dobermann ein robuster Hund, elegant, voller "Substanz". Es zeigt keine besonderen Schwachstellen; höchstens kann man bei manchen Personen eine Empfindlichkeit gegenüber Hautkrankheiten und äußeren Parasiten feststellen (besonders bei den seltenen und sehr schönen Motiven Blau und Feuer). Es muss jedoch darauf hingewiesen werden, die relative Häufigkeit von Herzinfarkten; ein Problem, das vielen Sportrassen gemeinsam ist, beide voller Leidenschaft und Kraft. Bei der Zählung von Hunden, die einen Herzinfarkt erlitten haben, kann die durchschnittliche Lebensdauer von Dobermann, die ein Dutzend Jahre beträgt (Personen, die vierzehn Jahre alt sind, selten sind), auf zehn Jahre sinken. Ein stringenter Lebensstil während des gesamten Lebens, mehr Aufmerksamkeit und Überwachung, wenn es sechs oder acht Jahre erreicht, werden empfohlen.

Der Dobermann wurde geboren und lebt noch heute. im Zeichen der Leidenschaft. Sein Temperament kann sich nicht mit Kompromissen oder halben Takten zufrieden geben und ruft beim Menschen extreme Reaktionen hervor: Auf der einen Seite wird ein Opfer von Vorurteilen, auf der anderen Seite wird es von seinen Amateuren mit Energie verteidigt. Sie werden wahrscheinlich unter ihnen sein, wenn Sie so anspruchsvoll sind wie Ihr Hund.

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