Dreifarbiger Serbischer Laufhund

FCI-Standard Nº 229

Ursprung
Serbien
Übersetzung
Dr. J.-M. Paschoud und Frau Ruth Binder
Gruppe
Gruppe 6 Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
Sektion
Sektion 1.2 Mittelgrosse Laufhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Sonntag 23 Juli 1961
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 26 November 2002
Letzten Aktualisierung
Mittwoch 11 Dezember 2002
En français, cette race se dit
Chien courant tricolore serbe
In English, this breed is said
Serbien Tricolour Hound
En español, esta raza se dice
Sabueso Tricolor Serbio
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Huidige Servische tricolor hond
In seinem Herkunftsland heißt er

Srpski Trobojni Gonic

Verwendung

Laufhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Ursprung des Dreifarbigen Jugoslawischen Laufhundes ist der gleich wie derjenige der anderen Laufhunde des Balkans. Im Jahre 1946 wurde diskutiert, ob diese Rasse eigenständig oder nur eine Varietät des serbischen Laufhundes sei; es wurde ihr schliesslich die Stellung einer eigenen Rasse zuerkannt, und es wurde ein erster Standard aufgestellt. Diese Rasse wurde am 7. und 8. Juni 1950 an der internationalen Hundeausstellung in Belgrad vorgestellt. Der Dreifarbige Jugoslawische Laufhund wurde am 25. Juli 1961 von der FCI als Rasse anerkannt und der Standard publiziert.

Allgemeines erscheinungsbild

Mittelgrosser Hund von kräftigem Körperbau; er ist temperamentvoll, lebhaft und energisch.

Wichtige proportionen

Die von der Brustbeinspitze zum Sitzbeinhöcker gemessene Körperlänge übertrifft die Widerristhöhe um etwa 10 %.
Die Kopflänge beträgt 45 % der Widerristhöhe.

Verhalten / charakter (wesen)

Ergeben, freundlich, von lebhaftem Temperament, zuverlässig und bemerkenswert beharrlich.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Länglich und schmal; die oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang streben auseinander.
Schädel
Von vorne und von der Seite gesehen leicht gewölbt; die Stirnfurche ist ausgeprägt. Hinterhaupthöcker wenig entwickelt. Der Abstand zwischen dem Ansatz beider Behänge entspricht der Länge vom Stop zum Hinterhaupthöcker. Brauenbogen schwach ausgeprägt. 
Stop
Schwach ausgeprägt.

Facial region

Nasenschwamm
Gut entwickelt, immer schwarz.
Fang
Keilförmig. Er ist kürzer als der Schädel; das erwünschte Verhältnis zwischen Länge des Fangs und Schädellänge ist 8,5 zu 10. Der Fang verjüngt sich kontinuierlich vom Stop zum Nasenschwamm hin. Die Seitenlinien des Fangs streben zueinander.
Lefzen
Dünn, eng anliegend, mittelstark entwickelt, ziemlich kurz und am Ende des Fangs abgerundet. Der Lippenrand muss schwarz sein. Die Oberlippe überlappt leicht die Unterlippe. Der Lippenwinkel ist straff.
Nasenrücken
Der Nasenrücken ist gerade.
Kiefer / Zähne
Kräftige Kiefer mit einem regelmässigen und vollzahnigen Scherengebiss. Zangengebiss zulässig.
Wangen
Flach.
Augen
Mandelförmig bis fast oval, mittelgross, leicht schräg eingesetzt. Die Pigmentierung des Lidrandes muss dunkel sein (vorzugsweise schwarz). Die Farbe der Iris ist möglichst dunkel.
Ohren
Hoch angesetzt, mittellang, eng an den Backen anliegend hängend, von mittlerer Breite; die Spitze ist leicht oval abgerundet. Der Behang ist eher dünn als dick.

Hals

Kräftig, ungefähr gleich lang wie der Kopf. Die Oberlinie ist leicht gewölbt. Mit der Horizontalen bildet der Hals einen Winkel von 45° bis 50°.

Körper

Allgemeinheit
Rechteckig; seine Länge übertrifft die Widerristhöhe um 10 %.
Obere Profillinie
Gerade.
Widerrist
Schwach ausgeprägt.
Rücken
Gut bemuskelt, gerade, kräftig, lang.
Lenden
Gut bemuskelt, etwa gleich lang wie die Kruppe.
Kruppe
Leicht schräg (um 20 bis 25° zur Horizontalen), breit, gut bemuskelt.
Brust
Kräftig, ihre Tiefe entspricht 50 % der Widerristhöhe; der Brustumfang übertrifft die Widerristhöhe um 20 %.
Untere Profillinie und Bauch
Die ovale Brustbeinspitze ist unauffällig vorstehend. Der Bauch ist leicht aufgezogen.

Rute

Sie verlängert die Linie der Kruppe. Sie ist kräftig an ihrem Ansatz und verjüngt sich zunehmend zur Spitze hin, die bis zum Sprunggelenk reicht. Leicht nach oben gebogen, wird sie tiefer als die Rückenlinie getragen. Ueppig behaart.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Kräftig, gerade, gut bemuskelt; Vorderläufe parallel gestellt.
Schultern
Schulterblatt Ungefähr gleich lang wie der Oberarm, bemuskelt, kräftig, gut mit der Thoraxwand verbunden. Es bildet einen Winkel von 45 bis 50° zur Horizontalen.
Oberarm
Gut am Körper anliegend, kraftvoll, bemuskelt, ungefähr gleich lang wie das Schulterblatt. Er bildet zur Horizontalen einen Winkel von ungefähr 45 bis 55°.
Ellenbogen
Gut am Brustkorb anliegend, fest; die Distanz vom Boden zum Ellenbogen entspricht 50 % der Widerristhöhe.
Unterarm
Gerade, stämmig, gut bemuskelt.
Vorderfusswurzelgelenk
Fest.
Vordermittelfuss
Kräftig, leicht schräg gestellt (bis 15° zur Vertikalen).
Vorderpfoten
Katzenpfoten mit starken, eng aneinanderliegenden Zehen. Widerstandsfähige Krallen, vorzugsweise dunkel-schwarz gefärbt. Die dunkel gefärbten Ballen sind gut entwickelt.

Hinterhand

Allgemeines
Kräftig, gerade, gut bemuskelt; Hinterläufe parallel gestellt.
Oberschenkel
Kraftvoll, gut bemuskelt, gerade.
Unterschenkel
Gut bemuskelt, ungefähr gleich lang wie der Oberschenkel.
Knie
Fest, zur Achse des Körpers parallel. Der Kniegelenkwinkel beträgt ungefähr 120°.
Hintermittelfuss
Kraftvoll, fast senkrecht gestellt.
Sprunggelenk
Fest; der Sprunggelenkswinkel beträgt ungefähr 135° bis 140°.
Hinterpfoten
Etwas länger als die Vorderpfoten; Zehen stark und eng aneinanderliegend; die dunkelschwarz gefärbten Krallen sind solide; die widerstandsfähigen und elastischen Ballen sind von dunkler Farbe.

Gangwerk

Schritt lang und energisch, sehr raumgreifend. Bevorzugte Gangart: flotter, regelmässiger, harmonischer Trab ohne vertikale Schwankungen der Oberlinie.

Haut

Elastisch, gut pigmentiert, gut am Körper anliegend;

Coat

Haar
Kurz, üppig, glänzend, etwas dick, am ganzen Körper gut anliegend; die Unterwolle ist ziemlich gut entwickelt. Am hinteren Rand der Oberschenkel und an der Unterseite der Rute ist das Haar etwas länger.
Farbe
Die Grundfarbe ist ein sattes Rot oder ein Fuchsrot mit einem schwarzen Mantel oder Sattel. Das Schwarz kann bis zum Kopf hin reichen und bildet dann zwei schwarze Abzeichen auf den Schläfen. Das Weiss, auf dem Kopf in Form einer Schnippe oder einer auf dem Fang verlängerten Blesse, bildet unter oder um den Hals herum ein partielles oder ganzes Halsband. Auf der Brust ist ein weisses Abzeichen zulässig; dieses kann sich nach hinten bis zu Brustbeinende verlängern und Bauch und Innenseiten der Hintergliedmassen erreichen. Die Rutenspitze kann weiss sein. Das Weiss soll nicht mehr als ein Drittel der Körperoberfläche einnehmen.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Für Rüden 45 bis 55 cm, Idealgrösse 51 cm, Für Hündinnen 44 bis 54 cm, Idealgrösse 49 cm.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Disqualifizierende fehler

 Aggressiver oder ängstlicher Hund.
 Vor- oder Rückbiss.
 Fehlen eines Zahns, wobei das Fehlen von 2 PM1 (Prämolaren 1) toleriert wird.
 Glasauge.
 Zu langer Körper.
 Rute eingerollt, hoch oder im Bogen über dem Rücken getragen.
 Hakenrute.
 Seitlich abweichende Rute.
 Tüpfelung der weissen Abzeichen in der Grundfarbe.
 Das Weiss mehr als ein Drittel der Körperoberfläche einnehmend.
 Vorhandensein einer vierten Farbe.
 Über- oder Untergrösse.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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