Kontinentaler Zwergspaniel

FCI-Standard Nº 77

Ursprung
Frankreich und Belgien
Übersetzung
Dr. J.-M. Paschoud und Harry G.A. Hinckeldeyn
Gruppe
Gruppe 9 Gesellschafts-und Begleithunde
Sektion
Sektion 10 Kontinentale Zwergspaniel
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Freitag 01 Januar 1954
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Montag 17 September 1990
Letzten Aktualisierung
Montag 06 April 1998
En français, cette race se dit
Epagneul nain continental
In English, this breed is said
Continental Toy Spaniel
En español, esta raza se dice
Spaniel continental enano de compañía
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Continentale Dwergspaniël

Verwendung

Gesellschaftshund.

Allgemeines erscheinungsbild

Dieser kleine prachtvolle Spaniel mit langem Haar hat einen normalen, harmonishcen Körperbau; sein mässig langer Fang ist kürzer als der Schädel. Er ist lebhaft und anmutig, jedoch auch robust, und stolz in seiner Haltung. Sein Gang ist frei und elegant. Sein Körper ist etwas länger als hoch.

Wichtige proportionen

Länge : Die Länge wird vom Buggelenk zum Sitzbeinhöcker gemessen.
Grösse : Sie entspricht der Widerristhöhe.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Im Verhältnis zum Körper normal proportioniert, verhältnismässig leichter und kürzer als bei grossen und mittelgrossen Spaniels.
Schädel
Der Schädel darf weder von vorne noch von der Seite gesehen zu rundlich sein; er zeigt manchmal die Andeutung einer Mittelfurche. 
Stop
Ziemlich betont in die Schädelpartie übergehend. Bei schweren Hunden ist der Stop weniger ausgeprägt, aber immerhin wahrnehmbar; bei kleineren Hunden ist er stark ausgeprägt, ohne jedoch einen schroffen Absatz zu bilden.

Facial region

Nasenschwamm
Klein, schwarz und rundlich, aber auf der Oberseite leicht abgeflacht.
Fang
Kürzer als der Schädel, fein, spitz zulaufend und seitlich nicht zu stark einwärts gebogen. Er ist nie aufgebogen.
Lefzen
Stark pigmentiert, schmal und eng anliegend.
Nasenrücken
Gerade.
Kiefer / Zähne
Ziemlich kräftiges, gut schliessendes Gebiß.
Zunge : Sie darf nicht sichtbar sein; es ist ein Fehler, wenn sie dauernd heraushängt oder nicht zurückgezogen wird, wenn man sie mit dem Finger berührt.
Augen
Das ziemlich grosse, weit geöffnete und nicht vorstehende Auge hat die Form einer grossen Mandel. Die Augen sind am Kopf ziemlich weit unten eingesetzt, so daß der innere Augenwinkel auf der Trennungslinie von Schädel und Fang liegt. Sie sind von dunkler Farbe und sehr ausdrucksvoll. Das augenlid ist stark pigmentiert.
Ohren
Das Leder ist recht fein, aber fest. Ob Hängeohr oder Stehohr, es darf nicht zu spitz auslaufen, was mit den Fingern nachzuprüfen ist. Die Ohren sind ziemlich weit hinten am Kopf angesetzt und genügend weit voneinander plaziert, so daß die leicht gerundete Form des Schädels sichtbar bleibt.
Varietät mit hängenden Ohren, auf französisch mit dem Ausdruck Phalene bezeichnet :
In der Ruhestellung sind die Ohren hoch angesetzt, deutlich oberhalb der Augenlinie; sie werden hängend getragen und sind trotzdem ziemlich beweglich. Sie sind mit gewellten Haaren geschmückt, welche manchmal sehr lang werden können, was dem Hund ein sehr hübsches Aussehen verleiht.
Varietät mit stehenden Ohren, auf französisch mit dem Ausdruck Papillon bezeichnet :
Ohren hoch angesetzt mit gut geöffneter, seitlich ausgerichteter Ohrmuschel; der innere Rand der Ohrmuschel bildet mit der Horizontalen einen Winkel von annähernd 45°. Auf keinen Fall darf das Ohr spitz aufrecht stehen und dem Ohr eines Deutschen Spitzes ähnlich aussehen; dies ist absolut zu verwerfen. Die Innenseite der Ohrmuschel ist mit feinen, ebenmässig gewellten Haaren bedeckt, wobei die längsten nur wenig über den Ohrrand hinausragen. Die Aussenseite der Ohrmuschel hingegen ist mit langen Haaren bedeckt, welche als üppige Fransen über den Ohrrand hängen. Eine Verpaarung der beiden Varietäten ergibt oft halb aufrecht stehende Ohren mit hängender Spitze. Diese Mischform der Ohrenhaltung ist ein schwerer Fehler.

Hals

Von mittlerer Länge, der Nacken etwas gewölbt.

Körper

Obere Profillinie
Weder zu kurz noch gewölbt oder eingesunken; sie darf aber auch nicht ganz flach sein.
Lenden
Leicht gewölbt.
Brust
Breit, ziemlich tief. Der Brustumfang, gemessen zwischen den zwei letzten Rippen, soll ungefähr der Widerristhöhe entsprechen. Rippen gut gewölbt.
Untere Profillinie und Bauch
Leicht aufgezogen.

Rute

Ziemlich hoch angesetzt, eher lang, mit üppigen Fransen, welche einen schönen Federbusch bilden. Wenn der Hund aufmerksam ist, wird die Rute der Rückenlinie entlang gebogen getragen, wobei die Spitze den Rücken gerade noch berühren darf; sie soll nie eingerollt sein oder flach auf dem Rücken liegen.

Gliedmassen

Läufe gerade, kräftig, ziemlich fein. Der Hund darf nicht hochbeinig erscheinen. Von vorne und von hinten gesehen sind die Läufe parallel.

Vorderhand

Schultern
Schulterblatt gut entwickelt und dem Rumpf gut anliegend.
Oberarm
Gleich lang wie das Schulterblatt und mit ihm einen normalen Winkel bildend. Dem Rumpf gut anliegend.
Vorderfusswurzelgelenk
Von der Seite gesehen sichtbar.

Hinterhand

Sprunggelenk
Normal gewinkelt.

Pfoten

Ziemlich lange, sogenannte Hasenpfoten, welch gleichmässig auf den Fußballen stehen. Krallen kräftig, vorzugsweise schwarz, heller bei Hunden mit braunem und weissem Haarkleid (weisse Krallen bei weissen Hunden oder bei solchen mit weissen Pfoten sind nicht fehlerhaft, wenn der Hund sonst gut pigmentiert ist). Zehen sehnig, trocken; Ballen widerstandsfähig; zwischen den Zehen reichlich feines Haar, welches vorne über die Pfote hinausragt und eine Spitze bildet.

Gangwerk

Gang stolz, Bewegungsablauf frei, fliessend und elegant.

Coat

Haar
Das reichliche, glänzende Haar ohne Unterwolle ist gewellt (nicht zu verwechseln mit gelockt), nicht weich, eher etwas kräftig mit einem seidigen Schimmer. Die ziemlich feinen, etwas welligen Haare sind flach eingepflanzt. Das Haarkleid ähnelt dem der kleinen englischen Spaniels, weicht aber eindeutig von dem des Pekingesen ab; andererseits darf es mit dem des Deutschen Spitzes gar keine Ähnlichkeit aufweisen. Am Gesicht, am Fang, auf der Vorderseite der Läufe und unterhalb der Sprunggelenke ist das Haar kurz. Am Körper ist es mittellang. Am Hals ist das Haar länger und bildet einen Kragen und eine schön gewellte, über die Brust fliessende Krause. Die Ohren un ddie Rückseiten der Vorderläufe sind befedert; auf der Rückseite der Oberschenkel entfaltet sich eine umfangreiche « Hose » aus geschmeidigen Strähnen. Dünne Haarbüschel dürfen zwischen den Zehen vorhanden sein und sogar etwas herausragen, soweit sie die Pfoten nicht unförmig, sondern länger und feiner erscheinen lassen. Als Anhaltspunkt : Hunde, deren Haarkleid in guter Kondition ist, weisen am Widerrist Haare von 7,5 cm und an der Rute von 15 cm Länge auf.
Farbe
Auf weissem Grund sind alle Farben zugelassen. Am Rumpf und an den Gliedmassen muß das Weiß im Verhältnis zur Farbe vorherrschen. Eine mehr oder weniger breite weisse Blesse am Kopf wird gerne gesehen. Eine weisse Zeichnung an der Unterseite des Kopfes ist zulässig, aber ein vorwiegend weisser Kopf ist fehlerhaft. Auf alle Fälle müssen die Lefzen, die Augenlider und vor allem der Nasenschwamm pigmentiert sein.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Ungefähr 28 cm.
Gewicht
Zwei Kategorien :
1. Rüden und Hündinnen von weniger als 2,5 kg.
2. Rüden von 2,5 bis 4,5 kg und Hündinnen von 2,5 bis zu 5 kg.
Minimalgewicht : 1,5 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Schädel flach, apfelförmig oder gewölbt wie bei den kleinen englischen Spaniels.
 Stop zu stark oder zu wenig ausgeprägt.
 Nasenschwamm nicht schwarz.
 Nasenrücken konvex (Ramsnase) oder konkav (Sattelnase).
 Unvollständige Pigmentierung der Lefzen.
 Rückbiß und insbesondere Vorbiss.
 Auge klein, zu rund, vorstehend, von heller Farben, mit sichtbarem Weiss, wenn der Hund den Blick nach vorne richtet.
 Unvollständige Pigmentierung des Lidrandes.
 Karpfen- oder Senkrücken.
 Ringelrute, auf dem Rücken liegende oder auf die Seite fallende Rute (es handelt sich um die knöcherne Rute und nicht um Haare, welche dank ihrer Länge in Strähnen herunterhängen).
 Krumme Vorderläufe.
 Knotige Vorderfußwurzelgelenke.
 Schwache Hinterhand.
 Hinterläufe, deren Stellung am Knieglenk, am Sprunggelenk oder an den Pfoten von einer senkrechten Linie abweichen.
 Einfache oder doppelte Afterkrallen an den Hinterläufen sind als Schönheitsfehler unerwünscht.
 Ihre Entfernung ist zu empfehlen.
 Einwärts oder auswärts gedrehte Pfoten.
 Pfoten, deren Krallen den Boden nicht berühren.
 Haarkleid spärlich, weich oder aufgeplustert; senkrecht eingepflanztes oder aufrecht stehendes Haar; wolliges Haar; Unterwolle, die auf eine Kreuzung mit dem deutschen Spitz hinweist.

Disqualifizierende fehler

 Aggressiv oder ängstlich.
 Nasenschwamm rosarot oder rosa gefleckt.
 Rück- oder Vorbiß so ausgeprägt, daß sich die Schneidezähne nicht mehr berühren.
 Gelähmte oder ständig sichtbare Zunge.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

 

Detaillierter Verlauf

Der kontinentale Zwergspaniel ist besser bekannt als der Schmetterlingsspaniel oder der Phalael Spaniel (eine Motte), abhängig von der Form seiner Ohren, und es ist wahr, dass dieser hellhäutige Kobold, anmutig wirbelnd, Gut verdient seinen Spitznamen.

Das heißt, der offizielle Name dieses Hundes charakterisiert ihn perfekt, denn es ist wohl eine Reduktion von Spaniel, auch wenn es bei der jüngsten Sorte mit geraden Ohren weniger offensichtlich erscheint. Außerdem waren die Spaniel schon immer sehr unterschiedlich groß. Diejenigen, die wir heute kennen, sind sicherlich ziemlich groß, aber Buffon bestand auf dieser Vielfalt; In einigen Regionen gab es viel kleinere und leichtere Typen als Breton Spaniel. In gleicher Weise ist der kontinentale Ursprung der Rasse nicht zu diskutieren, da die lebenden Spaniels auf beiden Seiten des Kanals immer verschieden waren, unsere, kleiner und feiner, hatten nur Vergnügungshunde, im Gegensatz zu Spaniels, die zuerst robust genug waren, um zu jagen; Erst im 17. Jahrhundert, nach Überfahrten mit asiatischen Spaniels, begannen sie, Hunde zu sein.

Der Kontinental Zwerg Spaniel kann die Goldenen Palme des Dienstalters verliehen werden. In der Tat war dieser Hund bereits in den Gemälden des berühmten Giotto (1266 - 1337) vertreten, und im 16. Jahrhundert war er in der Bildkunst allgegenwärtig geworden, wo er am häufigsten neben einer großen Dame oder eine Familie, wie die neue Mode des Porträts wollte. Und wenn die Miniaturhunde als obligatorische Motive erschienen, waren es die Zwergspaniels, die am häufigsten vertreten waren, wie man an vielen Gemälden sehen kann, vor allem in Marguerite de Valois und François Clouets Sohn von François 1er. (1510 - 1572). In der italienischen Schule, Veronese (1528 - 1588) enthalten ein Zwerg Spaniel in der Königin von Saba, in der Dame auf der Balustrade, in der Familie, und Tizian (1488 - 1576) malte ihn in seiner berühmten Venus d ' Urbino. Aber es ist zweifellos die flämische Schule, die die meisten Aufführungen des Zwergspaniels bot, sei es das Werk von Hans Memling (1433 - 1494), von Van der Helst (1613 - 1494) - 1670), von Quentin Metsys (1466 - 1530) und von Rubens (1577 - 1640).

Die Mainlander, die Zwergspaniels, waren sowohl Franzosen als auch Italiener oder Flamen. Diese äußerst seltenen und kostbaren Hunde waren besonders beliebt bei den großen Herren oder edlen Dames, die nicht zögerten, die großen Mittel zu verwenden, um die feinsten, kleinsten und empfindlichsten Themen zu erwerben. Viele waren auch Könige und Fürsten, die sie besaßen. Heinrich III. Ist einer von denen, die sie am meisten lieben, zu seinem Nachteil auch, weil diese Leidenschaft für die Zwergspaniels sehr dazu beigetragen hat, ihn zu verspotten. Ohne seinen Ruf zu fürchten, saß er gern auf großen Räten mit seinen Spaniels in einer Konsole, die an seinem Hals hing. Und er gab manchmal die Angelegenheiten seines Königreichs auf (noch aufgeregt), um nach Lyon zu gehen, wählte Themen "nicht größer als die Faust". Aber vor ihm hatte Franz I., obwohl bekannt als der Koloss, der Henry VIII von England legte, bereits für Begleiter einen Lieblingszwergspaniel, genannt Lemon.

In der Tat erreichte dieser Hund zur Zeit der Renaissance den Gipfel des Glanzes, und im 17. Jahrhundert war er noch ein Teil des königlichen Gefolges, wie das berühmte Gemälde Louis XIV. Familie Larguillière beweist (1656 - 1746). Mit der Zeit wurde der Zwergspaniel eher ein Alkoven und Salonhund, eine Entwicklung, die bereits durch das Werk von Watteau (1684 - 1721) sichtbar wurde, der es in seine galanten Kompositionen mit einbezog, sei es in der Embarquement für Kythera oder in der Versammlung in einem Park. Was Greuze (1725 - 1805) betrifft, so stellte er einen kleinen schwarzen und feurigen Spaniel dar, der auf den Knien der Marquise de Chauvelin saß. Schließlich wurde er besonders von Fragonard (1732-1806) als Alkovenhund geweiht, der ihn in der süßen Note, im gekrönten Liebhaber, im Hebel oder in der Frau mit dem Hund malte.

Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts gab uns Buffon von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus das Porträt des Zwergspaniels. In seiner Naturgeschichte; bereichert durch die vielen Illustrationen von Breant; er unterschied bereits die verschiedenen Varietäten des Zwergspaniels, je nach Farbe und Länge des Fells. So sollte man den Zwergen-Spaniel nicht wirklich verwechseln, von weißem und schwarzem Kleid, mit der schwarzen Pyramide und dem Feuer oder dem Schurken, der sich durch ein kürzeres und völlig schwarzes Haar auszeichnet.

Im Laufe der Zeit wurde es für den Zwergspaniel jedoch immer schwieriger, seine Vorrangstellung zu behalten. So entwickelten sich die kleinen Hunderassen, darunter Bichons und Pudel. Außerdem wurden alle diese Hunde oft zwischen ihnen gekreuzt und durchliefen die neuen Modi, die sie häufig unkenntlich machten, weil es nicht genug war, sie zu wickeln oder ihnen eine Halskette zu geben, indem sie sie parfümierten. Es war auch in Mode, sie "in Löwen" oder Locken zu mähen, was auch den Erfolg des Pudels, natürlich lockiges Haar, erklärt. Auch ist es heute manchmal schwierig, auf diesem oder jenem Gemälde ein Bichon eines Spaniels oder einen echten Löwenhund unterscheiden zu wollen.

Im neunzehnten Jahrhundert ging der Zwergspaniel vom Salon der Markgrafen an den der Bourgeois über, als die Entwicklung der französischen Gesellschaft nach der Revolution von 1789. Doch ab dem zweiten Kaiserreich nahm die Aura dieses Hundes ernsthaft ab unser Land, für viele kleine Luxusrassen, solche Carlin, die sich vor der Ankunft der Pekingesen so viel wie der Pudel verbreiteten.

Aber wenn das Rennen in Frankreich zusammenbrach, entwickelte es sich in Belgien, wo es eine echte Revolution kannte. In der Tat haben belgische Züchter seine Ohren umgestaltet, die beim Fallen aufgestanden sind. Zu Beginn des Jahrhunderts beschrieb der Zynophile Van der Snickt die Ohren der beiden Sorten, die 1902 auf den belgischen Ausstellungen zugegen waren. In den zwanziger Jahren schlugen Houtard und Bylandt, zwei Belgier, einen Entwurf für die Rasse vor. . Der belgische Continental Zwergen Spaniel Club wurde 1933 gegründet und begann sofort eine große Aktivität.

Aber es blieb die Definition der Nationalität der Rasse, die, obwohl sie in der flämischen Kunst über die Jahrhunderte präsent und in Belgien seit 1900 sehr verbreitet war, aufgrund der zahlreichen historischen und künstlerischen Zeugnisse auch als französisch anerkannt werden konnte. Auf einem Kongress, der 1934 in Lille mit dem Belgischen Klub der Rasse organisiert wurde, entschieden die Königliche Gesellschaft von Saint-Hubert von Belgien und die Central Canine Society von Frankreich, dass der Zwergspaniel französisch-belgisch war und sie kamen ein Standard der Rasse, nach der Prüfung der typischsten Brüssel Themen und auch Bezug auf die vielen Reproduktionen von alten Gemälden. Dies ist der Hund, der in Tizians Gemälde Clarissa Strozzi figuriert, das schließlich als Modell diente: Auf dem Arm der bezaubernden kleinen Clarissa ist ein rot-weißer Spaniel gemalt, der an der Ecke einer Truhe sitzt. Sehr dünn, es hat ein leichtes Fell, weder geschweift noch wollig, noch sehr vorhanden. Sein Kopf hat genau die gleichen Proportionen wie der heutige Zwerg, und seine weiße Schnauze wird durch eine weiße Liste verlängert, die seine hohe Stirn fein säuberlich teilt. Diese ideale Darstellung der Rasse wurde als ein bestimmter Zeittyp "Vecelli" bezeichnet - Vecellio (oder Vecelli) ist der wahre Nachname von Tizian.

Dieser Standard des Continental Dwarf Spaniel wurde 1937 von der FCI anerkannt. Er bezog sich hauptsächlich auf den alten Typ mit fallenden Ohren, aber die Schmetterlingsform wurde viel populärer. Die Bezeichnung "Phalene", um den alten Typus zu qualifizieren, erschien außerdem 1955, während es anfing, selten zu werden. In der Tat, die Hunde mit fallenden Ohren, die in den Würfen geboren wurden, wurden immer seltener als Züchter verwendet, so sehr, dass diese Sorte sehr nahe war zu verschwinden, gibt es wenig.

Einige Autoren glauben, dass die Schmetterlingsart von der Kreuzung des Spaniel mit Chihuahua kommt. Es scheint jedoch plausibel, dass die amerikanische Rasse dem Zwergspaniel verpflichtet ist, weil sie in Südamerika von den Spaniern eingeführt wurde, und von diesem Kontinent aus sind die ersten Champions Chihuahuas langhaarig. Es ist eher für kleine Hunde der Gattung Spitz, dass der Spaniel seine Ohren errichtet errichtet. Sie waren übrigens in Belgien viel weiter verbreitet als die Chihuahua, deren Ansiedlung in diesem Land später als zu Beginn des Jahrhunderts erfolgt.

Wenn sich die Rasse nun in Frankreich gut entwickelt, ist sie seit den sechziger Jahren in Belgien selten (während sie "schwärmt", man sagt dort, vor fünfzig Jahren), wo es mehr als ein paar Züchter gibt . Um 1920 begannen sich die Engländer für den kontinentalen Zwergspaniel zu interessieren, und die ersten Fächer wurden 1923 in fremde Rassen eingeführt. Der Kennel Club eröffnete sein Buch der Ursprünge bald danach, im Jahr 1926. Die ersten Linien waren Französisch und belgische Importe, aber der britische Zwerg Spaniel änderte sich dann: ein bisschen größer, schwarz und weiß im Allgemeinen, mit einer Schnauze ein wenig länger, hat es runder Augen, während die Continental Im Vereinigten Königreich kam der Spaniel dann in die Vereinigten Staaten, wo er 1935 vom American Kennel Club anerkannt wurde. Es ist auch über Großbritannien Es wurde in den Niederlanden sowie in Schweden gegründet, wo jedes Jahr tausend Geburten registriert werden.

Der Continental Zwerg Spaniel hat nicht nur eine prestigeträchtige Vergangenheit, sein liebenswerter Charakter macht ihn zu einem beliebten Hund mit vielen Freunden. Leichtfüßig, freundlich, völlig seinen Meistern ergeben, ist er ein lebhafter kleiner Hund, neugierig, sehr spielerisch, während seines ganzen Lebens ein Welpen-Temperament behaltend. Sehr gesellig, er wird nie von Fremden eingeschüchtert, er beobachtet mit seinen schelmischen Augen zitternden Schwanz. Er zögert nicht, beim geringsten Lärm oder angesichts eines ungewöhnlichen Ereignisses mit Überzeugung zu bellen, und zeigt dann große Wachsamkeit. Ziemlich gehorsam mit Meistern, die nicht zu milde sind, kann er sein Gebell moderieren. Aber dieser kleine Hund, der perfekt angepasst ist, ist nicht ausschließlich für ein Salonleben gedacht. In Schweden beispielsweise ist er an vielen Übungen beteiligt, beispielsweise an Gehorsamkeitstests, bei denen er Zubehörteile verwendet, die an seine Größe angepasst sind. Wir können sehen, wie er eine kleine Barriere sprengt, um seinem Meister einen Mini-Beitrag (eine Art Hantel, die in Trainingsübungen verwendet wird) zurückzubringen. Und in diesem Land mit einem rauhen Klima haben wir keine Angst, es zu spielen und im Schnee zu arbeiten.

Der Zwergspaniel ist ein sehr lebhafter Hund, sportlich, wenn es der Wunsch seiner Herren ist, genauso wie er ein ausgezeichneter Spielgefährte für Kinder ist. Es ist viel gefügiger, süßer und weniger überschwänglich als zum Beispiel ein kleines Yorkshire. Sein Mantel verursacht keine Wartungsprobleme. Die Abwesenheit von Unterwolle macht das Bürsten mühsam und reduziert ihre Häufigkeit, aber sei vorsichtig, mit einer weichen Bürste, dass es keine Knoten an den Rändern hat, besonders an den Ohren . Wenn der bei der Geburt winzige Welpe (er wiegt 80 bis 110 g) schnell seine Erwachsenengröße erreicht, erwirbt er sein endgültiges Fell nur zwischen achtzehn Monaten und zwei Jahren.

Trotz seines anmutigen Aussehens ist er ein sehr starker Hund, und er lebt leicht bis zu vierzehn Jahren und bedarf keiner besonderen Pflege. Seine Augen sind insbesondere nicht sehr prominent, also nicht sehr zerbrechlich. Der Standard hat eine Mindestgewichtsgrenze festgelegt, die für Miniaturrassen selten ist. So muss der Hund mindestens 1,5 kg wiegen, um übertriebenen Kleinwuchs zu vermeiden, der oft zu gesundheitlichen Problemen führt. Die Rasse ist nicht sehr fruchtbar: Es braucht ein wenig Geduld, um ein Thema zu bekommen, aber der zukünftige Meister wird seine Erwartungen nicht bereuen, denn die französische Zucht ist Qualität.

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