Parson Russell Terrier

FCI-Standard Nº 339

Ursprung
Großbritannien
Übersetzung
Dr. J.-M. Paschoud / Harry G.A. Hinckeldeyn, ergänzt und überarbeitet Christina Bailey / Offizielle Originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 3 Terrier
Sektion
Sektion 1 Hochläufige Terrier
Arbeitsprüfung
Arbeitsprüfung nach Wahl
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Montag 04 Juni 2001
Vorläufigen Anerkennung durch die FCI
Montag 02 Juli 1990
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 22 August 2017
Letzten Aktualisierung
Montag 15 Oktober 2018
En français, cette race se dit
Parson Russell Terrier
In English, this breed is said
Parson Russell Terrier
En español, esta raza se dice
Parson Russell Terrier
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Parson Russell Terrier

Verwendung

Derber, widerstandsfähiger Arbeitsterrier, besonders für die Arbeit unter der Erde geeignet.

Kurzer geschichtlicher abriss

Jahrelang gab es viele Differenzen in den Rängen der Terrier Liebhaber über einen Typ von Terrier, der etwas vage „der Jack Russell Terrier“ genannt wurde. Der Kennel Club erhielt eine grosse Anzahl von Bewerbungen von Anhängern einer Sorte von Fox Terriern, die von einem viktorianischen jagenden Pfarrer, dem Pastor John Russell, gezüchtet worden waren. Schliesslich wurde dieser robuste und arbeitsfreudige Typ von Terrier anerkannt und erhielt den Rasse Namen – Parson Russell Terrier.

Allgemeines erscheinungsbild

Arbeitsfreudig, lebhaft, wendig; ohne Übertreibungen. Für Schnelligkeit und Ausdauer gebaut, vermittelt einen allgemeinen Eindruck von Harmonie und Beweglichkeit. Natürlich erworbene Narben sind zulässig.

Wichtige proportionen

Harmonisch gebaut.
Die Gesamtlänge des Körpers ist geringfügig grösser als die Höhe vom Widerrist zum Boden.
Die Entfernung von der Nasenspitze zum Stop ist ein wenig kürzer als die vom Stop zum Hinterhauptbein.

Verhalten / charakter (wesen)

Ursprünglich ein Terrier, der für die Arbeit im Fuchsbau gezüchtet wurde, ein selbstbewusster, aktiver und fröhlicher Hund mit der Fähigkeit und dem zur Arbeit im Bau geeigneten Körperbau. Unerschrocken und freundlich.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Kopf keilförmig.
Schädel
Flach, mäßig breit, zu den Augen hin allmählich schmaler werdend. 
Stop
Flach.

Facial region

Nasenschwamm
Schwarz.
Kiefer / Zähne
Kräftige Kiefer, muskulös. Zähne von guter Grösse und regelmäßig platziert; vollständiges Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Wangen
Nicht auffällig.
Augen
Dunkel, mandelförmig, tiefliegend, mit leidenschaftlichem und intelligentem Ausdruck.
Ohren
Grösse im Verhältnis zum Kopf. « V »-förmig, nach vorne fallend; die Ohrspitze muss bis zum Augenwinkel reichen, die Falte nicht über dem höchsten Punkt des Schädels liegend. Der Ohrlappen ist mässig dick.

Hals

Klar umrissen, muskulös, von guter Länge, sich zu den Schultern hin allmählich verstärkend.

Körper

Rücken
Kräftig und gerade und wendig.
Lenden
Kräftig und leicht gewölbt.
Brust
Von mäßiger Tiefe, dabei nicht tiefer als bis zum Ellenbogen reichend; von einer Grösse, dass man ihn hinter den Schultern von zwei durchschnittlich großen Händen umfassen kann.
Rippen
Rippen weit nach hinten reichend weder zu stark noch zu flach gewölbt.

Rute

Früher üblicherweise kupiert.
Kupiert: In ihrer Länge zum Körper passend. Kräftig, möglichst gerade, mäßig hoch angesetzt, in der Bewegung hoch aufgerichtet getragen, kann etwas tiefer getragen werden wenn in Ruhestellung.
Unkupiert: Von mäßiger Länge und so gerade wie möglich, zur Ausgewogenheit der Gesamterscheinung des Hundes beitragend, dick am Ansatz, sich zum Ende hin verjüngend.
Mäßig hoch angesetzt, in der Bewegung hoch aufgerichtet getragen, kann in Ruhestellung etwas tiefer getragen werden.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Mässiger Abstand zwischen den Vorderläufen, die gut unter dem Körper stehen müssen.
Schultern
Lang und schräg, gut zurückliegend, klar umrissen am Widerrist.
Oberarm
Von gleicher Länge wie die Schulter und in solchem Winkel dass die Vorderläufe gut weit zurück unter dem Körper stehen, unterhalb des Widerrists.
Ellenbogen
Am Körper anliegend, an den Seiten frei beweglich.
Unterarm
Kräftig und gerade, weder nach innen noch nach aussen gedreht. Die Länge der Vorderläufe sollte etwas grösser als die Tiefe des Körpers sein.
Vordermittelfuss
Kräftig und biegsam.

Hinterhand

Allgemeines
Kräftig, muskulös mit guter Winkelung.
Unterschenkel
Gut entwickelt.
Knie
Gut gewinkelt, ohne Übertreibung.
Hintermittelfuss
Parallel, erzeugt viel Schub.
Sprunggelenk
Tief angesetzt.

Pfoten

Kompakt mit festen Ballen, Zehen mässig gebogen, niemals flach oder offen, weder nach innen noch nach aussen gedreht.

Gangwerk

Frei ausgreifend, ausgeglichen, ohne Übertreibungen. Schritte sollten von guter Länge sein, niemals steif oder hochsteppend. Hinterhand gibt viel Schub. Gut koordiniert; gerade im Kommen und Gehen.

Haut

Muss dick sein und locker anliegen.

Coat

Haar
Von Natur aus harsch, anliegend und dicht, gleichgültig ob rauhaarig oder glatt, mit guter Unterwolle. Wetter abweisend. Bauch und Unterseiten behaart. Das fertig gemachte Haar (getrimmt) soll natürlich und niemals geschnitten aussehen.
Farbe
Vollständig weiss oder vorwiegend weiss mit lohfarbigen, gelben oder schwarzen Abzeichen oder jede Kombinationen dieser Farben, vorzugsweise beschränkt auf den Kopf und/oder auf den Ansatz der Rute aber ein wenig Farbe am Körper ist zulässig.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Rüden: Ideale Höhe 36 cm. Hündinnen: Ideale Höhe 33 cm.
Es ist äusserst wichtig zu beachten, dass ein guter Körperbau und Harmonie bewahrt wird, dabei soll man auch daran denken, dass dieser Terrier für die Arbeit im Fuchsbau gezüchtet wurde und dass man ihn mit zwei durchschnittlich grossen Händen direkt hinter der Schulter umfassen kann.
Mit dieser Vorgabe sind kleinere Grössen zulässig.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder übermässig ängstliche Hunde.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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