Schwedische Dachsbrake

FCI-Standard Nº 130

Ursprung
Schweden
Übersetzung
Standardkommission des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (V.D.H.)
Überprüft durch Herrn Wiblishauser / Durch die Firma Skrivanek ergänzt
Durch den VDH überprüft / Offizielle Originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion
Sektion 1.3 Kleine Laufhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Dienstag 04 Januar 1955
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 27 Juli 2021
Letzten Aktualisierung
Freitag 01 Oktober 2021
En français, cette race se dit
Basset suédois
In English, this breed is said
Drever
En español, esta raza se dice
Perro tejonero sueco
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Drever

Verwendung

Laufhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der kleine deutsche Laufhund, die westfälische Dachsbracke, wurde 1910 nach Schweden importiert. Die ersten Hunde wurden 1913 eingetragen; allerdings ist wenig über die Rasse vor 1930 bekannt. Erst von da an erlangte sie den Ruf eines sehr guten Spürhundes für Rotwild. Dieses war bis zu dieser Zeit spärlich vorhanden; als es jedoch zahlreicher wurde und sich weiter nach Norden ausbreitete, erfuhren Jäger von den Vorzügen des kurzbeinigen Hirsch-Spürhundes. 1947 wurde der größeren (2 cm höher am Widerrist) schwedischen Varietät der Bracke der Name Drever gegeben. 1953 wurde der Drever als eine schwedische Rasse anerkannt. Der Drever wird als beste Wahl für die Hirschjagd angesehen, jedoch ist er ein ebenso zuverlässiger Jagdhund für die Hasen- und Fuchsjagd. Im wesentlichen sollte der Drever wie ein Spürhund gebaut sein. Er sollte in der Lage sein, leistungsfähig bei schwedischen Boden- und Klimaverhältnissen zu arbeiten. Die Rasse wird ausschließlich als Jagdgebrauchshund gehalten und man hört kaum jemals von einem, der "nur" als Begleithund gehalten wird.

Allgemeines erscheinungsbild

Eher langer Körper mit ziemlich niedrig stehenden Läufen. Erscheinungsbild eher robust und kräftig als elegant und schnittig. Stolze Haltung, gut entwickelte Muskulatur, flink. Der Unterschied zwischen Rüden und Hündinnen ist ausgeprägt.

Wichtige proportionen

Der Abstand vom Boden zur unteren Brustlinie soll 40 % der Wiederristhöhe betragen.

Verhalten / charakter (wesen)

Aufmerksamer, ausgeglichener Laufhund. Nie aggressiv, nervös oder scheu.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Der Kopf soll im Verhältnis zum Körper groß sein, langgestreckt und sich zur Nase hin verjüngen. Das längenverhältnis Oberkopf und Fang beträgt 1:1.
Schädel
Nur wenig gewölbt. 
Stop
Gering.

Facial region

Nasenschwamm
Schwarz und mit gut entwickelten, weiten Nasenlöchern.
Fang
Von oben oder von der Seite gesehen gut entwickelt, niemals spitz.
Lefzen
Straff und dicht anliegend, die Zähne gut überdeckend. Lefzenwinkel nicht sichtbar.
Nasenrücken
Nasenrücken gerade oder leicht gebogen.
Kiefer / Zähne
Starke Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss. Das Fehlen von PM1 und M3 sollten nicht länger als disqualifizierende Fehler angesehen werden. Zangengebiss zulässig.
Augen
Klar und ausdrucksvoll, weder hervorstehend noch Weiß zeigend. Dunkelbraune Augenfarbe. Augenlider gut straff am Augapfel anliegend.
Ohren
Ziemlich tief angesetzt, mittellang und breit, hängend und ohne Falten dicht an den Wangen anliegend getragen abgerundete Spitzen.

Hals

Kraftvoll und von richtig proportionierte Länge. Gleichmäßiger Übergang in die Schulterpartie. Dicke Haut, straff anliegend.

Körper

Obere Profillinie
Horizontal.
Widerrist
Gut ausgeprägt (besonders bei Rüden).
Rücken
Rückenlinie Gerade.
Lenden
Kräftig und muskulös.
Kruppe
Leicht schräg, lang und breit.
Brust
Gut ausgeformt, oval, und deutlich unter die Ellenbogen reichend. Gut ausgeformter weit nach hinten reichender Brustkorb. Gut definierte Vorbrust.
Rippen
Gut ausgeformter Rippenkorb mit deutlich betonter Vorbrust.
Untere Profillinie und Bauch
Brustlinie gleichmäßig in die nur schwach aufgezogene Bauchlinie übergehend.

Rute

Lang und am Rutenansatz dick. Bevorzugt hängend, kann aber auch höher getragen werden, jedoch nie über dem Rücken.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Die Vorderläufe sollen von vorne gesehen gerade sein; kräftige Knochen.
Schultern
Schulterblätter sind gut anliegend, lang, breit und stark bemuskelt. Von der Seite betrachtet bilden sie einen Winkel von 50° mit der Horizontalen. Ausgeprägter Widerrist.
Oberarm
Verhältnismäßig lang und breit. Gut anliegend, jedoch frei beweglich. Bildet mit dem Schulterblatt einen Winkel von 100°.
Ellenbogen
Weder ein- noch auswärts gedreht.
Vordermittelfuss
Federnd und von der Seite betrachtet einen geringen Winkel mit dem Unterarm bildend.
Vorderpfoten
Fest, mit eng aneinanderliegenden Zehen und gut gepolsterten, derben Ballen. Weder einwärts noch auswärts drehend.

Hinterhand

Allgemeines
Von hinten gesehen gerade und parallel.
Oberschenkel
Breit mit gut ausgebildeter Muskulatur.
Knie
Gut gewinkelt.
Hintermittelfuss
Kurz und nahezu senkrecht stehend.
Sprunggelenk
Breit, stark und gut gewinkelt.
Hinterpfoten
Wie Vorderpfoten.

Gangwerk

Die Bewegung sollte gleichmäßig, parallel und weitausgreifend sein. Die Rückenlinie bleibt dabei eben.

Coat

Haar
Harsch, gerade und dicht am Körper anliegend. Auf dem Kopf, an den Behängen und dem unteren Teil der Läufe soll das Haarkleid kürzer, am Hals, auf dem Rücken und der hinteren Seite der Schenkel länger sein. Auf der Unterseite der Rute soll es buschig sein, jedoch keine Fransen bilden.
Farbe
Alle Farben mit weißen Abzeichen sind zulässig. Nicht zugelassen ist : Überwiegend Weiß, Merle oder Leberbraun. Die Farben sollen rein sein. Weiße Abzeichen sollten von allen Seiten gut erkennbar sein, vorzugsweise als Blesse, als Hals ring, an den Pfoten und an der Rutenspitze. Bevorzugt werden sollten symmetrische Abzeichen.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Ideal für Rüden 35 cm, mit zulässiger Toleranz von 32 bis 38 cm. Ideal für Hündinnen: 33 cm, mit zulässiger Toleranz von 30 bis 36 cm.
Gewicht
Über 15 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Fleischfarbener Nasenschwamm.
 Helle Augen.
 Unvollständige Anzahl von Schneidezähne.
 Weiße Abzeichen außer den im Standard genannten.

Schwere fehler

 Zu tief stehend.
 Schmaler Unterkiefer.
 Senkrücken, Karpfenrücken.
 Gekrümmte Vorderläufe.
 Ein- oder auswärtsdrehende Pfoten.

Disqualifizierende fehler

 Aggressiv oder ängstlich.
 Ein oder beide Augen blau.
 Ausgeprägter Vor- oder Rückbiss.
 Fehlstellung eines oder beider Fangzähne des Unterkiefers, so dass bei geschlossenem Fang Gaumen und/oder Zahnfleisch des Oberkiefers verletzt werden können (Caninus Engstand).
 Knickrute oder anderweitig deformierte Rute.
 Leberbraune Farbe, völlig weißes Haarkleid.
 Überwiegend weißes Haarkleid, Merle oder Leberbraun.
 Über- oder Untergröße.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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