Islandhund

FCI-Standard Nº 289

Ursprung
Island
Übersetzung
Elke Peper, überprüft durch Herrn Fischer, durch Skrivanek Translation Services überarbeitet, durch den VDH überprüft / Offizielle Originalsprache (EN)
Gruppe
Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion
Sektion 3 Nordische Wach- und Hütehunde
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Montag 17 Juli 1972
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Freitag 15 Juni 2018
Letzten Aktualisierung
Dienstag 25 September 2018
En français, cette race se dit
Chien de berger islandais
In English, this breed is said
Icelandic Sheepdog
En español, esta raza se dice
Perro de pastor islandés
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Ijslandse Hond
In seinem Herkunftsland heißt er

Íslenskur Fjárhundur

Verwendung

Hütehund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Islandhund ist die einzige Hunderasse mit Island als Ursprungsland Er ist der Nachfahre jener Hunde, die von den ersten Siedlern, den Wikingern, nach Island gebracht wurden (870 bis 930 n. Chr.). Die Hunde wurden beim Zusammentreiben des Viehs und der täglichen Arbeit auf den Bauernhöfen unentbehrlich. Ihre Arbeitsweise passte sich den örtlichen Gegebenheiten, den landwirtschaftlichen Methoden und dem jahrhundertelangen harten Überlebenskampf der Menschen an.

Allgemeines erscheinungsbild

Der Islandhund ist ein nordischer Hüte-Spitz; er ist etwas kleiner als mittelgroß, robust, mit Stehohren und einer geringelten Rute. Von der Seite betrachtet, hat er ein rechteckiges Format. Sein Ausdruck ist sanft, intelligent und fröhlich. Ein selbstsicheres, lebhaftes Verhalten ist typisch für die Rasse. Es gibt zwei Haararten, kurz und lang, beide dick und äußerst wetterfest. Rüden und Hündinnen unterscheiden sich beträchtlich in ihrem Geschlechtstyp.

Wichtige proportionen

Von der Seite gesehen, hat der Hund ein rechteckiges Format, wobei die Rumpflänge vom Buggelenk bis zum Sitzbeinhöcker die Widerristhöhe übertrifft.
Die Tiefe der Brust ist identisch mit der Länge des Vorderlaufs.
Der Fang ist etwas kürzer als der Schädel.

Verhalten / charakter (wesen)

Der Islandhund ist ein robuster und wendiger Hüte-Spitz, der verbellt, was ihn äußerst nützlich beim Hüten und Treiben von Schafen und anderem Vieh macht. Der Islandhund ist von Natur aus sehr aufmerksam und kündigt die Ankunft von Besuchern ohne aggressives Verhalten an. Die Rasse ist fröhlich, freundlich, neugierig, verspielt, selbstbewusst und von sanftem Wesen.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Kräftig mit straff anliegender Haut. Dreieckig von oben und von der Seite betrachtet.
Schädel
Etwas gewölbt. 
Stop
Deutlich erkennbar, aber weder abrupt noch tief.

Facial region

Nasenschwamm
Schwarz, dunkelbraun bei schokoladenbraunen und manchen cremefarbenen Hunden.
Fang
Gut entwickelt und stark, Nasenrücken gerade. Der Fang ist etwas kürzer als der Oberkopf. Er verjüngt sich gleichmäßig zur Nase hin und bildet ein stumpfes Dreieck sowohl von oben als auch von der Seite gesehen.
Lefzen
Straff anliegend. Schwarz, dunkelbraun bei schokoladenbraunen und manchen cremefarbenen Hunden.
Kiefer / Zähne
Scherengebiss, Vollzahnigkeit bevorzugt.
Wangen
Flach. Kurzhaarig, gut gefüllt.
Augen
Mittelgroß, mandelförmig. Dunkelbraun. Etwas heller bei schokoladenbraunen und manchen cremefarbenen Hunden. Der Ausdruck ist sanftmütig.
Ohren
Aufrecht, von mittlerer Größe. Sie sind gut auseinandergesetzt, jedoch nicht zu tief angesetzt. Ein nahezu gleichseitiges Dreieck mit steifen Kanten und leicht abgerundeten Spitzen. Sehr beweglich. Sie reagieren sensibel auf jedes Geräusch und zeigen, in welcher Stimmung der Hund sich befindet.

Hals

Mäßig lang, trocken und muskulös. Leicht gebogen, den Kopf gut tragend.

Körper

Allgemeinheit
Stark und harmonisch zur Gesamterscheinung.
Rücken
Gerade, muskulös und kräftig.
Lenden
Breit, muskulös und relativ kurz.
Kruppe
Mäßig kurz und breit, leicht abfallend, gut bemuskelt.
Brust
Lang, tief, gut gewölbt.
Untere Profillinie und Bauch
Nur leicht aufgezogen.

Rute

Hoch angesetzt, über dem Rücken geringelt, wobei dieser berührt wird.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Die Vorderläufe sind kräftig und von vorn gesehen gerade und parallel. Normale Winkelungen.
Schultern
Schräg gelagert, bemuskelt.
Vorderpfoten
Eher oval, Zehen gut gebogen und fest zusammengefügt mit gut entwickelten Ballen. Wolfskrallen Können doppelt ausgebildet sein.

Hinterhand

Allgemeines
Die Hinterläufe sind kräftig und von hinten gesehen gerade und parallel. Normale Winkelungen.
Oberschenkel
Breit und gut bemuskelt.
Hinterpfoten
Eher oval, Zehen gut gebogen und fest zusammengefügt mit gut entwickelten Ballen. Wolfskrallen Gut entwickelte, doppelt ausgebildete Wolfs- bzw. Afterkrallen sind erwünscht.

Gangwerk

Vermittelt den Eindruck von Wendigkeit und Ausdauer mit gutem Schub und mühelosem Raumgriff.

Coat

Spezifikationen
Dichtes und extrem wetterfestes Doppelhaar.
Haar
Es gibt zwei Arten:
Kurzhaarig: Das Außenhaar ist relativ grob, mit dicker, weicher Unterwolle. Das Haar ist am Gesicht, oben auf dem Kopf, an den Ohren und den Vorderseiten der Läufe kürzer. An Hals, Brust und Rückseite der Oberschenkel ist es länger. Die Rute ist buschig und die Haarlänge ist im Verhältnis zum Haarkleid.
Langhaarig: Das Außenhaar ist länger und relativ grob, mit dicker, weicher Unterwolle. Das Haar ist am Gesicht, oben auf dem Kopf, an den Ohren und den Vorderseiten der Läufe kürzer. Hinter den Ohren, an Hals, Widerrist, Brust und Rückseite der Oberschenkelist es länger, an der Rückseite der Vorderläufe befedert. Die Rute ist ausgesprochen buschig und die Haarlänge ist im Verhältnis zum Haarkleid.
Farbe
• Falb und Rot in verschiedenen Schattierungen, von Cremefarbe bis hin zu rötlichem Braun.
• Grau schattierung.
• Schokoladenbraun in verschiedenen Schattierungen.
• Schwarz.
Stets begleiten weiße Abzeichen die vorherrschende Farbe, häufig mit helleren Schattierungen an der Unterseite des Hundes, von der Kehle bis zur Rutenspitze.
Grau schattierte und häufig auch lohfarbene und rote Hunde haben eine dunkle Maske, schwarze Spitzen an den Deckhaaren und auch dunkle Haare im Haarkleid (dunkle Wolkung/zobelfarben).
Schwarze und schokoladenbraune Hunde haben traditionell lohfarbene Abzeichen verschiedener lohfarbener Schattierungen auf den Wangen, über den Augen (Augenbrauen), unter der Rute, an der Unterseite der Rute und auf den Läufen.
Gescheckte Hunde haben am Körper Farbflecken auf weißem Untergrund, wobei sie die begleitenden weißen Abzeichen aufweisen können. Die Flecken in den genannten Farben, die unterschiedliche Größen aufweisen können, sollten vorherrschen.
Die häufig unregelmäßigen weißen Abzeichen treten nicht selten unregelmäßig an als Blesse oder in einem Teil des Gesichtes, als Kragen und an der Brust, in unterschiedlicher Länge an weißen Fesseln und an der Rutenspitze auf. Farbe an oder nahe bei den Ohren wird bevorzugt.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Die ideale Größe ist bei Rüden: 46 cm, bei Hündinnen: 42 cm.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Ein einfarbig schwarzer oder brauner Mantel oder Sattel bei einem lohfarbenen oder roten Hund (brackentypische Zeichnung).
 Sehr helle Augen.
 Runde Augen.
 Vollständiges Fehlen von Wolfskrallen an den Hinterläufen.

Schwere fehler

 Blaue Augen.
 Gelbe Augen.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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