Italianischer Corso Hund

FCI-Standard Nº 343

Ursprung
Italien
Übersetzung
Dr. J.-M. Paschoud und Frau Elke Peper
Gruppe
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion
Sektion 2.1 Molosser, Doggenartige Hunde
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Montag 21 Mai 2007
Vorläufigen Anerkennung durch die FCI
Dienstag 12 November 1996
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Freitag 13 November 2015
Letzten Aktualisierung
Dienstag 15 Mai 2018
En français, cette race se dit
Cane Corso
In English, this breed is said
Italian Corso dog
En español, esta raza se dice
Perro Corso Italiano
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Cane Corso Italiano

Verwendung

Wach-, Schutz-, Polizei-, und Fährtenhund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Corsohund ist ein direkter Nachkomme der römischen Molosser. Früher überall in Italien vorhanden, war er in den letzten Jahren nur noch in Apulien und in den angrenzenden süditalienischen Provinzen vertreten. Sein Name leitet sich vom lateinischen « cohors » ab, was « Hüter, Verteidiger von Haus und Hof » bedeutet.

Allgemeines erscheinungsbild

Mittelgrosser bis grosser Hund, rüstig, kräftig gebaut, dennoch elegant. Seine klaren Umrisslinien stellen seine mächtigen Muskeln plastisch dar.

Wichtige proportionen

Der Corsohund ist etwas länger als hoch. Die Länge des Kopfes erreicht 36% der Widerristhöhe.

Verhalten / charakter (wesen)

Wächter von Haus und Hof, der Familie und der Viehherde; in der Vergangenheit wurde er zur Bewachung der Rinderherden und auch zur Grosswildjagd verwendet.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Breiter, typisch molossoider Kopf; die oberen Begrenzungs- linien von Schädel und Fang sind leicht konvergierend.
Schädel
Breit; auf Höhe der Jochbogen entspricht oder übertrifft die Breite des Schädels seine Länge. Die konvexe vordere Schädelpartie wird von der Stirne zum Hinterhaupt hin bedeutend flacher. Die mittlere Stirnfurche ist zu erkennen. 
Stop
Ausgeprägt.

Facial region

Nasenschwamm
Schwarz und geräumig mit weiten, gut geöffneten Nasenlöchern. Er ist in der Linie des Nasenrückens gelegen.
Fang
Wesentlich kürzer als der Schädel, in einem Verhältnis von ungefähr 1:2; er ist kräftig, quadratisch und fast ebenso breit wie lang; seine Vorderfront ist flach; die Seitenflächen des Fangs verlaufen parallel. Von der Seite gesehen ist der Nasenrücken gerade.
Lefzen
Die Oberlefze ist mässig überhängend und bedeckt den Unterkiefer, womit die untere Begrenzungslinie des Fangs durch die Lippen gebildet wird.
Kiefer / Zähne
Kiefer sehr breit, dick, mit gebogenen Kieferästen. Leichter Vorbiss. Zangengebiss zulässig, aber nicht erwünscht.
Augen
Mittelgross, eirund, gerade nach vorn blickend, leicht vorstehend. Die Augenlider sind gut am Augapfel anliegend. Die Farbe der Iris ist je nach Farbe des Haarkleides so dunkel wie möglich. Ausdruck lebhaft und aufmerksam.
Ohren
Dreieckig, hängend, mit einem breiten Ansatz hoch oberhalb der Jochbogen. Sie werden oft in Form eines gleichseitigen Dreiecks kupiert.

Hals

Kräftig, bemuskelt, gleich lang wie der Kopf.

Körper

Allgemeinheit
Die Länge des Körpers übertrifft leicht die Widerristhöhe. Er ist kräftig gebaut, aber nicht untersetzt.
Widerrist
Ausgeprägt, höher gelegen als die Kruppe.
Rücken
Geradlinig, stark bemuskelt und straff.
Lenden
Kurz und fest.
Kruppe
Lang und breit, sanft abfallend.
Brust
Die Brust ist in den drei Dimensionen gut entwickelt und reicht bis zu den Ellenbogen.

Rute

Ziemlich hoch angesetzt, an der Wurzel sehr dick. Die Rute wird auf Höhe des vierten Schwanzwirbels kupiert. In der Bewegung wird die Rute hoch getragen, aber niemals aufrecht oder geringelt.

Gliedmassen

Vorderhand

Schultern
Lang, schräg, stark bemuskelt.
Oberarm
Kräftig.
Unterarm
Gerade, sehr kräftig.
Vordermittelfuss
Elastisch.
Vorderpfoten
Katzenpfoten.

Hinterhand

Oberschenkel
Lang, breit, hinterwärts konvex.
Unterschenkel
Kräftig, nicht fleischig.
Hintermittelfuss
Dick und sehnig.
Sprunggelenk
Mässig gewinkelt.
Hinterpfoten
Etwas weniger kompakt als die Vorderpfoten.

Gangwerk

Schritt bodenweit; Trab ausgreifend; der Trab bleibt die bevorzugte Bewegungsart.

Haut

Ziemlich dick, am Unterhautbindegewebe gut anhaftend.

Coat

Haar
Kurz, glänzend, sehr dicht, mit dünner Unterwolle.
Farbe
Schwarz, bleigrau, schiefergrau, hellgrau, hell falbfarben; hirschrot, dunkel falbfarben; gestromt (Streifen auf verschieden nuancierter falbfarbener oder grauer Grundfarbe). Falbfarbene und gestromte Hunde haben eine schwarze oder graue Maske, die sich auf den Fang beschränkt und nicht weiter als die Augenlinie reichen soll. Ein kleiner weisser Fleck auf der Brust, an der Spitze der Pfoten und auf dem Nasenrücken ist zulässig.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Für Rüden von 64 bis 68 cm, Für Hündinnen von 60 bis 64 cm. Toleranz +/- 2 cm.
Gewicht
Für Rüden 45 bis 50 kg, Für Hündinnen 40 bis 45 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Schwere fehler

 Parallelismus oder ausgesprochene Konvergenz der oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang; Seitenflächen des Fangs konvergierend.
 Nasenschwamm teilweise depigmentiert.
 Scherengebiss; betonter Vorbiss.
 Aufrecht getragene oder geringelte Rute.
 Beim Traben beständig im Passgang.
 Ober- oder Untergrösse.

Disqualifizierende fehler

 Aggressiv oder ängstlich.
 Divergenz der oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang.
 Total depigmentierter Nasenschwamm.
 Nasenrücken eingesunken oder Ramsnase.
 Rückbiss.
 Partielle oder komplette Depigmentierung der Augenlider; Glasauge; Schielen.
 Rutenlosigkeit; Stummelrute (kupiert oder nicht).
 Haar halb lang oder ganz kurz; Haarkleid befedert.
 Alle im Standard nicht beschriebenen Farben; ausgedehnte weisse Flecken.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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