Kromfohrländer

FCI-Standard Nº 192

Ursprung
Deutschland
Gruppe
Gruppe 9 Gesellschafts-und Begleithunde
Sektion
Sektion 10 Kromfohrländer
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Montag 28 November 1955
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Montag 12 Oktober 1998
Letzten Aktualisierung
Montag 12 Oktober 1998
En français, cette race se dit
Kromfohrländer
In English, this breed is said
Kromfohrländer
En español, esta raza se dice
Kromfohrländer
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Kromfohrländer

Verwendung

Begleit- und Haushund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Der Kromfohrländer ist eine der jüngsten deutschen Hunderassen und seit 1955 international anerkannt. Die Erstzüchterin, Frau Ilse Schleifenbaum, wohnte bei Siegen im südlichen Nordrhein - Westfalen nahe der Gemarkung « krom Fohr », was auf hochdeutsch « krumme Furche » heißt. So entstand der Name « Kromfohrländer ». Seinen Stammeltern, dem drahthaarigen Foxterrier und dem Grand Griffon Vendéen, verdankt er sein liebenswertes Wesen, sein Temperament und seinen Charakter.

Allgemeines erscheinungsbild

Mittelgroßer Hund. Es gibt zwei verschiedene Varietäten, die durch die Haarart bestimmt werden : Rauhhaar und Glatthaar.

Wichtige proportionen

Die Rumpflänge ist etwas größer als die Widerristhöhe.

Verhalten / charakter (wesen)

Anpassungsfähiger, lernfähiger und temperamentvoller, gegenüber Fremdpersonen zurückhaltender Begleit- und Haushund mit geringem Jagdtrieb. Aggressivität und Ängstlichkeit sind nicht erwünscht.

Kopf

Oberkopf

Schädel
Leicht rundlich, ohne Stirnhöcker; Stirnfurche angedeutet. 
Stop
Gut angedeutet.

Facial region

Nasenschwamm
Mittelgroß, Nasenlöcher gut geöffnet, schwarz bevorzugt, braun gestattet.
Fang
Verhältnis von Fanglänge zu Oberkopf ist 1 : 1. Profillinien von Fang und Oberkopf verlaufen parallel. Mit geradem Nasenrücken, mäßig breit. Im Profil und von oben gesehen sich bis zur Nasenspitze leicht verjüngend.
Lefzen
Anliegend, nicht zu kräftig; Lefzenwinkel geschlossen; dunkel pigmentiert.
Kiefer / Zähne
Kräftige Kiefer mit einem regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß (42 Zähne gemäß der Zahnformel), wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiß ist gestattet.
Wangen
Gute Bemuskelung, vom Unterkiefer über Oberkiefer bis zum Jochbein straff anliegend.
Augen
Mittelgroß, oval; etwas schräggestellt; dunkelbraun, mittelbraun gestattet.
Ohren
Seitlich hoch angesetzte, nicht oberhalb des Schädeldaches gefaltete Kippohren; von dreieckiger Form mit abgerundeten Spitzen, am Kopf anliegend. Sehr beweglich, stimmungsabhängig getragen, etwas Flatterohr zulässig.

Hals

Profillinie : Schräg ansteigend mit leicht gewölbtem Nacken.
Länge : Mittellang.
Form : Kräftig, zum Rücken hin gut bemuskelt.
Haut : Fest anliegend, ohne Wamme.

Körper

Obere Profillinie
Gerade verlaufend, etwas länger als Widerristhöhe.
Widerrist
Angedeutet.
Rücken
Kräftig; mittellange, gerade Rückenlinie.
Lenden
Ein wenig schmaler als der Rippenkorb, gut entwickelt.
Kruppe
Leicht abfallend verlaufend, gut bemuskelt.
Brust
Mäßig breit und tief. Unterlinie auf Ellenbogenhöhe beginnend. Rippen leicht gewölbt, Vorbrust leicht betont.
Untere Profillinie und Bauch
Zu den Lenden aufgezogen.

Rute

Nicht kupiert, mittellang; Rutenansatz kräftig, Säbelrute, etwas geringelte Rute gestattet; Behaarung entsprechend der Körperbehaarung. In der Ruhe wird die Rute hängend mit leicht aufgebogener Spitze, in der Bewegung sichelförmig über dem Rücken getragen.

Gliedmassen

Vorderhand

Allgemeines
Die Stellung der Gliedmaßen, von vorne gesehen, ist gerade und senkrecht.
Schultern
Gut bemuskelt; Schulterblatt mäßig lang und schräg gelagert.
Oberarm
Zum Schulterblatt ca. 110° gewinkelt, gut bemuskelt.
Ellenbogen
Natürlich am Körper anliegend, weder auswärts noch einwärts gedreht, ca. 120° gewinkelt.
Unterarm
Etwas länger als der Oberarm, senkrecht zum Boden stehend, kräftig.
Vorderfusswurzelgelenk
Gut entwickelt, aber nicht zu stark und dick.
Vordermittelfuss
Relativ kurz, von vorne gesehen in gerader Fortsetzung des Unterarmes; von der Seite gesehen leicht schräg gestellt.

Hinterhand

Allgemeines
Von hinten gesehen ist die Stellung der Hinterläufe gerade und senkrecht zum Boden.
Oberschenkel
Gut bemuskelt, Hüftgelenkswinkel ca. 100°.
Unterschenkel
Sehnig, zum Oberschenkel um ca. 105° gewinkelt.
Hintermittelfuss
Ähnlich dem Vordermittelfuß, senkrecht stehend, ohne Afterkralle.

Pfoten

Leicht gewölbte, aneinanderliegende Zehen; Krallen kräftig; Ballen gut entwickelt, dunkel pigmentiert; helle Krallen zulässig.

Gangwerk

Fließend, fördernd, gleichmäßig ausgreifend; mit gutem Vortritt und kräftigem Schub, springfreudig; kein Paßgang.

Haut

Bindegewebe straff; Pigmentierung entsprechend der Fleckung des Haarkleides.

Coat

Haar
• Rauhhaar : Dichte, rauhe Textur, mit Bart. Haarlänge am Widerrist und auf dem Rücken nicht länger als 7 cm. An den Seiten kürzer, etwa 3 cm. Das Haar auf dem Rücken und an Vorder- und Hinterhand ist härter als an den Seiten. Am Gesicht und am Fang längeres Haar. Haare an den Ohren dem Körperhaar entsprechend. Unterwolle vorhanden, kurz und weich.
• Glatthaar : Dichte, weiche Textur, ohne Bart. Haarlänge am Widerrist und auf dem Rücken nicht länger als 7 cm. An den Seiten kürzer, etwa 3 cm. Haar gut am Körper anliegend. Die Ohren, die Unterseite des Halses und die Brust sind länger behaart. Rute mit guter Fahne. Gute Befederung an den Rückseiten der Vorderläufe und der Oberschenkel erwünscht. Am Gesicht und am Fang kurzes Haar. Unterwolle vorhanden, kurz und weich.
Farbe
Am Körper : Grundfarbe weiß; hellbraune, rotbraune bis stark dunkelbraune Abzeichen in Form von verschieden großen Flecken oder als Sattel. Schwarze Haarspitzen bei brauner Unterwolle erlaubt.
Am Kopf : Hellbraune, rotbraune bis dunkelbraune Abzeichen an den Backen, über den Augen und auf den Ohren. Weitgehend symmetrisch unterteilt mit einer bis auf die Stirn reichenden oder bis zum Nacken durchgehenden weißen Zeichnung (symmetrische Maske mit Blesse).

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Zwischen 38 cm und 46 cm.
Gewicht
Rüde 11 kg bis 16 kg, Hündin 9 kg bis 14 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Schwere fehler

 Farbschwache Augen.
 Zu starke Verblassung der braunen Flecken.
 Schwarzgewolkte Flecken ohne braune Unterwolle.
 Fehlen der Flecken am Körper.
 Stark ungleichmäßige Zeichnung am Kopf.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde.
 Wesensschwäche.
 Vorbiss oder Rückbiss.
 Fehlen von mehr als 2 Molaren oder von mehr als 3 Prämolaren.

Wichtige

Ein fehlender Schneidezahn im Unter-oder Oberkiefer, sowie etwas kürzeres oder längeres Haarkleid sollten bei sonst vorzüglicher bzw. sehr guter Bewertung des Hundes nicht als ausschließende Fehler bewertet werden.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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