Schipperke

FCI-Standard Nº 83

Ursprung
Belgien
Übersetzung
Frau Chauliac, überarbeitet von Dr. Robert Pollet.
Gruppe
Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
Sektion
Sektion 1 Schäferhunde
Arbeitsprüfung
Ohne Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Mittwoch 27 Oktober 1954
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 28 Juli 2009
Letzten Aktualisierung
Mittwoch 20 Januar 2010
En français, cette race se dit
Schipperke
In English, this breed is said
Schipperke
En español, esta raza se dice
Schipperke
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Schipperke

Verwendung

Kleiner Wachhund und Gesellschaftshund.

Kurzer geschichtlicher abriss

Im flämischen Dialekt heißt Schipperke „kleiner Schäferhund“. Der gemeinsame Vorfahre des belgischen Schäferhundes und des Schipperke soll ein Schäferhund der alten Rasse gewesen sein, für gewöhnlich schwarz und ziemlich klein, genannt „Leuvenaar“. Sein Ursprung entstand aus dem 17ten Jahrhundert. Um 1690 war der Schipperke der beliebteste Hund des Volkes und der Brüsseler Schuster des Stadtviertels St. Gorik, die Prüfungen organisierten um ihre Hunde mit den gemeißelten Kupferhalsbändern am Hals zur Schau zu stellen. Als Modeerscheinung des 15ten Jahrhunderts hat man vermutlich die Rute völlig kupiert. Er war berühmt als Jäger von Mäusen, Ratten, Maulwürfen und anderem Ungeziefer. Der Schipperke wurde zum ersten Mal 1882 in der Stadt Spa ausgestellt. Die belgische Königin Maria-Hendrika brachte ihn in Mode.
Er wurde 1887 in England und Amerika eingeführt. Der erste Standard wurde 1888 vom verantwortlichen Rasseklub festgelegt. Der Klub wurde im selben Jahr gegründet, er ist der älteste Rasseklub in Belgien. Im Lauf der Jahre hat man den Typ vereinheitlicht. In dieser Zeit sprach man von den Varietäten von Antwerpen, Löwen und Brüssel.

Allgemeines erscheinungsbild

Lupoid (wolfsartig). Der Schipperke ist ein Schäferhund in Kleinformat, aber sehr kräftig gebaut. Sein Kopf ist keilförmig mit gut entwickeltem Schädel. Sein Fang ist relativ kurz. Er hat einen harmonischen Körper, kurz, ziemlich breit und gedrungen. Die Gliedmaßen haben einen feinen Knochenbau. Sein sehr charakteristisches Haarkleid ist dicht und gerade, Halskragen, Mähne, Schürze und Hose bildend, was ihm sein wirklich eigenartiges Aussehen gibt. Die Geschlechtsunterschiede (Geschlechtsdimorphismus) sind betont. Seine Erscheinung, dazu seine charakteristischen Merkmale und sein Schäferhundwesen, alles zusammen im kleinen Format erklärt seine große Beliebtheit weit über die belgische Grenze.

Wichtige proportionen

Die Schulterhöhe ist gleich mit der Körperlänge, er ist also quadratisch.
Die Brust reicht bis zum Ellenbogen.
Der Fang ist deutlich kürzer als die halbe Kopflänge.

Verhalten / charakter (wesen)

Ein vorzüglicher kleiner Wachhund, hervorragender „Melder“, mit überschwänglicher Vitalität, Fremden gegenüber zurückhaltend. Beweglich, agil, unermüdlich, ständig beschäftigt mit dem was um ihn herum passiert. Er verteidigt heftig alle Gegenstände, die ihm zum Bewachen anvertraut wurden, sehr sanft mit Kindern, immer neugierig auf alles, was sich bewegt oder was hinter einer Tür ist. Mit seiner hellen Stimme, seiner aufgerichteten Mähne und Rückenhaaren, zeigt er seine Eindrücke. Er ist ein Schnüffler, der Jagd auf Ratten, Maulwürfe und anderes Ungeziefer macht.

Kopf

Oberkopf

Kopf
Wolfsartig, keilförmig, aber nicht zu lang, genügend breit um harmonisch zum Körper zu passen. Augenbrauen- und Jochbeinbogen mäßig gewölbt. Der Übergang vom Oberkopf zur Gesichtsregion ist sichtbar, darf aber nicht zu stark betont sein.
Schädel
Stirn ziemlich breit, sich verjüngend zu den Augen, von der Seite gesehen leicht gewölbt. Die obere Schädel- und Fanglinie sind parallel. 
Stop
Betont, aber nicht übertrieben.

Facial region

Nasenschwamm
Klein, Nasenschwamm immer schwarz.
Fang
Verjüngt sich in Richtung der gut gemeißelten Nase; nicht zu lang; die Spitze ist nicht stumpf; Länge ungefähr 40% der gesamten Kopflänge; Nasenrücken geradlinig.
Lefzen
Schwarz, gut schließend.
Kiefer / Zähne
Gesunde, gut eingepflanzte Zähne. Scherengebiss. Zangengebiss wird geduldet. Vollzahniges Gebiss, der Zahnformel entsprechend. Das Fehlen von ein oder zwei Prämolaren 1 (1 P1 oder 2 P1) oder 1 Prämolar 2 (1 P2) ist geduldet und die Molaren 3 (M 3) sind nicht zu beachten.
Wangen
Trocken, allmählich übergehend in die Seitenflächen des Fangs.
Augen
Von dunkelbrauner Farbe, klein, mandelförmig, weder tiefliegend noch hervortretend. Schelmischer Blick, lebhaft und durchdringend. Augenlider schwarz umrandet.
Ohren
Gut aufstehend, sehr klein, spitz, dreieckig (möglichst gleichseitig), hoch angesetzt, nicht zu eng aneinander, fest, sehr beweglich.

Hals

Kräftig, sehr muskulös und scheint sehr voluminös durch den reichlich behaarten Halskragen, von mittlerer Länge, gut abgesetzt, bei Aufmerksamkeit mehr aufgerichtet, die obere Linie leicht gewölbt.

Körper

Allgemeinheit
Kurz und breit, dadurch gedrungen, aber nicht übertrieben voluminös oder schwer, ideal ist er quadratisch (’passend in ein Quadrat’: die Länge von der Brustbeinspitze bis zum Sitzbeinhöcker gleicht ungefähr der Widerristhöhe).
Obere Profillinie
Die obere Linie vom Rücken bis zur Lende ist gerade und straff, oft von der Kruppe bis zum Widerrist leicht schräg ansteigend.
Widerrist
Sehr betont, scheint noch höher durch die Mähne.
Rücken
Kurz, gerade und stark.
Lenden
Kurz, breit und kräftig.
Kruppe
Kurz, breit und horizontal; das Hinterteil der Kruppe, also die Verbindung zwischen Kruppe und Sitzbeinhöcker, ist harmonisch abgerundet, man nennt es „Meerschweinhinterteil“.
Brust
Gut tief bis zum Ellenbogen, breit von vorne bis hinter die Schultern, also gut gewölbte Rippen, von der Seite gesehen gut ausgeprägte Vorderbrust.
Untere Profillinie und Bauch
Unterbrust gut tief, bis zu den Ellenbogen reichend, harmonisch und leicht steigend in Richtung Bauch, der mäßig aufgezogen ist, weder durchhängend noch windhundartig.

Rute

Hoch angesetzt. Manche Hunde sind völlig schwanzlos geboren oder mit einer rüdimentären Rute (kurze oder Stummelrute). Sie dürfen dafür nicht bestraft werden. Eine natürliche Rute (mindestens bis zum Sprunggeleng reichend) ist in Ruhestellung vorzugsweise herabhängend, in der Bewegung kann sie höher getragen werden aber vorzugsweise nicht höher als die Rückenlinie. Die eingerollte oder über dem Rücken gebogene Rute wird akzeptiert.

Gliedmassen

Von feinem Knochenbau, gut unter dem Körper.

Vorderhand

Allgemeines
Die vorderen Gliedmaßen sind gerade von allen Seiten gesehen, perfekt parallel von vorne gesehen, die Länge vom Boden bis zum Ellenbogen ist etwa gleich der Hälfte der Widerristhöhe.
Schultern
Lang und schräg, normale Schulterwinkelung.
Oberarm
Lang und ausreichend schräg.
Ellenbogen
Fest, weder ein- noch ausdrehend.
Unterarm
Gerade, von vorne gesehen ziemlich auseinander.
Vorderfusswurzelgelenk
Fest, klar umrissen.
Vordermittelfuss
Ziemlich kurz, von vorne gesehen in der Verlängerung des Unterarms, von der Seite gesehen höchstens leicht schräg.
Vorderpfoten
Klein, rund und geschlossen (Katzenpfoten); gewölbte Zehen; kurze Nägel, kräftig und immer schwarz.

Hinterhand

Allgemeines
Gut unter dem Körper, von hinten gesehen perfekt parallel.
Oberschenkel
Lang, gut bemuskelt, durch die Dicke der Hose erscheint er noch breiter.
Unterschenkel
Ungefähr dieselbe Länge wie der Oberschenkel.
Knie
Ungefähr im Lot mit der Hüfte, Kniewinkelung normal.
Hintermittelfuss
Eher kurz, Afterkrallen sind nicht erwünscht.
Sprunggelenk
Gut gewinkelt, ohne Übertreibung.
Hinterpfoten
Wie die Vorderpfoten, oder minimal länger.

Gangwerk

Der Trab ist geschmeidig, fest, mit einer mittleren Schrittweite und einem guten Nachschub, wobei der Rücken horizontal bleibt und die Gliedmaßen sich parallel bewegen. Die Vorderläufe bewegen sich harmonisch mit den Hinterläufen und die Ellenbogen dürfen nicht ausdrehen. Mit zunehmender Geschwindigkeit konvergieren (nähern sich) die Gliedmaßen (beide Vorder- und Hinterpfoten) in Richtung der zentralen Mittellinie (einspurige Trittfolge).

Haut

Eng anliegend am ganzen Körper.

Coat

Haar
Reichliches Deckhaar. Haar dicht, gerade, genügend hart, von ziemlich fester Textur, also trocken und derb anfühlend, mit der dichten und weichen Unterwolle einen vorzüglichen Schutz bildend. Haar sehr kurz an den Ohren und kurz auf dem Kopf, am vorderen Teil der Vorderläufe, an dem Sprunggelenk und dem hinteren Hintermittelfuß. Am Körper mittellanges eng anliegendes Haar. Um den Hals ist die Behaarung länger und etwas mehr abstehend, anfangend an den äußeren Rändern der Ohren. Mehr bei den Rüden aber auch bei den Hündinnen bildet sich ein Halskragen, breit und sehr typisch (um den Hals langes Fell, abstehend an beiden Seiten), eine „Mähne“ (langes Fell am oberen Teil des Halses bis zum Widerrist und sogar an den Schultern), und eine „Schürze“ oder „Brustkrause“ (langes Fell am unteren Teil des Halses und an der Vorderbrust, bis zu zwischen den Vorderläufen, welches allmählich unter der Brust endet).
Am hinteren Teil des Oberschenkels bildet längeres und reichliches Haar, das die Analregion bedeckt und wovon die Spitzen sehr typischerweise nach innen sind gerichtet, die charakteristische Hose. Die Rute ist mit gleichlangem Fell wie am Körper bedeckt.
Farbe
Einfarbig schwarz. Die Unterwolle muss nicht absolut schwarz sein, aber darf auch dunkelgrau sein wenn sie völlig vom Deckhaar bedeckt ist. Ein bisschen altersbedingtes Grau, z. B. am Fang, ist geduldet.

Grösse und gewicht

Gewicht
Von 3 bis 9 kg. Ein mittleres Gewicht von 4 bis 7 kg wird angestrebt.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Allgemein: Schwerfällig, fehlende Substanz, niedrig- oder hochbeinig, langer Körper in ein Rechteck passend.
 Kopf: Zu lang oder zu kurz; nicht parallele Schädel und Nasenrücken-Linie; fuchsartig; Augenbrauen- und Jochbeinbogen zu hervortretend.
 Oberkopf: Zu schmal, Schädel zu rund oder stark gewölbt („Apfelkopf“).
 Fang: Zu lang, eingekniffen, dick, abgestumpft, Ramsnase.
 Zähne: Unregelmäßig aufgereihte oder schlecht eingepflanzte Schneidezähne.
 Augen: Groß, rund oder hervortretend, helle Farbe „Haselnuss“ ist noch annehmbar).
 Brust: Schmal, flach, zylindrisch, nicht genügend tief.
 Kruppe: Lang, schräg, überbaut, unterbrochene Rundheit am hinteren Rand (Übergang von der Kruppe zum Oberschenkel).
 Gliedmaßen: Zu wenig oder übertrieben gewinkelt.
 Gangwerk: Enge Bewegung, zu kurze Schrittlänge, zu wenig Schub, Rückenlinie nicht korrekt bleibend in der Bewegung (schlechte Rückenübertragung).
 Erhöhte Bewegung der Vorderläufe (Steppen) oder hüpfende Hinterläufe.
 Haar: Zu kurz (glatthaarig), zu lang, wenig dicht, weich oder seidig, gewellt, zu flach am Körper anliegend oder niederhängend, zu wenig oder gar kein Halskragen, Mähne, Schürze oder Hose (noch fehlerhafter beim Rüden, besonders ein fehlender Halskragen).
 Zu wenig Unterwolle.
 Farbe des Haares: Grauer, bräunlicher oder rötlicher Schimmer im Deckhaar.
 Einige gelegentliche weiße Haare sogar an den Zehen.
 Wesen: Apathisch oder schüchtern.

Schwere fehler

 Zähne: Das Fehlen eines Schneidezahns (1 I), von drei Prämolaren 1 (3 P1) oder zwei Prämolaren 2 (2 P2).

Disqualifizierende fehler

 Aggressiver oder ängstlicher Hund.
 Fehlen von Rassetyp.
 Rückbiss; Vorbiss, auch ohne Kontaktverlust (umgekehrtes Scherengebiss); Kreuzbiss; schiefes Gebiss; Fehlen eines Eckzahns (1 C), eines Reißzahns (1 P4 im Oberkiefer oder 1 M1 im Unterkiefer), eines Molars (1 M1 oder 1 M2, außer den M 3), eines Prämolars 4 (P4 im Unterkiefer), eines Prämolars 3 (1 P3) zusätzlich zu einem anderen Zahn, oder Fehlen von insgesamt vier Zähne oder mehr (außer den vier Prämolaren 1).
 Depigmentation von Nasenschwamm, Lefzen und Augenlidern.
 Hängende oder halbaufgerichtete Ohren.
 Langes und weiches oder seidiges Haar, also deutlich ein Haarkleid vom Typ „Langhaar“; lange Fransen an den Ohren, lange Befransung an den Hinterseiten der Gliedmaßen, usw; vollständiges Fehlen der Unterwolle.
 Jede andere Farbe des Deckhaares als schwarz (außer grauem, bräunlichem oder rötlichem Schimmer) oder mit sehr kleinen weißen Flecken sogar an den Zehen.
 Gewicht deutlich außerhalb des vorgeschriebenen Gewichts.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

 

Detaillierter Verlauf

Fox Maulkorb, schelmische Augen und Ohren auf der Suche, so ist der Schipperke. Aber wer ist er, dieser kleine schwarze Teufel, immer in Aktion, immer auf der Hut, dieser Kobold ohne Rast? Diese Frage haben Liebhaber der Rasse seit langem gefragt, denn die Ursprünge des kleinen belgischen Dämons sind mehr als mysteriös. Sein Name bietet schon mehrere Interpretationen. Früher dachte man, Schipperke käme vom holländischen Wort Schipper, was soviel bedeutet wie Schiffer. Gerüchten zufolge waren diese Hunde die Gefährten niederländischer Seeleute, und auf großen Handelsschiffen jagten sie Ungeziefer. Heute gilt diese Theorie als rein phantasievoll. Es wäre die Frucht der romantischen Vorstellungskraft britischer Züchter, die, von der Rasse verführt (die Quarantäne, die 1901 eingeführt wurde, noch nicht wütete), aber von all ihren Ursprüngen unwissend waren, eine Geschichte erfinden wollten. So wurde ein reines Produkt der belgischen Landschaft in den Augen der Welt ein niederländischer Marinehund. Allerdings machten die Engländer nicht viel Aufhebens: Sie hatten kleine Hunde auf den holländischen Schiffen gesehen, aber diese waren niemand geringerer als Wolf Spits, später Keeshond genannt, zu Ehren des holländischen Nationalhelden William Kees von Gyselaer. Erst 1920 verstanden die Briten ihren Fehler.

Aber woher kommt Schipperke? Derzeitige Kenntnisse des Hundetrainings legen nahe, dass es sich um einen sehr alten Hund handelt, der seit Jahrhunderten in der Region Leuven in Belgien existiert. Die allererste Spur der Rasse (damals hätte man von der Varietät gesprochen), die wir kennen, findet sich in einer Chronik des fünfzehnten Jahrhunderts, die von einem Mönch namens Wenceslas geschrieben wurde und einen kleinen schwarzen Hund erwähnt anoure und flämisch, als die Inkarnation des Teufels betrachtet.

Genauere Bilder werden im 17. und 18. Jahrhundert skizziert. Der bedeutende belgische Kynologe Charles Huge, ein Spezialist der Belgischen Schäferhunde am Ende des letzten Jahrhunderts, behauptete, dass der Schipperke von gewöhnlichen Hunden in Brabant im siebzehnten Jahrhundert stammte, den Leuvenaars, meist schwarzen Wolfshunden, verschiedener Größe. Diese Hunde waren immer Begleiter bescheidener Menschen gewesen, die je nach ihrer Größe verschiedenen Aufgaben nachgingen und ihre Nachkommen begannen, sich zu differenzieren. Die Älteren, die als Schäferhunde dienten oder ein Motorrad unter einigen Handwerkern (unter anderem die Nägelmacher) drehten, wären der Ursprung der vier gegenwärtigen Belgischen Schäferhunde, Groenendael, Tervueren, Malinois und Laekenois. Die Kleinsten von ihnen, die das Ungeziefer in den Hinterhöfen der Höfe lebhaft zerstörten, die Hühner und manchmal die Häuser hielten, wären die Vorfahren der Schipperke, die ihren Namen erklären würden: Das Wort Schipperke käme wohl von Schreiber, der will Schäfer auf flämisch zu sagen, und würde damit kleiner Hirte bedeuten.

Diese Hunde wurden wegen ihrer spitzen Schnauze auch Spitzke genannt; oder moorke, was moricaud für ihre Farbe bedeutet. Wir wissen, dass im 18. Jahrhundert eine Zunft von Kunsthandwerkern in der Pfarrei Saint-Géry in Brüssel oft Wettkämpfe mit Hunden oder besser gesagt Halsbänder organisierte. Die schönste dieser Messingketten war diejenige, die, gehämmert und mit Kunst gemeißelt, die genialste Spange zeigte (um nicht die Mähne von Schipperkes zu verderben, sagen sie). Diese Sonntagstreffen waren zu der Zeit sicherlich nicht hundefreundlich, aber sie erlaubten Schipperke wahrscheinlich, sich weiter zu entwickeln. Wir können auch einige dieser berühmten Halsketten in einem Museum in Brüssel bewundern.

Die auffälligste körperliche Eigenheit der Rasse, ihr Mangel an Schwanz, kommt auch aus der Welt der Schuster; zumindest das ist es, was die Legende will, wahrscheinlich erfunden, um den Mangel an ernsthafter Erklärung auszugleichen. Nach einem Streit zwischen Schustern hätte einer von ihnen, der zweifellos auf den Erfolg seines Gegners eifersüchtig war, durch Rache den Schwanz seiner Schipperke abgeschnitten; das Ergebnis war weit von dem erwarteten, jeder stimmte überein, dass der Hund nur besser war, und seither wurden die Schipperke immer von ihren Schwänzen amputiert. Zu diesem Thema wird auch eine Kontroverse geboren, von der einige behaupten, dass der jetzige Schipperke als Mehrheit geboren wird. Wenn jedoch die Auswahlarbeit, die darauf abzielte, dieses Erbmerkmal zu erreichen, tatsächlich versucht wurde, scheiterten sie alle. Heutzutage werden fast alle Babys von Schipperkes mit einem Schwanz geboren, der in den ersten Tagen ihres Lebens amputiert wird.

Am Ende des neunzehnten Jahrhunderts waren die Schipperke sehr häufig in Belgien, wo sie oft in der Mitte der Straße arbeiteten (sie mussten sich nicht um den Verkehr kümmern), sie waren ein integraler Bestandteil von Die Engländer, die vorbeigingen, waren an diesen lustigen kleinen Hunden interessiert und importierten einige von ihnen zuerst. Der Erfolg dieser Neuankömmlinge in Großbritannien war so, dass eine neue Welle von Die britischen Käufer kauften (oft für fast nichts) die lokalen Hunde, und die Situation erschreckte schließlich einige belgische Hunde, die sich entschieden, 1888 zu reagieren. Sie bildeten den Schipperkes Club 1888 ( 1933 in den Royal Schipperkes Club umgewandelt), und im Juni desselben Jahres wurde der erste Standard geboren. Die Sorge dieser Amateure war, so muss man sagen, gerechtfertigt, weil kein Schipperke vorgestellt worden war die große Ausstellung von Independence von 1880. Darüber hinaus wurde bereits 1890 ein Club der britischen Rasse mit fast so vielen Themen wie der von Belgien geboren.

Am Ende des Jahrhunderts war der Typ noch schlecht definiert, und das unersättliche Interesse der Engländer hatte das Verdienst, die Belgier zu ermutigen, ihre Hunde aufzulisten und auszuwählen. In der Tat waren Mischungen mit Spitz im Verlauf von Versammlungen gemacht worden, die das Aussehen von Schipperkes anders als schwarz zu dieser Zeit erklären könnten; Königin Marie-Henriette von Belgien besaß eine Schipperke mit einem braunen Kleid. Es ist schließlich der Antwerpener Typ, mittelfristig zwischen den Typen von Löwen und Brüssel, der als Standard dienen sollte. Die Briten verwendeten die belgischen Standards bis 1920, als sie beschlossen, andere Kleider als schwarz zuzulassen: braun, blond, creme. Im Jahr 1923, nach der Fusion zwischen dem Northern Schipperke Club und dem English Schipperke Club (zwei englische Clubs), den meisten angelsächsischen Ländern, insbesondere Südafrika, Neuseeland und Australien, erkannte auch diese Farben.

Diese "exotischen" Schipperkes bleiben jedoch sehr selten, und es war auch notwendig, bis 1974 für einen von ihnen zu warten, um den Titel des Meisters, mit seinem blonden Kleid, das häufigste unter diesen besonderen Exemplaren zu erhalten. Amerikaner, die Puristen sein können, haben nie eine andere Farbe als Schwarz zugegeben. Der 1929 gegründete Schipperke Club of North America ist der Ansicht, dass nur das Jet-Dress korrekt ist. Jeder andere Ton führt zur Disqualifikation des Subjekts. Frankreich, das seinen Club 1928 hatte, nahm die gleiche Position in Bezug auf Farbe an.

War die Zwischenkriegszeit eine blühende Zeit für die Rasse und wurde sie in vielen Ländern in den fünfziger Jahren gegründet, bleiben sie vom Vergessen und vom Aussterben bedroht. Der Nachfragerückgang war allgemein, auch in Belgien, und trotz der leidenschaftlichen Bemühungen der Gebrüder Verbanck, auch belgischer Spezialisten ihres Nationalhirten, schien Schipperke in den siebziger Jahren rückläufig zu sein.

Glücklicherweise entschied sich eine leidenschaftliche Bewunderin der Rasse, Frau L. Vanhove, die Kontrolle über ihr Schicksal zu übernehmen und ihr ein neues Image zu geben. Es ist heute fertig. Der Royal Schipperkes Club of Belgium hat etwa einhundert Mitglieder und die Rasse scheint gestärkt. Zur gleichen Zeit und ohne Unterbrechung blieb die französische Auswahl dank der Beharrlichkeit zweier großer Züchter auf hohem Niveau: MM. Georges Arin und Ernest Robert. Frankreich hat die besten Züchter der Elite, die den belgischen Züchtern für ihre Retiempre geholfen haben, da alle ihre aktuellen Champions französisch-belgischer Herkunft sind. Der Schipperkes Club de France hat 250 Mitglieder und ist in Réunion mit dem französischen Club des Belgischen Schäferhundes, dessen Magazin weltweit geschätzt wird. Die Amerikaner ihrerseits besitzen das größte Vieh der Welt, aber ihre Hunde sind etwas vom ursprünglichen Standard entfernt: tiefer an den Beinen, kompakt, haben sie ein dichteres Fell und sind gleichmäßig im ganzen Körper verteilt der europäische Schipperke zeigt eine saubere Mähne.

Wenn er nicht wirklich "geklopft" hat, war die Schipperke in der Vergangenheit eher angeschlagen. Zweifellos wird seine Zukunft ruhig sein. Nicht ganz alltäglich, aber die Amateure zu füllen, ist hier ein Hund, der es besser weiß, zumal er sich perfekt an das aktuelle Leben und besonders an das städtische Umfeld anpasst: in gewisser Weise ein echter kleiner Hirte der Stadt.

"Klein, aber zart; klein, aber bullig ", so wurde in einer Werbung die Qualität eines Bonbons angepriesen. Dieser Slogan könnte auf Schipperke angewendet werden. Von außen sieht es wie ein kleiner Hund aus wie die anderen. Aber diejenigen, die ihn kennen, werden dir sagen, wie irreführend dieser Aspekt ist. Lebhafter als Schipperke, machen wir es nicht. Freund von Kindern und älteren Menschen, er hat keine Angst vor einem guten Spaziergang im Wald, und seine Meister werden oft müde vor ihm! Zu seinen Stunden kuscheln, sich rühren und den Rest der Zeit gut wachen, er ist nicht der Typ, der am Kamin rumhängt. Dieser Hund ist Dynamit.

Man muss sagen, dass er einen starken Atavismus hat. Erstens, seine Nationalität: Belgische Hunde sind nicht bekannt als besonders weich, unabhängig von ihrer Größe. Ganz zu schweigen von der Schäferschaft, die Schipperke nicht zu vergessen scheint. Man muss nur darauf schauen, um darin den schlafenden Groenendael zu sehen. Die quadratische Struktur, der relativ dünne Rahmen, der elegante Kopf und die aufmerksamen Ohren, teilt Schipperke mit seinen Cousins, den "großen" Belgiern. Er scheint gleichzeitig ihren lebhaften und unermüdlichen Charakter geerbt zu haben.

Trotz seiner geringen Größe gilt es für Hundeliebhaber als einer der besten Wachhunde aller Zeiten. Natürlich würde die Größe seines Mundes es nicht erlauben, wirklich effektiv zu sein, aber es bleibt eine "Alarmglocke" unerreicht. Makellose Wachsamkeit, die Schipperke schläft nur mit einem Ohr. Er weiß alles, was im Haus passiert, und bewegt sich mit großer Geschwindigkeit, wodurch er immer da sein kann, wo er gebraucht wird. Seine Stimme ist hoch und kann aus der Ferne gehört werden. Natürlich darf man nicht zu weit gehen, und ein schamloser Schipperke wird schließlich den Zorn der Nachbarn anziehen. Um das zu vermeiden, reicht es aus, seine stimmliche Begeisterung zu zügeln, und zwar schon in jungen Jahren. Man kann ihm beispielsweise erlauben, zweimal zu bellen, wenn jemand an die Tür kommt, und ihm dann befehlen, den Mund zu halten. Sehr bald wird er das Arrangement annehmen und sich an seine zwei Rinden halten lassen.

Dies ist eine andere charakteristische Schäferin Schipperke: sehr lieb seiner Herren, bittet er nur, ihnen zu gefallen. Bei großen Hunden werden sie als "dressurresistent" bezeichnet, was bedeutet, dass sie manchmal restriktiv trainiert werden können, ohne ihre Spontaneität zu verlieren. Für Schipperke wird gesagt, dass er für Bildung empfänglich ist. Er assimiliert die grundlegenden Übungen fast bevor wir Zeit haben, sie ihm zu erklären. Dann, schnell, lernt er komplizierter. Sehr intelligent, er ist auch sehr gut: er versteht schnell, was sein Meister will. In den Vereinigten Staaten absolvieren viele Schipperkes das Studium von Obedience, einer Disziplin ähnlich wie Agility, eine Spezialität, in der Frankreich und Belgien bereits mehrere Patente besitzen.

Jede Rasse hat ihre Anekdoten, die die Intelligenz und Güte ihrer Hunde inszenieren. Schipperke ist keine Ausnahme. Die Geschichte erzählt von einem Mann, der in einem Gebäude, in dem Tiere strengstens verboten waren, seinen Schipperkes gelehrt hatte, vollkommen still zu bleiben; Die Hunde gehorchten ihm, so dass weder der Hausmeister noch die Nachbarn wussten, dass er Hunde hatte. Ein anderer besaß zwei Gebäude und bewegte sich oft von einem zum anderen; seine Schipperke war es, eine kleine Glocke zu läuten, um ihn zu warnen, wenn Besucher in dem anderen Gebäude auftauchten; Seit Jahren hat der Hund seine Rolle erfüllt, ohne jemals zu versagen. Es gab Schipperke, die kleine Kinder am Strand hielten, um sie davon abzuhalten, ins Wasser zu gehen, andere, die an einem Tag lernten, die Ziegen zu führen, als sie in der Stadt aufgezogen wurden, andere, die die Farmtiere hielten. Ein Schipperke warnte sogar seine Geliebte ein wenig taub, als das Telefon klingelte. Dies sind oft spontane Initiativen, die Schipperke auszeichnen.

Man kann nicht von Schipperke sprechen, ohne die leidenschaftliche Liebe zu erwähnen, die er für seine Lehrer hat. Wie die Belgischen Schäferhunde fühlt er sich nur in der Nähe seiner Lieben gut. Sicher ist er, er ist nicht schüchtern gegenüber Fremden, aber er macht sie normalerweise nicht zur Party und bleibt insgesamt eher zurückhaltend. Seine süße Sünde? Kinder. Mit ihnen ist er in Harmonie. Zwangsläufig verstehen wir uns zwischen kleinen Teufeln. Sehr sanft mit den Kleinen, teilt er leidenschaftlich die Spiele der Größten. Sehr energisch, ermüdet er nicht vor ihnen und nimmt an allen ihren Beschäftigungen und allen ihren Spielen teil. Sehr schlau, er wird sie amüsieren können, indem er einen Ball zurückbringt oder Tricks macht.

In Bezug auf andere Hunde ist es gesellig, aber kein guter Teig. Er ist nett, aber treten Sie nicht auf die Pads. Seine natürliche Lebendigkeit führt ihn mit seinen Hundefreunden in verrückte Rennen. Da er fast immer schneller ist als sie, wird er ihrer Firma schnell genug müde. Wie bei anderen Tieren dürfen wir nicht vergessen, dass der Schipperke einst ein ausgezeichneter Ungeziefer-Jäger war: Ratten, Wiesel und Mäuse, nichts widerstand ihm. Deshalb ist es ratsam, den jungen Schipperke zu gewöhnen, ohne auf die Tiere zu warten, mit denen er leben muss, wie die Katzen. Wenn er sie kennt, wird er ihnen nichts tun. Wie bei der reinen Jagd kann es trainiert werden, Höhlen zu suchen, Kaninchen zu jagen, usw. Es ist daher ein vielseitiger Hund, der alles tun wird, um seinen Herren zu gefallen, und die öfter Erfolg haben werden.

"Großer" Sportler, Schipperke unterstützt keine Untätigkeit. Auf der einen Seite wäre es physisch schädlich für ihn und auf der anderen Seite würde es ihn psychisch beeinträchtigen. So werden Jogger und Sportler diesen Hund zu seinem wahren Wert schätzen. Sie werden einen Trainingspartner finden, der sie mitten im Kurs nicht im Stich lässt. Die Schipperke werden ihnen folgen, ohne jemals Ermüdungserscheinungen zu bemerken. Laufen, springen, schwimmen erschrecke ihn nicht, er braucht es, im Gegenteil. Wenn es nötig ist, dass er so viel Bewegung wie möglich bekommt, um ihn zum Blühen zu bringen, dann soll er auch verhindern, dass er unwillig wächst. Adipositas ist unvereinbar mit seiner eleganten Figur und würde nur sein Leben verkürzen. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass die Schipperke eine bemerkenswerte Langlebigkeit aufweist, da sie häufig fünfzehn Jahre alt und älter ist. Eine ausgewogene Diät, die in Maßen verteilt wird, wird ihn sein ganzes Leben lang ein "junger Mann" bleiben und ihm erlauben, seinen Herrn bei seinen Wanderungen bis ins hohe Alter zu begleiten. Was die Pflege betrifft, ist das relativ kurze Haar durch einfaches regelmäßiges Bürsten leicht sauber zu halten.

Für diejenigen, die einen kleinen, rustikalen, intelligenten und dem Hund nahestehenden Hund suchen, scheint der Schipperke angemessen. Dieser Hund, der die Tapferkeit und Lebendigkeit des Großen in einem reduzierten Format zusammenbringt, wird nur Leute verführen, die für Bosheit, Mut und Freundlichkeit empfindlich sind. Der Schipperke, verspielt wie er ist, verbirgt sein Spiel gut, seine Größe ist diskret, aber sein Herz ist großartig.

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