Slowanischer Laufhund

FCI-Standard Nº 244

Ursprung
Slowakei
Gruppe
Gruppe 6 Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
Sektion
Sektion 1.2 Mittelgrosse Laufhunde
Arbeitsprüfung
Mit Arbeitsprüfung
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI
Dienstag 16 April 1963
Publikation des gültigen offiziellen Standards
Dienstag 16 April 1963
Letzten Aktualisierung
Montag 19 August 1996
En français, cette race se dit
Chien courant slovaque
In English, this breed is said
Slovakian Hound
En español, esta raza se dice
Sabueso Eslovaco
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd
Slovensky Kopov
In seinem Herkunftsland heißt er

Slovenský Kopov

Verwendung

Laufhund. Diese Hunderasse zeichnet sich durch ein ausdauernd lautgebendes, stundenlanges Folgen einer warmen Fährte oder Spur aus. Desgleichen zeichnet sie sich durch Schärfe aus und wird deshalb in ihrer Heimat namentlich zur Schwarzwild- und Raubwildjagd verwendet.

Allgemeines erscheinungsbild

Stets einfarbig, schwarz mit lohfarbenen Abzeichen. Eher leichter Körperbau, dabei jedoch festes Knochengerüst. Längliche Rechteckform.

Verhalten / charakter (wesen)

Temperamentvolle Natur. Ausserordentlich entwickelter Orientierungssinn.

Kopf

Oberkopf

Schädel
Am Scheitel flach gewölbt, von länglicher Rechteckform; Augenbrauenbogen und Stirnfurche deutlich, Hinterhauptstachel wenig ausgeprägt. Die Längsachsen von Schädel und Fang verlaufen parallel. 
Stop
Etwa 45°.

Facial region

Nasenschwamm
Stets von schwarzer Farbe, verhältnismässig gross, mässig spitz zulaufend; Nasenlöcher mässig geöffnet.
Lefzen
Nicht überhängend, anliegend, dünn, mit deutlich offenem Lippenwinkel.
Nasenrücken
Nasenrücken gerade, entsprechend dem Schädel lang und nicht zu breit.
Kiefer / Zähne
Regelmässig ausgebildet, fest; gut entwickeltes vollständiges Gebiss.
Augen
Dunkel, etwas tief eingesetzt. Ihr Ausdruck verrät Lebhaftigkeit und Mut. Die Augenlider sind stets schwarz; Augenöffnung mandelförmig.
Ohren
Etwas oberhalb der Augenlinie angesetzt, am Kopf flach anliegend, unten abgerundet, mittellang.

Hals

Gut aufgesetzt, in einem Winkel von etwa 135° getragen, eher kurz, muskulös und ohne lockere Haut.

Körper

Rücken
Gerade, mittellang.
Lenden
Nicht zu lang, ziemlich breit, fest und muskulös.
Kruppe
Nicht zu lang, mittelbreit, gerundet.
Brust
Mitteltief, angemessen breit und entsprechend lang. Rippen gerundet, schräg eingesetzt. Vorbrust breit und gut ausgefüllt.
Untere Profillinie und Bauch
Mässig aufgezogen.

Rute

Eher tief, etwas unter der Rückenlinie angesetzt, angemessen kräftig, sich zu einer Spitze verjüngend, bis zum Sprunggelenk reichend; in der Ruhe wird sie hängend getragen; in der Erregung ist sie säbelförmig aufwärts bis zu einem Winkel von 150° gebogen.

Gliedmassen

Vorderhand

Schultern
Schulterwinkel etwa 110°.
Oberarm
Ehr kurz, gut entwickelt und muskulös.
Unterarm
Vertikal gestellt, trocken.
Vorderfusswurzelgelenk
Kurz.
Vordermittelfuss
Nicht zu lang, etwas schräg gestellt.
Vorderpfoten
Oval; Zehen gut gewölbt; Krallen stets schwarz und kräftig; Ballen dunkel, gut entwickelt.

Hinterhand

Oberschenkel
Angemessen breit und lang, muskulös.
Unterschenkel
Breit, entsprechend lang und gut bemuskelt.
Hintermittelfuss
Etwa 8 cm lang, mässig schräg nach vorne gestellt, ohne Afterkrallen.
Sprunggelenk
Etwa in einer Höhe von 15 cm angesetzt, mässig breit. Sprunggelenkswinkel etwa 150°.
Hinterpfoten
Oval, Zehen eng aneinanderligend und gut gewölbt. Ballen gut entwickelt, von schwarzer Farbe.

Gangwerk

Lebhaft, ausgeglichen.

Haut

Dunkelbraun bis schwarz, anliegend, ohne lockere Hautfalten.

Coat

Haar
2 – 5 cm lang, mittelmässig derb, anliegend und dicht. An Rücken, Hals und Rute länger. Unterwolle dicht, namentlich in den Wintermonaten; sie darf jedoch auch im Sommer nicht fehlen.
Farbe
Schwarz mit braunen bis mahagonifarbenen Abzeichen an den Gliedmassen.

Grösse und gewicht

Widerristhöhe
Für Rüden 45 – 50 cm, Für Hündinnen 40 – 45 cm.
Gewicht
15-20 kg.

Fehler

• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
• Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden.

Allgemeine Fehler

 Plumpe, untersetzte, stämmige Gestalt.
 Kopf zu schwer.
 Lefzen überhängend.
 Unvollständiges Gebiss.
 Vor- oder Rückbiss.
 Helles Auge, lose Augenlider, zu straffe Augenlider.
 Behang zu leicht, spitz.
 Lockere Haut am Hals.
 Rücken zu weich.
 Flacher Brustkorb (grober Mangel).
 Rute auffallend lang, auch in der Ruhe oberhalb der Rückenlinie getragen.
 Stellung der Läufe fehlerhaft.
 Weiche Pfoten.
 Behaarung zu kurz, ohne Unterwolle; Haar zu lang, gewellt.
 Andere Farbe als schwarz, weisse Abzeichen, unscharfe Begrenzung der lohfarbener Abzeichen.
 Übergrösse.

Disqualifizierende fehler

 Aggressive oder űbermässig ängstliche Hunde.

NB :

• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
• Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend.
• Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
• Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden.

Bibliografie

http://www.fci.be/

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