Sandkatze

Er ist ein wildes Tier

Ursprung
Wüstenregionen in Afrika und Asien
Übersetzung
Francis Vandersteen
Die Haltung dieses Tieres ist nicht erlaubt Königlicher Erlass zur Festlegung der Liste der Säugetiere, die nicht zu Produktionszwecken gehalten werden und die gehalten werden dürfen (M.B. 24.08.2009)
Die Sandkatze, auch Wüstenkatze, General-Margueritte-Katze oder Marguerite-Katze genannt, lebt in den Wüstenregionen Marokkos, Algeriens, Tunesiens, Libyens, Ägyptens, Israels, des Sudans, Nigers, Saudi-Arabiens, Katars, Omans, Jemens, Irans, Pakistans, Turkmenistans und Usbekistans.

Die Sandkatze ist die Katze, die am besten an sehr trockene Wüstenlebensräume angepasst ist.

Das Fell der Sandkatze ist oft sandfarben. Die Abzeichen variieren von Individuum zu Individuum: Einige haben weder Flecken noch Streifen, andere sind leicht gefleckt. Sie hat schwärzliche Balken an den Gliedmaßen, und der Schwanz hat eine schwarze Spitze mit zwei oder drei dunklen Ringen, die sich mit chamoisfarbenen Streifen abwechseln. Sie ist eine kleine Katze, die sich durch einen flachen, breiten Kopf, kurze Beine und einen relativ langen Schwanz auszeichnet, der zwischen 23 und 31 cm lang ist. Sie erreicht eine Widerristhöhe von 24 bis 36 cm und wiegt 1,5 bis 3,4 kg. Die Länge des Kopfes und des Körpers variiert zwischen 39 und 52 cm. Die langen, 5 bis 7 cm langen Ohren lassen den Kopf flach und breit erscheinen. Sie sind an der Basis falbfarben und schwarz gefleckt und spitzer als die der Pallaskatze. Die Ohren sind dreieckig und der Gehörgang ist sehr weit, was der Katze einen besseren Hörsinn verleiht. Die Hörblasen und die Übergänge von den äußeren Ohren zum Trommelfell sind im Vergleich zu anderen Kleinkatzen stark vergrößert; die inneren Teile der Ohren sind durch lange, eng aneinander liegende weiße Haare vor fremden Gegenständen geschützt. Die großen grünlich-gelben Augen sind weiß umrandet und die Nase ist schwärzlich. Der Kopf ist sandbraun, während die Unter- und Oberlippen, das Kinn, die Kehle und der Bauch weiß sind. Bei einigen Individuen hat die Kehle einen Hauch von Gamsleder. Die untere Gesichtshälfte ist weißlich, und eine leichte rötliche Linie zieht sich vom äußeren Winkel jedes Auges über die Wangen. Die Schnurrhaare sind weiß und bis zu 8 cm lang.

In den nördlichen Regionen ist das Winterfell der Sandkatze sehr lang und dick, mit bis zu 5 cm langen Haaren. Die Krallen an den Vordergliedmaßen sind kurz und sehr scharf, die an den Hinterpfoten sind klein und stumpf. Die Unterseiten der Pfoten sind durch eine dicke Felldecke vor extremen Temperaturen geschützt. Die langen Haare, die zwischen den Zehen wachsen, bilden ein Pelzkissen über den Ballen und isolieren sie, wenn sie sich auf heißem Sand bewegen. Diese Eigenschaft macht die Spuren der Katze unklar und schwer zu erkennen und zu verfolgen.

Sie jagt Nagetiere, Eidechsen, Insekten und hauptsächlich Rennmäuse sowie Wüstenrennmäuse. Als Nachtjägerin kann sie mit ihren großen Ohren ihre Nahrung lokalisieren. Die Sandkatze im Iran und in Pakistan hat eine einzigartige Technik, um die große Rennmaus (eine tagaktive Art) in ihrem Bau aufzuspüren. Sie senkt die Ohren zum Boden, um zu lauschen, und beginnt wild zu scharren, sobald sie Geräusche hört, die auf ihre Anwesenheit hindeuten. Die Sandkatze jagt auch Schlangen wie die Hornviper und die giftige Sandviper. Sie betäubt sie mit einem heftigen Schlag ihrer Pfote, bevor sie sie tödlich in den Hals beißt. Das Nahrungsangebot in der Wüste ist so knapp, dass die Sandkatze so ziemlich alles frisst, was sie findet, einschließlich Insekten und Spinnen. Wasser braucht sie nicht, da sie genügend davon in ihren Beutetieren findet.

In Saudi-Arabien sind die wahrscheinlichen Beutetiere der Sandkatze kleine Säugetiere wie die Cheesman-Rennmaus und die Steppenrennmaus sowie zahlreiche Reptilienarten wie die Skinke Scincus mitranus, Geckoarten der Gattung Cyrtodactylus oder wie Stenodactylus arabicus, Schlangen wie Cerastes cerastes gasparetti oder die Eidechsen Acanthodactylus gongrorhynchatus und Phrynocephalus arabicus.

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