Pumi |
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FCI-Standard Nº 56 |
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Ursprung |
Ungarn | |
Übersetzung |
Peter Weit | |
Gruppe |
Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde) | |
Sektion |
Sektion 1 Schäferhunde | |
Arbeitsprüfung |
Ohne Arbeitsprüfung | |
Endgültigen Anerkennung der Rasse durch die FCI |
Mittwoch 11 August 1954 | |
Publikation des gültigen offiziellen Standards |
Sonntag 04 Juni 2000 | |
Letzten Aktualisierung |
Mittwoch 13 September 2000 | |
En français, cette race se dit |
Pumi | |
In English, this breed is said |
Pumi | |
En español, esta raza se dice |
Pumi | |
In het Nederlands, wordt dit ras gezegd |
Pumi |
Verwendung |
Terrierähnlicher Treibhund. Er ist auch zum Treiben grösserer Tiere geeignet. Sein Spürsinn ist gut entwickelt. Er bewährte sich hervorragend bei der Bekämpfung von Raubwild und Nagern. Er ist ein ausgezeichneter Haushund und erträgt ohne weiteres die Haltung in einer Wohnung. Er braucht viel Bewegung und ist ein ausgezeichneter Begleit- und Sporthund. |
Kurzer geschichtlicher abriss |
Der Pumi entstand im 17.-18. Jahrhundert in Ungarn durch Kreuzung des primitiven Puli mit importierten deutschen und französischen terrierartigen Hunden mit Stehohren. Er gilt seit Anfang des 20. Jahrhunderts als selbständige Rasse. |
Allgemeines erscheinungsbild |
Es handelt sich um einen mittelgrossen, zum Spass aufgelegten, terrierartigen Hirtenhund. Den Terriercharakter zeigt der Kopf am besten. Die Gesichtsnasenpartie ist gestreckt und das obere Drittel der aufgerichteten Ohren neigt sich nach vorne. Der Körperbau ist quadratisch. Wegen seiner ständigen Aufmerksamkeit ist die Haltung des Halses höher als im Durchschnitt. Das mittellange, wellige Haar bildet Locken. Der Pumi kommt in mehreren Farbschlägen vor, aber er muss immer einfarbig sein. |
Wichtige proportionen |
Die Körperlänge entspricht der Widerristhöhe. Die Brustkorbtiefe beträgt etwas weniger als die Hälfte der Widerristhöhe. Die Fanglänge ist etwas geringer als die Hälfte der Kopflänge. Die Halslänge entspricht der Kopflänge und beträgt 45 % der Widerristhöhe. |
Verhalten / charakter (wesen) |
Dieser recht lebhafte Treibhund hat ein rastloses Temperament. Er ist äusserst kühn, gegen fremde Personen etwas misstrauisch. Infolge seines vernünftigen Verhaltens, seiner Lebhaftigkeit und seiner Ausdrucksfähigkeit lenkt er immer und überall die Aufmerksamkeit auf sich. Der Pumi ist ziemlich laut. Seine ganze Erscheinung strahlt Tatendrang aus und wegen seiner Ruhelosigkeit und Betriebsamkeit sind alle seine Körperteile stets in Bewegung. Er ist immer aktiv und einsatzbereit. Scheues oder phlegmatisches Benehmen sind rassenfremde Eigenschaften. |
Kopf |
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Oberkopf |
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Kopf |
Verhältnismässig lang und schmal. Die Kopfform wird durch die gestreckte Fangpartie geprägt. | |
Schädel |
Die Scheitelgegend ist relativ breit und gewölbt. Die lange Stirn ist nur wenig gewölbt, von der Seite gesehen flach. Die Augenbrauenbogen sind mässig entwickelt. | |
Stop |
Kaum wahrnehmbar. Die Stirnebene läuft zwischen den Augenbogen beinahe geradlinig zum Nasenrücken weiter. |
Facial region |
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Nasenschwamm |
Schmal, stumpf geschnitten, bei allen Farbschlägen immer nur schwarz. | |
Fang |
Der Nasenrücken ist gerade. Die ausgedehnte Gesichtspartie verjüngt sich gegen die Nase zu, wird aber nie spitz. | |
Lefzen |
Sich dem Gebiss straff anschmiegend, dunkel pigmentiert. | |
Kiefer / Zähne |
Starke Kiefer. Die kräftigen und gut entwickelten Zähne sind weiss. Regelmässiges, der Zahnformel entsprechend vollzahniges Scherengebiss. | |
Wangen |
Gut bemuskelt. | |
Augen |
Mittelweit voneinander und etwas schräg eingesetzt, mittelgross, oval, geschlitzt, dunkelbraun. Der Ausdruck ist lebhaft und intelligent. Die Lidränder liegen dem Augapfel straff und eng an und sind gut pigmentiert. | |
Ohren |
Die aufgerichteten Ohren sind hoch angesetzt. Das obere Drittel des Ohres neigt sich nach vorne. Die mittelgrossen, ebenmässigen Ohren haben eine umgekehrte V-Form. Ihr Ausdrucksspiel ist rege. |
Hals |
Mittellang, wenig gewölbt, gut bemuskelt; er bildet einen Winkel zwischen 50 und 55 Grad mit der Horizontalen. Die Haut des Halses ist straff, trocken, ohne Falten. |
Körper |
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Allgemeinheit |
Die Muskulatur ist gut entwickelt, trocken, besonders straff und zäh. Es handelt sich um eine ausserordentlich hagere Rasse von harmonischem Erscheinungsbild. | |
Obere Profillinie |
Gerade. | |
Widerrist |
Ausgeprägt, lang und nach hinten geneigt. | |
Rücken |
Kurz, gerade und straff. | |
Lenden |
Kurz, fest gefügt, gerade. | |
Kruppe |
Kurz, leicht abfallend, mittelbreit. | |
Brust |
Die Vorderfront der Brust ist gerade, nicht breit, eher tief. Die Rippen sind wenig gewölbt, eher flach. Der Brustkorb ist tief, lang und reicht bis zur Höhe des Ellenbogens. | |
Untere Profillinie und Bauch |
Bauch : Straff, nach hinten aufgezogen. |
Rute |
Die hoch angesetzte Rute bildet einen weiten kreisförmigen Bogen über der Kruppe. Das Haar der Unterseite der Rute ist 7 bis 12 cm lang, drahthaarig, auseinanderstehend, mit wenig Unterwolle. Angeborene Stummelrute sowie kupierte Rute sind nicht zulässig. |
Gliedmassen |
Vorderhand |
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Allgemeines |
Die von der Vorderfront der Brust ausgehenden Vorderläufe unterstützen den Körper wie Säulen; sie sind senkrecht, parallel und nicht zu weit gestellt. | |
Schultern |
Das Schulterblatt ist lang und leicht steil. Der Neigungswinkel zur Horizontalen beträgt zirka 55 Grad. Die Schulterblattspitzen stehen lotrecht über dem tiefsten Punkt der Brust. | |
Oberarm |
Kurz und gut bemuskelt.Das Schulterblatt und der Oberarm bilden einen Winkel von 100-110 Grad. | |
Ellenbogen |
Eng am Körper anliegend. | |
Unterarm |
Lang, hager. | |
Vordermittelfuss |
Steil. | |
Vorderpfoten |
Rundliche Katzenpfoten mit eng aneinanderliegenden Zehen. Die Ballen sind elastisch. Die Krallen sind kräftig, schwarz oder schiefergrau. |
Hinterhand |
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Allgemeines |
Die Hinterläufe sind sehr kräftig. Von der Seite gesehen sind sie etwas nach hinten überstreckt. Von hinten gesehen sind die Läufe parallel, gerade, weder zu eng noch zu weit gestellt. | |
Oberschenkel |
Muskulös, lang und nach hinten geneigt. | |
Unterschenkel |
Lang, hager. | |
Knie |
Auf gleicher Höhe wie die Ellenbogen. | |
Hintermittelfuss |
Kurz, steil. | |
Sprunggelenk |
Das Sprunggelenk ist hager und scharf umrissen. | |
Hinterpfoten |
Wie die Vorderpfoten. Afterkrallen sind unerwünscht. |
Gangwerk |
Bewegung recht lebhaft, temperamentvoll. Schritt kurz, energisch, dynamisch und harmonisch. Die Haltung ist kühn und stolz. Der Trab ist leicht und harmonisch; der Hund setzt die Hinterpfoten genau in die Spur der Vorderpfoten. |
Haut |
Ohne Falten, stark pigmentiert. Die freien Hautflächen sind schwarz oder schiefergrau. |
Coat |
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Haar |
Das welllige, lockige Haar bildet Büschel und ist nie glatt oder verschnürt. Im Durchschnitt sind die Haare 4 bis 7 cm lang, in kleineren oder grösseren Büscheln zusammengesetzt, elastisch struppig und dicht. Das Haarkleid besteht aus einem kräftigen, nicht groben, drahthaarigen Deckhaar und einer weichen Unterwolle. Die mittellangen, dichten, drahtigen Grannenhaare an den Ohren ragen nach oben. Die Augen und die Fangpartie sind frei von langem Haar. Die erwünschte Vorbereitungsform des Haarkleides wird durch Trimmen mit der Hand erreicht. Kleinere Korrekturen mit der Schere auf dem Kopf und an den Gliedmassen sind möglich. Aber das ganze Haarkleid mit der Schere herzurichten ist unerwünscht. | |
Farbe |
Grau in verschiedenen Nuancen (im allgemeinen ist die Farbe bei Geburt schwarz und wird mit der Zeit grau). Schwarz. Falbfarben (fakó). Grundfarben : rot, gelb, cremefarben (ein schwarzer oder grauer Anflug und eine ausgeprägte Maske sind erwünscht). Ein weisser Brustfleck mit einem Durchmesser unter 3 cm und / oder ein weisser Strich auf den Zehen ist nicht fehlerhaft. Die Haarfarbe muss immer ausgeprägt und einfarbig sein. Weiss. |
Grösse und gewicht |
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Widerristhöhe |
Für Rüden 41 bis 47 cm, Idealgrösse 43 bis 45 cm. Für Hündinnen 38 bis 44 cm, Idealgrösse 40 bis 42 cm. |
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Gewicht |
Rüden 10 bis 15 kg, Idealgewicht 12 bis 13 kg. Hündinnen 8 bis 13 kg, Idealgewicht 10 bis 11 kg. |
Fehler |
• Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist, und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen. • Fehler sollten nach Grad der Schwere aufgenommen werden. |
Disqualifizierende fehler |
Aggressiv oder ängstlich. Runder, puliartiger Kopf. Gesichtsnasenpartie kürzer als 40% der Kopflänge. Stark ausgeprägter Stop. Fehlen von einem Zahn oder mehrerer Zähne von den Schneidezähnen, den Eckzähnen, den Prämolaren 2-4, den Molaren 1-2; Fehlen von mehr als 2 PM1; die M3 werden nicht berücksichtigt. Vor- und Rückbiss, Kreuzgebiss. Vollständig aufgerichtete Stehohren; vom Ansatz an herabhängende oder ungleich getragene Ohren. Kurzes, glattes Haar; langes, stark verfilztes oder abstehendes, strukturloses Haar. Schokoladenbraunes- und mehrfarbiges Haarkleid sowie jede Art von scharf abgegrenzten Flecken (zB lohfarbene Abzeichen; Bildung eines Mantels etc). Grösse von den im Standard festgesetzten Normen abweichend. |
NB : |
• Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden. • Die in starker Ausprägung oder gehäuft vorkommenden oben angeführten Fehler sind ausschließend. • Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden. • Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden. |
Bibliografie |
http://www.fci.be/ |
Ergänzungen durch die Besucher |
This lively Hungarian breed evolved from common working and accidental crosses between the popular Puli herders and breeds such as the Croatian Sheepdog, Hungarian Mudi, Austrian Pinscher and in the early 1800s, the smaller German Spitz. After establishing type and being separated from other Hungarian sheepdogs, the Pumi was recognized in the late 1920s and became a valued herder, hunter, ratter and watchdog in its homeland, but rare in other European countries. However, its energetic personality and impressive intelligence made it quite popular in America as a companion pet over the second half of the 20th century. The Pumi is an agile and strong little dog, capable of great speeds and possesing a terrier-like temperament. Some specimens are prone to barking and can be confrontational with other dogs, but proper socialization and training are known to help correct those problems. The coat is dense and curly, needing regular care. Although most commonly seen in black, other solid colourings exist, like brown, gray, silver, cream and white. Average height is around 16 inches. |
Detaillierter Verlauf |
Der Pumi gehört zu einer ungarischen Rasse, die im 17. und 18. Jahrhundert durch die Kreuzung der Puli, auch Ungarisch, und Schäferhunde französischer und deutscher Herkunft entstanden ist. Die Fixierung der Rasse ist jedoch neu. Es wurde in den 1940er bis 1950er Jahren durchgeführt, dank Dr. Raitfits, der die Unterschiede zwischen Pumi und Puli feststellte. Erst nach dieser Arbeit haben die Züchter eine echte Auswahl getroffen. Trotz seiner bescheidenen Größe erlaubt ihm sein aggressives und gewagtes Temperament, das große Vieh zu konfrontieren, das er fährt und mit Geschick sammelt. Die Raffinesse seines Geruchssinns gibt ihm auch eine große Effizienz bei der Vernichtung von Nagetieren oder Füchsen. Immer aufmerksam, immer auf der Hut, sehr bellend, ist es auch ein ausgezeichneter Wächter, zumal er sich nicht mit Ausländern anfreunde. Rustikal, widerstandsfähig, erfreut sich einer blühenden Gesundheit und passt sich leicht verschiedenen klimatischen Bedingungen an. Angesichts seiner Vitalität, die, wenn wir ehrlich sind, manchmal an Überschwang grenzt, ist es nicht ratsam, sie in der Stadt leben zu lassen. |